Ueber die Erlernung fremder Sprachen aus Büchern

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Autor: Daniel Sanders
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Titel: Ueber die Erlernung fremder Sprachen aus Büchern
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 21, S. 346–348
Herausgeber: Ernst Ziel
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1883
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Ueber die Erlernung fremder Sprachen aus Büchern.

Welches Lehrbuch wähle ich am zweckmäßigsten für die Erlernung dieser oder jener fremden Sprache? Welche Methode ist hierfür die empfehlenswertheste, die am schnellsten und dabei doch zugleich auch am sichersten zum Ziele führende? Ist es überhaupt möglich, aus Büchern – und nur aus solchen – eine Sprache zu erlernen? und wie viel Zeit nimmmt die Erlernung bei mittleren Anlagen und ausdauerndem Fleiße in Anspruch?

Derartige fortwährend bei der Redaction der „Gartenlaube“ aus den verschiedensten Kreisen einlaufende Anfragen geben Zeugniß dafür, wie weit verbreitet und wie tief empfunden das Bedürfniß und der Drang nach Erlernung fremder Sprachen bei uns ist. Um so zweckmäßiger und ganz der „Gartenlaube“ entsprechend erschien darnach ein zusammenfassender Aufsatz, der nicht nur den vielen einzelnen Fragestellern willkommen sein wird, sondern hoffentlich auch dem weit ausgedehnten Leserkreise dieses Blattes überhaupt, wohl Manchen eine erwünschte Anregung gebend und die Betheiligten zugleich vor schwindelhafter Ausbeutung gläubigen Vertrauens warnend und bewahrend, wie andererseits ihnen das wahrhaft Empfehlenswertheste empfehlend.

Der ehrenvollen Aufforderung der Redaction zu einem solchen Aufsatze bin ich mit Freuden nachgekommen, und theile im Folgenden nach bestem Wissen und Gewissen die Ergebnisse einer auf sorgfältige und eingehende Prüfung sich stützenden vieljährigen Erfahrung mit.

Ich beginne mit der sogenannten Methode „Toussaint-Langenscheidt“, mit der ich mich besonders eingehend vertraut zu machen vielfach Gelegenheit gehabt. Toussaint und Langenscheidt, die beiden Verfasser des „brieflichen (französischen) Sprach- und Sprechunterrichts für das Selbststudium Erwachsener“, erheben – wie sie in ihrem „Prospect“ freimüthig bekennen – durchaus nicht den Anspruch, eine „neue“ Unterrichts- und Lehrweise „erfunden“ zu haben; sie haben vielmehr nur die für Erwachsene als besonders erprobt bewährten Lehrarten von Jacotot, Hamilton und Robertson zu einem in sich gegliederten Ganzen verbunden. Was sie aber als ihr eigenstes Verdienst dabei in Anspruch nehmen und mit vollstem Recht in Ansprach nehmen können, ist die umfassende und bis auf das Einzelnste und Feinste sorgfältige und genaue Darstellung der Aussprache mittelst eigener, leicht dem Gedächtniß sich einprägender Zeichen.

Ich theile hierfür das Zeugniß mit, das Dr. F. Booch-Arkossy im Vorwort seines weiter unten zu besprechenden „Lehr- und Lesebuches der französischen Sprache“ abgegeben hat in der Anerkennung, das durchgeführte Aussprachesystem in den mit allseitigem Beifall aufgenommenen Unterrichtsbriefen von Toussaint und Langenscheidt habe sich so ausgezeichnet bewährt, daß auch das als classisch anzuerkennende große „Encyklopädische französisch-deutsche und deutsch-französische Wörterbuch“ von Sachs und Villatte diese Darstellung angenommen und durchgeführt hat.

Ich hebe nun aus dem Toussaint-Langenscheidt’schen „Prospect“ folgende Stellen aus:

„Jedes Lebensalter über vierzehn bis sechszehn Jahre befähigt zur selbstständigen Theilnahme am Unterricht.“

„Vorkenntnisse oder besondere Fähigkeiten werden nicht vorausgesetzt.“

Daß jeder Erwachsene, der deutsch Geschriebenes zu lesen und zu verstehen im Stande ist, sich mit dem vollen Vertrauen, das vorgesteckte Ziel auch wirklich zu erreichen, an dem Unterricht betheiligen kann, ist ein wesentliches und kennzeichnendes Merkmal der im Langenscheidt’schen Verlage erschienenen Sprachbriefe. Alles, was für den zu erreichenden Zweck erlernt werden muß, findet sich an der geeigneten Stelle vollständig in der einfachsten und faßlichsten Weise erklärt und aus einander gesetzt. Der Lernende braucht an Kenntnissen Nichts als das Verständniß des in deutscher Sprache klar und deutlich Dargelegten mitzubringen. Dagegen wird andererseits eine tüchtige Willensfestigkeit und Stärke vorausgesetzt, die sich in anhaltendem Fleiß und zäher Ausdauer zu bethätigen hat.

„Will man zum Ziel gelangen,“ heißt es in dem Prospecte, „so muß gründlich und eifrig hinter einander gelernt werden. Wer ‚etwas‘, ein wenig Englisch oder Französisch treiben will, fange lieber gar nicht an. Ohne eine gewisse Selbstüberwindung, ohne den festen, unerschütterlichen Vorsatz: ‚Du willst die Sprache gründlichst erlernen‘, kommt man nicht zum Ziele; warm muß man beim Lernen werden. Und von den Elementen an muß das Studium unausgesetzt fortgeführt werden.“

Sowohl die englischen wie die französischen Unterrichtsbriefe enthalten je sechsunddreißig Briefe in zwei Lehrstufen, von denen der Prospect die erste als Nothbehelf für das dringendste Bedürfniß, die folgende als unerläßliche Ergänzung zu einem festen, sichern Wissen und Können bezeichnet. Für jeden Brief wird bei mittlern Fähigkeiten und einem täglichen fleißigen und beharrlichen Studium von anderthalb bis zwei Stunden die Zeit von vierzehn Tagen in Anspruch genommen, also für jede Lehrstufe von achtzehn Briefen etwa neun Monate, das heißt für die beiden Stufen anderthalb Jahre.

Man ersieht hieraus wohl, wie entfernt die Verfasser davon sind, in Denen, die sich ihrem Unterricht anvertrauen wollen, trügerische Hoffnungen zu erwecken. Man vergleiche damit, was Booch-Arkossy in dem Vorwort zu seinem schon erwähnten Lehr- und Lesebuch der französischen Sprache über die erforderliche Dauer [347] des Studiums sagt. Dieses für höhere Lehranstalten berechnete Buch setzt Lernende voraus, „die mindestens mit der Grammatik der deutschen Muttersprache durchaus fertig und darin sicher sind.“ Das Ziel (allseitige Fertigkeit im Sprechen, Verstehen und schriftlichen Gebrauch des Französischen) ist mit fleißigen Schülern in Jahresfrist für viele Kreise sicher zu erreichen; mit zwei oder drei oder selbst sechs Monaten ist es nicht gethan. „Wer das Gegentheil behauptet, täuscht unwissentlich sich selbst oder wissentlich Andere.“

Manchem freilich mag es vielleicht verlockend genug klingen, wenn ihm ein „Meisterschafts-System zur praktischen und naturgemäßen Erlernung der englischen und (der) französischen Geschäfts- und Umgangssprache“ geboten wird als „eine neue Methode, in drei Monaten eine Sprache sprechen, schreiben und lesen zu lernen“, angekündigt wird, zumal wenn noch ausdrücklich hinzugefügt ist, daß „kein anhaltendes Studium erforderlich“ sei.

Natürlich läuft das Ganze, wie es bei Booch-Arkossy heißt, auf „einige Dutzend mechanisch eingeübter Phrasen und Gesprächsformen“ hinaus. Ein wirkliches Kennen und Können einer Sprache ist – wie jeder ein wenig Nachdenkende sich von vornherein selbst sagen muß – in so kurzer Zeit und zumal auf solche Weise, „ohne anhaltendes Studium“ nicht erreichbar. Man beachte z. B. nur die bei Toussaint-Langenscheidt so sorgfältig und meisterhaft behandelte Aussprache und sehe, wie es in dem sogenannten „Meisterschafts-System“ dafür heißt:

„Die richtige Aussprache kann man sich ohne einen Lehrer kaum erwerben. Wo es irgend möglich ist, empfehle ich daher, sich von einem geborenen Franzosen die Hauptsätze vorlesen zu lassen und ihm dieselben zuerst Wort für Wort und dann im Zusammenhange nachzusprechen. Doch genügt auch die Hülfe eines Deutschen, welcher mit der Aussprache vollständig vertraut ist.“

Ich glaube kein Wort über ein solches „Meisterschafts-System“ hinzufügen zu müssen, und wende mich nun wieder zu den Toussaint-Langenscheidt’schen Unterrichtsbriefen. Hier heißt es in der Einleitung:

„Jedes Sprachstudium macht Mühe, und wir sind weit entfernt zu sagen, daß unsere Methode diese gänzlich erspare … Dagegen können wir, gestützt auf Erfahrung, Jedem die beruhigende Versicherung geben, daß das Interesse, welches unsere Methode bei jedem Denkenden erweckt, die erforderliche Mühe so sehr verringert, daß sie kaum empfunden wird; denn bald findet jeder Lernende Vergnügen, ja Genuß am Studium … Auch wolle sich Jeder überzeugt halten, daß er das Ziel – bei Beharrlichkeit und pünktlicher Befolgung der gegebenen Vorschriften – sicher erreichen wird.“

Dieses Ziel ist die Verbindung des Kennens und des Könnens der fremden Sprache, und mit gutem Bedacht haben demgemäß Toussaint und Langenscheidt ihre Methode als „brieflichen Sprach- und Sprechunterricht“ bezeichnet. Diese Verbindung der Sprachlehre mit dem Sprechenlernen; die jede Ermüdung verhütende planmäßige Vertheilung des Lehrstoffes (unter fortwährender Berücksichtigung aller Theile des Sprachwissens und der Sprechübungen) in kurze und übersichtliche Abschnitte; das stufenmäßige, sichere und stetig wahrnehmbare Fortschreiten und die, bei der vom Lernenden selbst mit voller Sicherheit zu beschaffenden Fehlerverbesserung, geübte fortwährende Selbstcontrole sowohl über das bereits fest in sein geistiges Eigenthum Uebergegangene einerseits, wie andererseits über das noch einer wiederholten Durchnahme oder doch wenigstens einer festern Ein- und Nachübung Bedürftige, – diese Vorzüge der Methode Toussaint-Langenscheidt sind es, die dem rastlos auf das Ziel zuschreitenden Schüler seine Mühe erleichtern und versüßen.

Muß es ihn doch mit Freude und muthigem Selbstvertrauen erfüllen, wenn er sieht, wie er stetig fortschreitet. Ueberall fühlt er sichern und festen Boden unter seinen Füßen; denn nirgend wird ihm eine Aufgabe zugemuthet, die er nicht mit Zuhülfenahme des bis dahin Erlernten vollständig zu lösen im Stande wäre. Nichts treibt und zwingt ihn, zu etwas Späterem vorzuschreiten, ehe er sich in dem Vorhergegangenen vollständig befestigt hat, im Gegentheil leiten ihn etwaige Fehler in seinen Lösungen immer wieder zu den Punkten zurück, in denen sein Wissen entweder noch eine Lücke oder doch wenigstens nicht die gehörige Sicherheit zeigt, und indem er die Lücke ausfüllt oder die Unsicherheit durch weitere Einübung beseitigt, gewinnt er eine vollkommen feste und zuverlässige Grundlage für den Fortgang. Daraus erklärt es sich, daß fleißige und gewissenhafte Schüler der genannten Unterrichtsbriefe im Stande sind, sich aus denselben – und nur aus denselben – ein genügendes, festes und lückenloses Wissen in der betreffenden Sprache und eine bedeutende Fertigkeit in derselben anzueignen, wie denn die Einleitung die nachgewiesene Thatsache hervorheben kann, „daß Leute, welche keine einzige Stunde mündlichen Unterrichts im Französischen, beziehungsweise im Englischen genossen, sich lediglich durch das Studium der Unterrichtsbriefe so weit gebracht, die staatliche Prüfung als Lehrer des Französischen oder des Englischen gut zu bestehen, und daß sogar in derartigen Prüfungen die Schüler dieser Unterrichtsbriefe sich in der Regel auch durch ihre Aussprache vortheilhaft hervorthun“.

Ich bin weit davon entfernt, den – zum Theil sehr hohen – Werth anderer Hülfsmittel zur Erlernung lebender Sprachen zu verkennen; aber für das Selbststudium von erwachsenen Deutschen muß ich doch nach bestem Wissen und Gewissen die im Langenscheidt’schen Verlage erschienenen Toussaint-Langenscheidt’schen Unterrichtsbriefe in ihrer vervollkommneten und verbesserten Gestalt der dreißigsten Auflage, namentlich auch in Bezug auf die Aussprachebezeichnung, das Empfehlenswertheste nennen.

Die Langenscheidt’sche Verlagshandlung hat an die Spitze ihres Prospectes die folgende Bemerkung gestellt:

„Die Methode Toussaint-Langenscheidt ist geistiges Eigenthum der Langenscheidt’schen Verlagshandlung; sie wurde von ihren Begründern, beziehungsweise berufenen Mitarbeitern bis jetzt nur auf Englisch, Französisch und Deutsch[1] für Deutsche angewandt. Zu allen sonstigen, für die verschiedensten Sprachen und Nationen im In- und Auslande unter der Benennung ‚Methode Toussaint-Langenscheidt‘ oder ähnlicher Bezeichnung aufgetretenen Erscheinungen, beziehungsweise Nachahmungen stehen wir weder in Beziehung, noch sind dieselben unser Verlag. Dies ist gefälligst namentlich hinsichtlich einer neueren, von der literarischen Industrie auf den Markt gebrachten Nachbildung der englischen und französischen Unterrichtsbriefe zu beachten, die unter einer dem Originale täuschend ähnlichen, augenscheinlich auf Erregung von Irrthum speculirenden Bezeichnung erscheint.“

Man wird von mir nicht erwarten, daß ich einem schamlosen und elenden Freibeuter die Ehre der Erwähnung in diesem Blatte anthue; dagegen glaube ich eine andere, ehrliche Nachahmung der Methode „Toussaint-Langenscheidt“ nicht ganz unerwähnt lassen zu sollen, obgleich ich mich nicht in der Lage befinde, ein wirkliches Urtheil über dieselbe abzugeben. Ich meine die aus anderem Verlage in den von E. L. Morgenstern übergegangenen und dort nun weiter fortgesetzten „Sprachlichen Unterrichtsbriefe für das Selbststudium, nach der Methode Toussaint-Langenscheidt“. Bei diesem Unternehmen werden ehrlich und offen die englischen und französischen Unterrichtsbriefe des Langenscheidt’schen Verlages als die Meister und Vorbilder anerkannt, und es handelt sich hier um den Versuch, den bewährten Lehrgang in ähnlicher Weise auf Sprachen zu übertragen, welche in dem Langenscheidt’schen Verlage bisher nicht behandelt worden sind. Von diesem Unternehmen sind fünf Sprachen vollständig erschienen, zwei todte: Griechisch und Lateinisch, und von lebenden: Italienisch, Spanisch, Russisch. Vom Dänischen, vom Portugiesischen und vom Holländischen sind bis jetzt nur die Anfangsbriefe veröffentlicht. Alles bisher Erschienene liegt mir vor, und ich habe auch hier und da einen Blick in die Arbeit hinein gethan; aber ich kann und will darüber, wie gesagt, kein Urtheil abgeben, zu welchem meiner Ansicht nach nur Der berechtigt ist, der sich entweder gründlich in das betreffende Werk selbst vertieft hat oder es hat von Schülern durcharbeiten lassen. Wenn ich hier nicht verschweige, daß es mir scheint, als ob hier und da sich einzelne [348] Ausstellungen erheben ließen, so will ich damit dem Werthe des Ganzen durchaus keinen Abbruch thun. Es versteht sich, daß derartige Arbeiten sich beim ersten Wurfe nicht in der Vollkommenheit darstellen können, wie etwa die Toussaint-Langenscheidt’schen „Unterrichtsbriefe“ in der dreißigsten Auflage.

Ich komme nun auf ein schon mehrfach erwähntes höchst empfehlenswerthes Lehrmittel zur Erlernung fremder Sprachen zurück, nämlich auf die von F. Booch-Arkossy im Verlage von Breitkopf und Härtel unter Mitwirkung nationaler Gelehrten herausgegebene „Bibliothek ausführlicher Lehr- und Lesebücher der modernen Sprachen und Literaturen nach Robertson’s Methode“.

Wie bereits erwähnt, setzt diese vortreffliche „Bibliothek“ bei ihren Schülern größere Vorkenntnisse als die Toussaint-Langenscheidt’schen „Unterrichtsbriefe“ voraus und sie ist eigentlich für den Unterricht an „höheren Lehranstalten“ bestimmt und berechnet; doch können freilich auch „gebildete Selbststudirende“ dieses Lehrmittel mit gutem Erfolge benutzen, indem sie sich des in dem „Supplement“ zu jeder Sprache erschienenen „Schlüssels“ oder der Lösung der Aufgabe zur Verbesserung der von ihnen gemachten Fehler bedienen.

Erschienen sind in dieser „Bibliothek“ bisher die folgenden Sprachen: Französisch, Englisch, Italienisch und Spanisch.

Eine in demselben Verlage als Theil der „Bibliothek ausführlicher Lehr- und Lesebücher der modernen Sprachen“ erschienene „Neugriechische Grammatik“ von mir schließe ich natürlich hier ebenso von der Besprechung aus, wie oben meine „Deutschen Sprachbriefe“; aber ich glaube, rein sachlich und zum Nutzen unserer Gymnasialzöglinge, in Bezug auf die oben berührte Frage über das Kennen und Können einer erlernten Sprache auf das in dem Vorwort meiner „Neugriechischen Grammatik“ Ausgesprochene hinweisen zu dürfen und zu müssen.

Alt-Strelitz. Dan. Sanders.     



  1. Die von dem Verfasser dieses Aufsatzes herrührenden „Deutschen Sprachbriefe“ kommen hier, wo es sich nur um die Erlernung fremder Sprachen handelt, natürlich nicht in Betracht; andernfalls würde ich die Aufforderung der Redaction zu diesem Aufsatze für die „Gartenlaube“ zurückgewiesen haben, um nicht als „Redner für das eigene Haus“ zu erscheinen. So aber kann gerade der Umstand, daß ich auf den Wunsch der Langenscheidt’schen Verlagshandlung mich entschlossen habe, meine – im Zeitraume von drei Jahren in vier starken Auflagen erschienenen – „Deutschen Sprachbriefe“ nach der Methode Toussaint-Langenscheidt zu schreiben, dem Leser Zeugniß dafür ablegen, welch hohen Werth ich – und zwar nicht erst seit heute oder gestern – dieser durch lange Erfahrung erprobten und bewährten Lehrweise beilege.