Sprechsaal (Die Gartenlaube 1886)

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Titel: Sprechsaal
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aus: Die Gartenlaube, Heft 1 bis 52
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1886
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Heft 7[Bearbeiten]

[132]


Heft 9[Bearbeiten]

[164] Neues für den Haushalt. Vielfach ist von unseren Abonnenten der Wunsch geäußert worden: wir möchten im Sprechsaal unaufgefordert von Zeit zu Zeit über neue praktische Erfindungen, Geräthe etc., die für den Haushalt bestimmt sind, kurz berichten. Wir kommen hiermit auch diesem Wunsche nach und erwähnen zunächst

eine neue Petroleumlampe für den Familien- und Studirtisch,

welche von der bekannten Lampenfabrik Schuster und Bär in Berlin unter der Bezeichnung „Neue Patent-Reichs-Lampe“ auf den Markt gebracht wird. Ihre Leuchtkraft erreicht das Doppelte einer gewöhnlichen Tischlampe mit weitestem Brenner. Daher genügt eine Lampe für den Familientisch, an dem drei bis vier Kinder ihre Schularbeiten zu machen haben und die Mutter ihre Näherei besorgt; ebenso verbreitet sie auf dem größten Studirtische genügende Helle, ohne durch Hitze zu belästigen, da der bereits früher in der „Gartenlaube“ (Jahrgang 1882, Nr. 49) besprochene Doppelcylinder dieselbe abschwächt.

Eine eigenartige Konstruktion verhindert durch Luftzuführung die Erhitzung des Petroleums und schließt dadurch die Explosionsgefahr aus. Der Oelverbrauch ist um ein Geringes größer als bei den gewöhnlichen Lampen, was aber bei denjenigen nicht in die Wagschale fallen wird, die ihre gesunden Augen brauchen und zu erhalten wünschen. Die Reinigung der einfach und dauerhaft konstruirten Lampe ist ebenso wie das Abschneiden des Dochtes und das Eingießen des Petroleums bequem und leicht zu handhaben. Dasselbe System ist auch bei Hängelampen ausgeführt, die in entsprechender Dochtgröße mit einer einzigen Flamme einen ziemlich großen Salon glänzend zu erleuchten vermögen. Die Form ist bei den Tisch- wie bei den Hängelampen geschmackvoll und elegant.


Heft 12[Bearbeiten]

[216] Zur Frage 2 (vergl. Sprechsaal S. 132) wird uns aus unserm Leserkreise Folgendes geschrieben: „Wir empfehlen ihnen dringend den Milchkocher nach Professor Dr. Solltmann. Dieser einfache in jeden beliebigen Topf passende Apparat ist von der größten Wichtigkeit für die Ernährung von Säuglingen. Er ermöglicht, Milch beliebig lange - ohne Ueberlaufen oder Anbrennen derselben - zu kochen, und bietet somit, da nach den neuesten wissenschaftlichen Forschungen schon ein 20 Minuten langes Kochen zur Tödtung etwaiger Pilzkeime genügt, die unbedingte Sicherheit, eine von Ansteckungskeimen befreite Milch genießen zu können. Die bedeutendsten Autoritäten empfehlen den Apparat und wird solcher - durch Marke gesetzlich geschützt - inkl. Gebrauchsanweisung und Bürste vom Klempnermeister Herrn Louis Gaschaé in Wittstock für eine Mark nach allen Richtungen der Windrose versandt."


Frage 7: Was versteht man unter Wurstgift und welche Schutzmaßregeln giebt es gegen dasselbe?

Antwort: Nach dem Genuß verschiedener Fleischspeisen, namentlich aber der Würste, hat man von Zeit zu Zeit Krankheiten beobachtet, die den Charakter einer Vergiftung trugen. Besonders häufig sind diese Erkrankungen in Württemberg und Baden aufgetreten; in Schwaben allen hat man bis in die neueste Zeit Erkrankungen mit 150 Todesfällen beobachtet. Das Gift, dessen Zusammensetzung nicht bekannt ist. bildet sich von selbst durch eine eigentümliche Fäulniß des Fleisches oder des Fettes in ungenügend gekochten und geräucherten oder schlecht aufbewahrten Fleischspeisen. Besonders die durch ihre Größe sich auszeichnenden Würste („Schwartenmagen“ und „Preßsack“.) geben Ursache zu den sog. Wurstvergiftungen. Die schädlichen Fleischspeisen sind in der Regel eigenthümlich verfärbt und haben einen säuerlichen, oft widerwärtigen Geschmack. Gute Zubereitung und zweckmäßige Aufbewahrung der Fleischwaren sind die einzigen Schutzmaßregeln gegen das in seinen Wirkungen so verderbliche Gift.


Frage 8: Wir besitzen eine Restauration und beziehen im Winter „frische“ Hummern, die jedoch oft in erfrorenem Zustande anlangen. Wie soll man solche Hummern behandeln?

Antwort: Die erstarrten Hummern müssen sofort nach der Ankunft in kaltem Wasser aufgethaut und dann gekocht werden. Bringt man die erstarrten Hummern sofort in heißes Wasser, so erhält man krümliges und schlecht schmeckendes Fleisch.


Frage 9:. Wie ich gehört habe, werden Thongeschirre mit bleihaltigen Glasuren in den Handel gebracht, die gesundheitsschädlich sind. Woran kann man solche Glasuren erkennen

Antwort: Jedes neugekaufte mit Glasur oder Email versehene Geschirr sollte man vor dem Gebrauch mit heißem farblosen Essig, der mit Wasser verdünnt wird, füllen und mindestens eine Stunde lang an einer warmen Stelle des Kochherdes stehen lassen. Nachher läßt man die Flüssigkeit erkalten und gießt sie in ein durchsichtiges Trinkglas. Nun bringt man in dieselbe einige Tropfen klarer Schwefelleberlösung, die in jeder Apotheke erhältlich ist. Ist lösliches Blei in der Glasur vorhanden, so tritt eine Reaktion ein: bei geringeren Mengen von Blei färbt sich die Flüssigkeit bräunlich, bei größeren Mengen bildet sich ein braunschwarzer Niederschlag. Gefäße, die letztere Reaktion zeigen, sind mit Vorsicht zu aufzunehmen. Man wiederhole darum das oben geschilderte Verfahren nochmals; zeigt sich auch zum zweiten Male schwärzliche Färbung oder schwarzer Niederschlag, so ist das Gefäß als gesundheitsschädlich zu erachten.

Frage 10: Giebt es für Damen ein größeres Institut zur praktischen Ausbildung in der landwirthschaftlichen Haushaltung (Ökonomie)? Vielleicht in Süddeutschland?


Heft 15[Bearbeiten]

[276]


Heft 18[Bearbeiten]

[324]


Heft 23[Bearbeiten]

[408]


Heft 31[Bearbeiten]

[556]


Heft 45[Bearbeiten]

[804]


Anmerkungen (Wikisource)