Topographia Saxoniae Inferioris:Boxtehude

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Topographia Germaniae
Boxtehude (heute: Buxtehude)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1653, S. 41–42.
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Boxtehude.

Eine Statt / im Ertzstifft Bremen / am Wasser Esse / oder Este / nit weit von der Elb / vnd 3. meilen vnterhalb Harburg / gelegen; allda anfangs etliche von Adel / deß Geschlechts von Boxtehuda / ein Jungfraw Closter gestifftet / dadurch dieser Ort also zugenommen / vnd vermehret / daß er / zun Zeiten Käysers Rudolphi I. mit Statt-Gerechtigkeit / vnd Freyheiten / vom Ertzbischoff Giselberto zu Bremen / begabet worden / vnd endlich in den Hanseatischen Bund kommen ist. Besagtes Wasser Esta / so auß dem Lüneburger Land kommet / laufft gegen Mittag daran her; von dannen es in die Elb fliesset / vnd von der Elb also wächst / daß auch die Last-Schiffe / von fernen Orten / sicher zur Statt kommen können; wie Chytraeus lib. 2. Sax. p. 61. vnd Werdenhagen / am Ende deß 2. Capitels / deß 3. Theils von den Hansee-Stätten / [42] schreiben. Von hinnen / wann man zur Estabrucken hinab raiset / hat man durch sehr fruchtbare Aecker / vnd stetswärende Gärten deß Alt-Landes / biß zum Fluß Suinga / vnd der Statt Stade / 3. Meilen. Anno 1424. ward Boxtehude / von den Hertzogen zu Braunschweig vergebens gestürmet. An. 1552. hat Graf Volrad von Manßfeld diese Statt auch vergeblich belagert / hergegen die Jungfrawen-Clöster nahend der Statt verbrennet. An. 1632. den 4. Martij / nahm Buxtehude der Schwed. General / Achatius Todt / mit Accord ein. Nachgehends ward sie dem Ertzstifft Bremen / von den Schweden gutwillig restituirt: Aber An. 1645. den 18. Tag Hornungs / ergab sich diese Statt / ohn einigen Canon-Schuß / auff Gnad vnd Vngnad / wieder an die Schwedisch-Königsmärckische. Anno. 47. wurde allhie auff dem Creutzstand / so eine Insul / zum Stifft Bremen gehörig / vnd in der Elbe / gegen Glückstatt über / gelegen / von den Schwedischen / ein Blockhauß gebawet.