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Bald in dies Bordell, bald in jenes Bordell

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Und schenkte ihm Schlackwurst und Schnaps und so weiter. –

So erzählt Kuttel Daddeldu heiter, –
Märchen, die er ganz selber erfunden.
Und säuft. – Es verfliessen die Stunden.
Die Kinder weinen. Die Märchen lallen.

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Die Mutter ist längst untern Tisch gefallen,

Und Kuttel – bemüht, sie aufzuheben –
Hat sich schon zweimal dabei übergeben.
Und um die Ruhe nicht länger zu stören,
Verlässt er leise Mutter und Göhren.

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Denkt aber noch tagelang hinter Sizilien

An die traulichen Stunden in seinen Familien.



Alfred Richard Meyer Verlag, Berlin-Wilmersdorf
Bei mir erschienen:

Joachim Ringelnatz
Joachim Ringelnatzens Turngedichte
Kuttel Daddeldu oder Das schlüpfrige Leid
Munkepunke
Munkepunkes Gemisch-Gemasch
Munkepunkes Moden-Mystik
Munkepunkes Granat-Apffel
Munkepunkes Meta-Mor-Phosen
Munkepunkes Bowlenbuch
Munkepunkes Vorfreude
Munkepunkes Tanzplaketten
Munkepunkes Mode-Zeitung
Munkepunkes Malzbonbons

Edgar Firn
Edgar Firn, Bibergeil
Konrad Weichberger
Konrad Weichberger, Mein Hund und Mara Miroh
Paul Scheerbart
Paul Scheerbart, Die Mopsiade
Paul Scheerbart, Von Zimmer zu Zimmer
Paul Scheerbart, „Ja … was … möchten wir nicht Alles!“
George A. Goldschlag
George A. Goldschlag, Till Eulenspiegel

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Joachim Ringelnatz: Die gebatikte Schusterpastete. Meyer, Berlin-Wilmersdorf 1921, Seite 20. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Ringelnatz_Die_gebatikte_Schusterpastete.pdf/20&oldid=- (Version vom 1.8.2018)