Seite:OAB Sulz.djvu/203

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

verkaufte 1423 Eglolf von Falkenstein an die hiesige Frühmesse. Betheiligt am Zehnten waren auch die Herren von Rosenfeld, unter geroldseckischer, später württembergischer Oberlehensherrlichkeit.

Im J. 1503 machte Aufsehen und fand in weiten Entfernungen Glauben eine Wundergeschichte, welche sich hier ereignet haben sollte, Christi Wundenmahle, einem 15jährigen Mädchen eingedrückt (Annales Mellicenses bei Pertz Script. 9, 528).

Zu der Gemeinde gehören:

b. Amselreute, mit Kopfenhof, zwei einzeln stehende Häuser, welche in geringer Entfernung von einander 1/2 Stunde südöstlich von dem Mutterort liegen.

c. Bommlershof, Haus, 1/2 Stunde nordwestlich von Leidringen oben an dem Abhang gegen das Trichtinger Thal gelegen.

d. Bresteneckermühle, mit drei Mahlgängen und einem Gerbgang, liegt 1/4 Stunde südlich von dem Mutterort an der Schlichem.

e. Krempenhof, Haus, hat 1/2 Stunde östlich von dem Mutterort, unfern des Erlenbachs, eine freundliche Lage.

f. Michelesmühle mit zwei Mahlgängen und einem Gerbgang etwa 500 Schritte oberhalb der Bresteneckermühle an der Schlichem gelegen.

g. Schorrenhof, ein einzeln stehendes Haus, das auf dem kleinen Heuberg 3/4 Stunden östlich von dem Mutterort liegt.

h. Weiherhof, Haus, im Erlenbachthal unfern des Schorrenhofs gelegen.


Leinstetten
mit Schloß und Kaltenhof.

Gemeinde III. Klasse mit Marktrecht, 486 Einw., wor. 7 Evang. – Kath. Pfarrei; die Ev. sind nach Fürnsaal eingepfarrt.

Das Pfarrdorf Leinstetten, 2 Stunden nordwestlich von der Oberamtsstadt; in dem tief eingeschnittenen, engen Glattthale, gerade an der Stelle, wo der Heimbach in die Glatt einmündet, liegt der größere Theil des Orts auf der linken Seite des Flusses und ist theils in die Thalebene, theils an einen Bergvorsprung hingebaut, während der auf der rechten Seite des Flusses gelegene Dorftheil sich von dem Glattthale noch eine Strecke weit in das Heimbachthal hineinzieht. Vom Thal aus gesehen gewährt der Ort eine freundliche Ansicht, der gute Eindruck aber, den das Äußere des Orts hervorruft, wird bei dem Eintritt in dasselbe wegen der Unebenheit

Empfohlene Zitierweise:
Karl Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Sulz. Karl Aue, Stuttgart 1863, Seite 203. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:OAB_Sulz.djvu/203&oldid=- (Version vom 1.8.2018)