Seite:Zerstreute Blaetter V.djvu/178

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Jene gegen das Römische Joch, nicht eben das, was die Zeiten vor uns erlangten?

B. Zuerst mußt du bedenken, daß eine neue Sorge um Freiheit oder Wahrheit nicht schnell auf einmal erdacht werde; lange schleicht sie im Gemüth der Menschen umher, und wagt sodann durch ein geheimes Murmeln, durch laute und lautere Klagen einen Ausflug. Endlich läßt sie sich durch einige kühnere, drohende Worte hören.

A. Ferner.

B. Tritt nun kein gewaltsames Unrecht, keine augenscheinliche Nothwendigkeit dazu; ist keine Hoffnung eines fröhlichen, leichteren Versuchs im Anglanze; wisse, da sinkt in menschlicher Weichheit und Fahrlosigkeit auch das Beste wiederum zu Boden.

A. Traurig!

B. Es sei denn, daß ein edler, zugleich sinnreicher Geist aufstehe! Eine wunderbare Hoffnung ruft sodann auch die Schweigenden auf; und um

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottfried Herder: Zerstreute Blätter (Fünfte Sammlung). Carl Wilhelm Ettinger, Gotha 1793, Seite 162. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zerstreute_Blaetter_V.djvu/178&oldid=- (Version vom 1.8.2018)