Seite:Predigt am fünf und zwanzig jährigen Regierungs-Feste Sr. Majestät des Königs von Baiern Maximilian Joseph.pdf/18

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die Feststellung und Sicherung ihrer Kirche gegen fremde Angriffe und Eingriffe betreffend, so viel es nur immer möglich war, zu entsprechen gesucht; hat er nie, auch nur das mindeste, Mißtrauen in die Treue, Ergebenheit und Redlichkeit seiner protestantischen Unterthanen zu erkennen gegeben, obschon es nicht an Menschen fehlen mochte, die sich in unsern Tagen gerne den Herzen der Monarchen mit der, aller Geschichte Hohn sprechenden, Lüge nähern möchten, als wäre der Protestantismus den Thronen minder zusagend als der Katholicismus. Nein, die Natter der Unduldsamkeit und der Anschwärzung hat nie bis zu des Königs Herz sich schleichen, hat unter seiner Regierung nie noch öffentlich ihr Haupt empor heben können. Daß er es wohl mit unsrer Kirche meyne, ja das hat er auch, wie schön! am Ende des vorigen Jahres durch Zusammenberufung weiser und erfahrner Männer bewiesen, welche mit Ernst und frommem Sinn vortragen sollten, was der evangelischen Kirche noth thue, und sich berathen sollten, wie diesem abgeholfen werden könne. Was er unsrer Kirche war, dankbar wird es im Vaterlande, mit hoher Achtung wird es im Auslande anerkannt und gerühmt; was er bisher unsrer Kirche war, das ist für uns wohl eine der größten Aufforderungen, das heutige Fest vorzüglich mit Danksagung und mit Gebet zu Gott zu begehen, der unserm Könige diesen Sinn, diesen Willen, diese Kraft gegeben hat.

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