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14. Lübeck wird Reichsstadt.

1178 ungefähr waren die Sachen im Wendenlande sehr verwickelt und verwirrt, wegen Herzog Heinrichs des Löwen, der sich des Kaisers große Unhuld zugezogen. Da er sich nun trotzig und protzig bewies, machte sich Kaiser Friedrich der Rothbart zur Rache gefaßt und verfolgte ihn. Er trieb ihn aus Baiern nach Sachsen, und ließ ihm nirgends keinen Frieden. Die Bardowieker aber, bei denen der Herzog Hülfe suchte, schlossen ihm nicht allein die Thöre zu, sondern bewiesen ihm auch von den Mauern herab viel Schimpfs. Lübeck aber nahm ihn mit Freuden auf, und hielt ihn als einen Kurfürsten von Niedersachsen. Als jedoch des Kaisers Schützen über die Elbe kamen, und viele Schiffe zusammenbrachten, um den ganzen Strom zu besetzen, berief der Herzog den König Woldemar von Dänemark, wie vorhin oft, zum Gespräch, und zog ihm über die Brücke entgegen, da er sonst nur auf der Mitte pflegte halten zu bleiben. Der König aber gab viele Ursachen an, warum er jetzt einer Bitte um Hülfe nicht statt geben könnte; und gestand nur so viel zu, daß er seine Verweigerung heimlich halten wollte, damit nicht Andere auch Ursache hätten, von dem Herzoge abzufallen. Dieser befestigte darauf die Stadt und setzte den Grafen Simon von Tecklenburg zu ihrem Verwalter, desgleichen

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Ernst Deecke: Lübische Geschichten und Sagen. Carl Boldemann, Lübeck 1852, Seite 19. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Luebische_Geschichten_und_Sagen.djvu/25&oldid=- (Version vom 1.8.2018)