Seite:Luebische Geschichten und Sagen.djvu/20

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
9. Der Lauerhof.

Auf dem langen Gemach im Rathhause waren vordem 5 ausgestopfte Löwen aufgestellt, als wenn sie da lebendig stünden. Diese hat vor vielen Jahren E. Ehrbarer Rath, als einer vornehmen Reichsstadt, zu sonderlichen Ehren des heiligen Reichs, wie es in anderen Städten üblich und gebräuchlich, lebendig gehalten. Vor dem Burgthor im Schwerin lag ein Dorf mit Gehöfte, der Lauerhof genannt. Es sollte aber Leuenhof genannt werden, wie auch zu der Zeit geschehen ist, denn es sind dort die Leuen gehalten und gespeiset worden.

Empfohlene Zitierweise:
Ernst Deecke: Lübische Geschichten und Sagen. Carl Boldemann, Lübeck 1852, Seite 14. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Luebische_Geschichten_und_Sagen.djvu/20&oldid=- (Version vom 1.8.2018)