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Wohnstuben des zweyten Stocks; und hier komme ich Ihnen gleich mit einem alten, ehrwürdigen Cicerone entgegen, an dessen Hand wir das Schloß sehen wollen. Dieser Cicerone ist Niemand anders, als der Wohlehrwürdige und Wohlgelahrte Bankau[1], weiland Pastor zu Dondangen, der im Jahre 1721 ein 4 Bogen langes Gedicht über Dondangen geschrieben hat, und solches, wie natürlich, seinem hochgütigen Patron dedicirte, vor dessen Sternen, wie er versichert, er seine Pflicht und seinen schwachen Musenton niederlegte. Der Anfang des Gedichtes muß schon Respekt vor

  1. Jakob Friedrich Bankau, bekannt als Verfasser einer mehrere mal aufgelegten lettischen Postille, war zuerst Prediger in Groß-Salwen, dann in Samiten, und endlich seit 1711 in Dondangen, wo er 1735 starb. Sein historisches, nur handschriftlich hinterlassenes Gedicht: „Dondangen“ dessen hier erwähnt wird, ist dem bekannten BornmannschenMitau“ nachgebildet und in derselben Versart geschrieben, diesem jedoch, was den poetischen Werth betrift, durchaus nicht an die Seite zu stellen. Ein paar mal erlaubt sich der ehrliche Bankau auch ganze Verse unabgeändert aus seinem Vorbilde zu entlehnen, —
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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 183. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/194&oldid=- (Version vom 11.5.2019)