Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/293

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Anlaß gab[1]. Während der Regierung Gotthard Kettlers hatte Goldingen im Jahr 1563 in einer Zeit von wenig Stunden 43 Häuser durch den Brand verloren, und litt in den Jahren 1585 noch dazu sehr von den durchziehenden polnischen Truppen des Kardinals Radziwill, gegen welche der Adel des Stiftes Pilten siegreich Krieg führte, und sie bey Zerenden aufs Haupt schlug, Als im Jahr 1587 Gotthard Kettler starb, und seine Söhne Friedrich und Wilhelm gemeinschaftlich Kurland erbten, wollten sich anfangs die beyden Brüder dergestalt theilen, daß Wilhelm in Kurland und Friedrich in Semgallen herrschte. Wilhelm bezog daher nach der Lehnsempfängniß das Schloß Goldingen im Jahr 1607 und hielt daselbst seinen Hof.

Die handschriftlichen Nachrichten der alten Stadtchronik erwähnen, daß in Jahr 1600 hundert Schweden in Windau gelandet und die Stadt geplündert, auch im Jahr 1601 den Hauptmann Barstroff und den Windauschen Bürgermeister Jung auf dem

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 282. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/293&oldid=- (Version vom 21.4.2019)
  1. Friebe, Geschichte Lief- Ehst- and Kur- lands. Seite 178. 2ter Theil.