Topographia Hassiae: Gemünden an der Wohra

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aus Topographia Hassiae, Text von Martin Zeiller, Illustrationen von Matthäus Merian
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Gemünde (Merian).jpg
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Gemünden an der Wohra.


Lieget in Ober-Hessen / in einem Thal / vnnd ergiesset sich dieser Fluß / nach dem er sich mit der Ohm vermengt / endlich vnter Schönstatt in die Löhne. Es sind zu Gemünden die weyland vornehme Theologi, Doctor Conradus Dietericus, Vlmischer Kirchen hochverdienter Superintendens, vnnd Doctor Johannes Dieterich Superintendens zu Giessen / so dann Herr Christophorus Scheiblerus, auch ein berühmter Mann / vnnd Superintendens zu Dortmünd / geboren worden.

Anno 1583. den sieben vnnd zwantzigsten Septembris / thäte der Brandt deß Orths Schaden. Zu nechst vber diesem Stättlein / ist das vornehme Closter vnd Hospital Heina / welches in Anno 1221. durch die Münche zu AltenHeina Cistertienser Ordens / zu bawen angefangen worden. Ist sehr reich an Einkommen / vnnd ein weitläufftig herrlich Gebäw / besonders aber die Kirch. Besihe oben Franckenberg / vnd drunden Haina. Es hat dieses Closter seine besondere grosse Wälde vnnd Bergwerck / in denen / vornemblich am Keller / ein gut Eysen gegraben wird / welches beydes zum schmiden / vnnd giessen / bequem ist.

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