Topographia Westphaliae: Rotenburg

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Topographia Germaniae
Rotenburg (heute: Rotenburg (Wümme))
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1647, S. 61.
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Rotenberg / Rotenburg / Rodenborg

Im Stifft Verden / so zum Westphälischen Craiß gehörig / vnnd nicht gar fern von desselben Hauptstatt Verden / an einem Wasser gelegen. Gaspar Bruschius, de Episcopat. German. cap. 14. schreibet: Daß der sechs vnd dreyssigste Bischoff zu Verden / Nicolaus, so Anno 1334. gestorben / das Schloß zu Rotenberg / so die sicherste Vestung dieses Bischthumbs / fortificieren lassen. Der neun vnd viertzigste Bischoff Bertholdus, habe die Statt Rotenberg / oder Rotenburg / mit tieffen Gräben / vnd vestern Mawren versehen / vnd die Vorstatt mit eingeschlossen. Ist Anno 1503. gestorben. Vnd dieses sagt Bruschius. Anno 1547. hat die Besatzung allhie / das Stättlein bey dem Schloß / selbsten angezündet / vnnd verbrandt; vnd das Schloß / nach vierzehen Tägiger Belägerung / Graff Albrechten von Mannßfeld / vnd den Evangelischen Bundsverwandten / auffgeben. Anno 1626. hat diese Statt der General Tilly eingenommen. Anno 1644. lagen allhie die Schwedischen. Anno 1645. eroberten solchen Ort dieselbigen mit Gewalt. In den vorigen Jahren / nämlich / vmbs Jahr 1415. hat Hertzog Heinrich von Lüneburg / dieses deß Stiffts Verden Haupt-Schloß gewonnen / vnd dasselbige eine gute Zeit innen gehabt / zu Verdrieß Graffen Heinrichs von der Hoya / der dasmal zu einem Bischoff desselbigen Stiffts Verden erwöhlet war; wie in der Braunschweigischen Chronic / am 425. Blat stehet.