Thränenwonne

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Thränenwonne
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 173
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Breslau
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons, Google
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]
[173]
Thränenwonne.


Welch überseliges Entzücken,
Zu weinen, und gerührt zu sein!
Nur Thränen können mich beglücken,
In Thränen ist der Himmel mein.

5
Es gleicht mein Auge, wenn ich weine,

Der wonniglichen Morgenau,
Auf der im Regenbogenscheine
Sich Geister spiegeln in dem Thau.

Die Seligen, die Leidenlosen,

10
Der Abgeschiednen Liebesschar,

Und meines Traumes Engel kosen
Mit mir dann minder unsichtbar.

Die Thränen sind die Wundergabe,
Durch die des Grams ich mächtig bin;

15
Nur wenn ich Thränen nicht mehr habe,

Ist aller Trost für mich dahin.