Seite:Poe-Du bist der Mann!.djvu/11

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halbe Meile abschnitt. Diese Hufspuren verfolgend, kamen die Suchenden endlich zu einem stagnirenden Sumpfe, der durch die Brombeerbüsche zur Rechten des Weges halb verdeckt war; auf der andern Seite des Sumpfes aber verlor sich jede Spur. Wie es schien, so hatte hier ein Kampf irgendwelcher Art stattgefunden, und konnte man glauben, es sei ein großer, schwerer Körper – ein Körper, weit größer und schwerer als der eines Mannes – von dem Nebenwege weg in den Sumpf gezogen worden. Mit vieler Sorgfalt und Mühe wurde letzterer nun zwei Mal durchsucht, ohne daß jedoch etwas gefunden ward; und schon wollten die guten Rattleburger, am Erfolg verzweifelnd, sich wieder entfernen, als die Vorsehung Herrn Goodfellow den Gedanken eingab, das Wasser des Sumpfes abfließen zu machen.

Dieser Vorschlag wurde mit großem Jubel aufgenommen, und es ward dem alten Karlchen die Freude, seinen Scharfsinn und seine Besonnenheit in schmeichelhaftester Weise anerkannt zu sehen. Da von den Bürgen viele Spaten mitgenommen hatten, in der Voraussetzung, daß sie vielleicht einen Leichnam auszugraben hätten, so war der Sumpf bald und ohne Mühe trocken gelegt; und kaum war der Boden sichtbar, als man mitten im Schlamme

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Edgar Allan Poe: Du bist der Mann!. J. Scheible, Stuttgart 1861, Seite 142. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Poe-Du_bist_der_Mann!.djvu/11&oldid=- (Version vom 1.8.2018)