Seite:Mein Freund Coy.pdf/124

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(nicht von seiten Edith Gordons) bitter zum Vorwurf gemacht, daß ich damals für die Miß nicht mit aller Energie eintrat und nicht ihre Freilassung erzwang. Man hat mich, dessen Name El Gento war und blieb, beschuldigt, es auf ein … Lösegeld abgesehen gehabt zu haben! Lösegeld – – ich?! Geld – – ich?! Wo ich, meine ehrenwerten Schwätzer vom Redaktionsstab der Times, einen Ort kenne, der mehr Gold birgt, als ihr je beieinander vermutet habt, – – ich und Lösegeld! In der Nummer vom 25. Februar 1922 eures Weltblattes habt ihr El Gento in der Einleitung zu Edith Gordons Artikelserie über „Geheimnisse der Anden“ mit dem stinkenden Dreck eurer geistreichen Anpöbelungen beworfen: Sensationsmache, Lockmittel, Nervenkitzel! Ihr versteht das Geschäft eben. Ihr habt da von einem verkommenen namenlosen Abenteurer geschwatzt, der … – – aber wozu das alles?! Mich verteidigen – euch gegenüber?! Nein, nein, meine Herren …! Anständiger wäre es gewesen, wenn ihr auf Edith Gordon gehört hättet! Denn die ist mit der Einleitung niemals einverstanden gewesen, wird sie wohl erst gedruckt zu Gesicht bekommen haben – auch eure Fälschungen in ihrem Manuskript, das ihr nach eurem Geschmack „gepfeffert“ habt … Ekelhaft gefälscht! Denn Edith Gordon dürfte ehrlich zugegeben haben, daß sie selbst die Schuld trug, wenn die Dinge schließlich eine etwas aufregende Wendung nahmen. Ich kenne Edith. Ihr habt gefälscht. Ihr habt aus einer poetischen Romanze eine abstoßende Räubergeschichte zurechtgestutzt. El Gento als Anführer einer Verbrecherhorde – – ich muß lachen, – aber es ist ein trübes Lachen, denn gestern ist

Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Mein Freund Coy. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1929, Seite 124. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Mein_Freund_Coy.pdf/124&oldid=3350437 (Version vom 1.8.2018)