Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/93

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Der Kriegsrath und das Parlament soll beim Champagner sein! – Heida etc.

6. So sind die Rollen ausgetheilt und alles wohl bestellt; – So wird die kranke Zeit geheilt und jung die alte Welt. – Der Traube Saft kühlt heiße Gluth, drum leb’ das neue Reich, – Ein Zechermuth, ein wahrer Muth: der Wein macht alles gleich. – Heida etc.

A. Mahlmann.     
160.

1. Morgen muß ich fort von hier und muß Abschied nehmen. – O du allerschönste Zier, Scheiden, das bringt Grämen! – Da ich dich so treu geliebt, über alle Maaßen, soll ich dich verlassen! :,:

2. Wenn zwei gute Freunde sind, die einander kennen – Sonn’ und Mond bewegen sich, ehe sie sich trennen. – Wie viel größer ist der Schmerz, wenn ein treu verliebtes Herz in die Fremde ziehet.

3. Dort auf jener grünen Au’ steht mein jung’ frisch’ Leben; – Soll ich denn mein Leben lang in der Fremde schweben? – Hab’ ich dir was Leids gethan, bitt’ dich, woll's vergessen, denn es geht zu Ende.

4. Küsset dir ein Lüstelein Wangen oder Hände, – Denke, daß es Seufzer sei'n, die ich zu dir sende, – Tausend schick’ ich täglich aus, die da wehen um dein Haus, weil ich dein gedenke.

Wunderhorn.     
161.

1. Morgenroth! Morgenroth! leuchtest mir zum frühen Tod? – Bald wird die Trompete blasen, dann muß ich mein Leben lassen, – Ich und mancher Kamerad! :,:

2. Kaum gedacht, war der Lust ein End' gemacht! – Gestern noch aus stolzen Rossen, heute durch die Brust geschossen, – Morgen in das kühle Grab!

3. Ach, wie bald schwindet Schönheit und Gestalt! – Thust du stolz mit deinen Wangen, die wie Milch und Purpur prangen: – Ach, die Rosen welken all'!

4. Darum still, füg' ich mich, roic. Gott es will. – Nun, so will ich wacker streiten, und sollt' ich den Tod erleiden, – Stirbt ein braver Reitersmann.

W. Hauff.     
162.

1. Muß i denn, muß i denn zum :,: Städtele 'naus, :,: und du, mein Schatz, bleibst hier? – :,: Wenn i komm’, wenn i :,: wied'rum komm', :,: kehr' i ein, mein Schatz, bei dir! – Kann i gleich net all’weil bei dir sein, han i doch mein’ Freud’ an dir; – :,: Wenn i komm', :,: wenn i :,: wied'rum komm’, :,: kehr i ein, mein Schatz, bei dir!