Seite:Von Koburgischen Künstlern.pdf/12

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sondern lediglich auf Güte des Herzens und andere Tugenden sah; – abermahls ein deutlicher Beweis von seiner edeln Denkart.

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 Der erstgeborne Sohn, Johann Walther, mit welchem ihn seine Gattin im nächsten Jahre, 1750, erfreute, erlernte von ihm die Steinschneiderkunst, die er gegenwärtig in Petersburg, wo er sich verheyrathet und häuslich niedergelassen hat, mit dem glücklichsten Erfolg treibt, und Ehre und Reichthum dadurch erwirbt. Er schneidet, was, und wie man es haben will, erhöhet und vertieft, auch nach Art der Griechischen und Römischen Gemmen. Er hat schon sehr viele Meisterstücke geliefert, worunter, vorzüglich die wohlgetroffenen Bildnisse vieler Großen des Rußischen Reichs gehören, nebst den mancherley Siegeln und Wappen derselben, die er in Stein schnitt, und die jedesmahl verändert und vergrößert werden, so oft ihre Besitzer neue Chargen bekommen. Den größten und allgemeinsten Beyfall aber erwarb er sich durch das Porträt seiner erhabenen Kaiserin, welches ganz herrlich ausfiel. Er erhielt dafür aus ihrer eignen Hand, was er verlangt hatte, nämlich hundert Species Ducaten, mit dem höchst schmeichelhaften

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Anonym: Von Koburgischen Künstlern in: Journal von und für Franken, Band 6. Raw, Nürnberg 1793, Seite 268. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Von_Koburgischen_K%C3%BCnstlern.pdf/12&oldid=- (Version vom 1.8.2018)