Topographia Saxoniae Inferioris:Zorbeck

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Topographia Germaniae
Zorbeck (heute: Zörbig)
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Nahmen-Register
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1653, S. 242.
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Zorbeck / Zorbiga,

Von theils Sorbick genant / so von den Xorabis den Nahmen haben solle / vnd welches Stättlein Anno 1260 zum Stifft Magdeburg / durch desselben Ertzbischoffen Rupertum, gebracht worden ist; wie Pomarius, Abraham Sauer / vnd Dresserus, melden: welcher Letzte auch part. 4. Isag. Histor. p. 394. schreibet / es habe / vor Zeiten / allhie auch eine Pfaltzgraffschafft gehabt/ so Keyser Otto II. angerichtet haben solle / damit die Sachsen einen Ober-Richter in Rechtssachen hätten. Vnd dieses Ampt hätten / lange Zeit / die Marggraven auß Meissen vertretten / die sich Pfaltzgraven in Sachsen geschrieben / vnd deßwegen einen gelben Adler/ in einem Himmelblauen Felde / geführet haben. Vnd part. 5. Isag. oder in dem Stättbuch / saget Er p. 628. Es seye Zorbig ein Meißnisch Stättlein / aber Anno 1260. wie obgemelt / an das Ertzstifft Magdeburg kommen: Anno 1346. habe solches / der Graff von Henneberg / heimlicher weise einzunehmen sich vnterstanden; aber die Burger seyen gewarnet worden / haben die Gräben deß Stättleins tieffer gemacht/ vnd / auff das / von dem Wächter gegebenes / Zeichen / den Feind tapffer abgetrieben / etc. In den newisten Schafften / vnd Beschreibungen deß Ertzstiffts Magdeburg / wird dieses Stättleins nicht gedacht / noch solches vnter die andere Magdeburgische Stätte gesetzt; auß was Vrsach / ist vns vnwissend. Sihe den Theil dieser Topographiae Germaniae, der vom hochlöblichsten OberSächischen Craisse handelt; daselbsten auch Güterbock / Querfurt / vnd andere Ort / so von dem besagten Ertzstifft Magdeburg / nicht allein Anno 1635. vermög deß zu Prag; sondern auch deß Anno 1648. zu Münster / vnd Oßnabrugg / getroffenen General Reichs-Frieden-Schlusses / erblich an Chur-Sachsen kommen seyn. Sihe auch oben Magdeburg.