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 Der Rest von 75046/8 Morgen ist eingenommen:

  durch das Areal der Ortschaften 4490/0 Morgen,
     "     Weiden 3.6730/0      "
     "     Öden 4147/8}}      "
     "     Steinbrüche, Thon- und andere Gruben 360/0      "
     "     Seen, Bäche und Gewässer 3754/8      "
     "     Straßen und Wege 2.5563/8     "     
7.5046/8 Morgen.

Vertheilung und Grundeigenthum. Das Grundeigenthum war zur Zeit der Landesvermessung in 73.143 Parzellen vertheilt, wonach durchschnittlich 1,2 Morgen auf eine Parzelle kommen.

Die größte Markung hat Murrhardt, die kleinste Ebersberg. Größere arrondirte Güter sind: die Staatsdomäne Schloß Ebersberg und Eschelhof (letzterer meist Wald), das dem Freiherrn v. Sturmfeder gehörige Rittergut Oppenweiler mit Zugehörungen, ein größeres Gut auf der Markung Schönbronn, welches das Eigenthum des Regierungsraths v. Abel ist, der Carlshof, das Stoll’sche und das früher Riecke’sche Gut auf der Markung Grab, Harnersberg, das Gut in Mannenweiler, welches Friedrich Schlipf und Ludwig Waller gehört, der Sauerhof im Gemeindebezirk Lippoldsweiler u. s. w. Auf den Markungen zerstreut liegende Güter von 50 – 100 Morgen gehören nicht zu den Seltenheiten.

Nach den württembergischen Jahrbüchern 1857, Heft I, S. 98, waren im Jahr 1857 in dem Bezirk Grundeigenthümer von über 200 Morgen 3, von 100 – 200 Morgen 23, von 50 – 100 Morgen 135, von 30 – 50 Morgen 279, von 10 – 30 Morgen 936, von 5 – 10 Morgen 1141, von weniger als 5 Morgen 5199; im Ganzen 7716.

Von den vorhandenen 89.7244/8 Morgen besitzen der Staat 11.2893/8 Mrg, oder 12,58%, die Grundherrschaften 1280 Mrg. oder 1,43%, die Gemeinden 95282/8 Morgen oder 10,62%, und die Stiftungen 686/8 Mrg. oder 0,08%; im Eigenthum der Privaten sind demnach 67.5581/8 Mrg. oder 75,29% der Gesamtfläche des Bezirks.

Anbau. Der landwirthschaftliche Betrieb steht hauptsächlich in dem südwestlichen Theil des Bezirks, auf dem Flachlande, auf einer blühenden Stufe, wozu neben dem Fleiß und der Umsicht der Bewohner die günstigen klimatischen und Bodenverhältnisse wesentlich beitragen. Anders verhält es sich in dem übrigen bergigen und waldreichen Theil des Bezirks, wo die Bodenverhältnisse, mit Ausnahme der ergiebigen Thalebenen, minder günstig sind und das Klima merklich rauher ist; aber auch hier suchen die Bewohner durch Fleiß und Ausdauer dem Boden das möglichste abzugewinnen und haben auf den Hochflächen des weit gedehnten Waldes, allenthalben, wo die

Empfohlene Zitierweise:
Karl Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Backnang. H. Lindemann, Stuttgart, Stuttgart 1871, Seite 069. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:OABacknang.djvu/69&oldid=- (Version vom 1.8.2018)