Seite:Ramdohr-Venus Urania-Band 3.2.djvu/113

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In England schrieben die Dichter des zwölften und dreyzehnten Jahrhunderts französisch und lateinisch: [1] in Italien provenzalisch. [2] Sie treffen mit den Dichtern des nördlichen und südlichen Frankreichs zusammen. In den nordischen Sagen finden wir Spuren eines ähnlichen Geistes, die aber wenig ausgebildet sind. [3]


Achtes Kapitel.
Ideen der Romanenschreiber aus dem zwölften und dreyzehnten Jahrhunderte über Galanterie und Liebe. Romane vom Hofe Karls des Großen.

Es ist beynahe unmöglich, dem Alter der Romane und der Zeitfolge, worin sie verfertigt sind, auf die Spur zu kommen. Wir besitzen noch keine diplomatische Prüfung der äußern Form derjenigen Handschriften, welche für die ältesten angegeben werden. Außerdem wissen wir nicht, ob diese Handschriften den Roman, so wie er in Umlauf gekommen ist, und uns in unsern Exemplaren vorliegt, enthalten. Es ist höchst wahrscheinlich, daß der Stoff zu den mehrsten Werken dieser Art, die wir jetzt in Prosa, und in


  1. Warton’s History of english Poetry. London 1774. p. 39. und Eschenburgs Geschichte der englischen Poesie. Nachträge zum Sulzer B. 3. St. 2. S. 267.
  2. Eichhorns allgemeine Geschichte der Kultur. Erläuterungen. S. 97.
  3. Mallet Introduction à l’histoire de Dannemarc.