Topographia Austriacarum: Clausen

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Topographia Germaniae
Clausen (heute: Klausen)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1679, S. 81.
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Claussen (Merian).jpg
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Clausen / Clusa, Clusium, Chiusa Ital.

Es liegt dieses Stättlein auff der Landstrassen / die von Potzen nach Insprugg führet / zwischen besagten Potzen / und Brixen / und zwar 2. Meilen / so nicht groß / von Brixen / und 6. von Stertzingen / beym Wasser Isack / oder Eisack / und hat den Nahmen von dem engen Paß allda. Gehört / sampt dem hohem Berg-Schloß / so viel das Einkommen anbelangt / dem Bischoff von Brixen: aber die Landsfürstliche Obrigkeit hat Oesterreich / wie Grasserus in seiner Schatzkammer meldet. Ist an statt der obgedachten durch die Hunnen zerstörten Bischofflichen Statt Seben / (von welcher oben bey Brixen / und die nie wieder recht erbauet worden /) an dem Fuß deß Bergs / und Schlosses Sabionae auffkommen. Wird auch noch Seben genant; wiewol Theils nur das hochgelegene uhralte Schloß / sampt seiner Zugehörde / also; die Statt aber unten die Clause / und das untere Schloß / so auch auff einem Berge / oder Felsen / gelegen / Prantzol / heissen. Es hat zu Seben 2. Kirchen / bey dem H. Creutz / und bey unser lieben Frauen: Und unten in dem Stättlein auch 2. nemlich die Pfarrkirch bey S. Andre / und die Kirche bey den Apostlen; wie auß der Abbildung dieses Orts klärlicher zu sehen ist.