Tischkarten

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Titel: Tischkarten
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 4, S. 132 a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
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Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[132] Tischkarten. Elegante Tischkarten bereichern sehr wirksam den Schmuck einer Festtafel, zählen aber teilweise wirklich schon zu den Luxusartikeln, so daß eine Anregung zu ihrer Selbstanfertigung willkommen sein wird. Wer im Zeichnen und Malen geübt ist, findet gewiß Freude an der Verstellung der Saisonneuheit, der großen einzelnen Blüten, Schmetterlinge und Vögel (die Originale messen 9 bis 20 cm Breite), die in lebhaften Farben gehalten und in bunter Reihe verwendet nicht nur reizend aussehen, sondern auch Anlaß zu allerlei Scherzen geben. Vorlagen finden sich in naturwissenschaftlichen Werken und Bilderbüchern.


Die Gartenlaube (1899) b 0132 a 6.jpg

Tischkarten.



Um die Arbeit schneller zu fördern, nimmt man für Konturen und dunkle Stellen den Brennstift, zum Ausmalen genügen einfache Wasserfarben: der Karton darf nicht zu stark sein, damit man den Außenrand bequem und scharf ausschneiden kann. Zur Befestigung der Karten an dem Weinglase wird der Rückseite ein schmaler Kartonstreifen an seiner oberen Hälfte gegengeklebt, während das untere abgebogene Ende als Stütze dient. Wo nötig, wegen zu dunkler Farben, befestigt man zum Aufschreiben des Namens querüber ein Papierstreifchen. Viel schneller als diese Prachtexemplare sind die einfachen, aber vornehm wirkenden Karten herzustellen, deren linke, zuweilen auch umgebogene obere Ecke ein Siegel, ein Wappen, ein Monogramm oder auch Buchstaben schmucken. Hier empfiehlt sich auf einfachen weißen oder leicht getönten Karten die Verwendung der in allen größeren Papiergeschäften käuflichen Siegelmarken: der Kleeblätter, der verschiedenfarbigen Glückssiegel mit Pilzen, Hufeisen, Schweinchen etc., wie auch der reicheren goldigen Marken mit Reliefprägungen; Monogramme und Buchstaben sind sauber mit Gold oder einer leuchtenden Farbe zu schablonieren und die fehlenden Verbindungsstriche dann einzuzeichnen. Erhält die schmale weiße Karte Blumenschmuck, so wählt man hierfür auch einzelne Blüten, die dem Kartenrande überstehen müssen. Schließlich sei noch einer allerliebsten Neuheit gedacht, der „Deutschen Glückspostkarte“ mit Kleeblattmarke 17 1/2 cm zu 9 1/2 cm groß, die entweder dem Herrn seine Tischdame anzeigt oder als Tischkarte selbst dient, und in letzterem Falle durch ein der Rückseite aufgeschriebenes launiges und bezügliches Verschen zur Heiterkeit beiträgt.


Die Gartenlaube (1899) b 0132 a 6.jpg

Vorlagen für Tischkarten.