Teufelsbruch und Teufelshut

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Teufelsbruch und Teufelshut
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. Anhang: Die Sagen des Herzogthums Sachsen-Altenburg, S. 379
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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72) Teufelsbruch und Teufelshut.[1]
Mündlich.

Einmal ist zur Weihnachtszeit der Teufel in der Nähe von Ehrenberg bei Altenburg ohne Hut spatziren gegangen und hat, weil es grimmig kalt war, sehr am Kopfe gefroren, da hat er von dem nahen Felsen sich einen ungeheuern Stein losgerissen und sich ihn als Hut auf den Kopf gedrückt. Wie er sich nun aber in den Spiegel der Pleiße beschaute und über seine neue Kopfbedeckung freute, da kam gerade der heilige Christ beladen mit vergoldeten Aepfeln und Nüssen und schönen Spielsachen für die Kinder die Straße daher, gleich zog der Teufel höflich seinen Steinhut und setzte ihn boshafter Weise gerade hin auf den Fußsteig und freute sich schon, wie der h. Christ jetzt einen Umweg machen müsse, aber der kehrte sich wenig daran, er hob den viele hundert Centner schweren Stein mit zwei Fingern auf und setzte ihn auf ein wüst liegendes Stück Feld auf dem nahen Berge, wo er noch heute liegt, und ging ins Dorf und theilte Haus für Haus den Kindern ihre Bescheerung aus.


  1. Ist offenbar dieselbe Sage wie oben Nr. 53, und unter Nr. 76, nur verschieden erzählt und mitgetheilt.