Unglückliches Vorzeichen der Schlacht bei Mühlberg

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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Unglückliches Vorzeichen der Schlacht bei Mühlberg
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 9-10
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
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Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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10) Unglückliches Vorzeichen der Schlacht bei Mühlberg.
J. Müller, Leichenpredigt auf Hertzog Johann Friedrich. Wittenberg 1595. 4. S. G. 3.

Als zu Herzberg, der nicht weit von Mühlberg gelegenen Churstadt, an demselben Sonntag Misericordiae Domini, [10] wo die Schlacht ist geschlagen worden, in der Kirche über das vorgeschriebene Evangelium vom guten Hirten gepredigt wurde, ist ganz nahe vor der Stadt ein Wolf, wie noch nie dagewesen, unter die dort weidenden Schafe gestürzt und hat sie zerstreut, so daß Alles aus der Kirche herauslief. Dies hat bedeutet, daß der fromme Churfürst, so in seinem Amte ein guter Hirte gewesen, geschlagen und die armen Unterthanen als Schäflein zerstreut werden würden, wie denn am selbigen Tage geschehen. Am folgenden Tage sind denn die Spanier auch nach erlangtem Siege vor der genannten Churstadt angelangt und haben freien Durchzug begehrt, den hat man ihnen auch bewilligt, allein die Spanier haben Solches nicht gehalten, sondern die Stadt angefangen zu plündern, daher hat man, als sie um sich zu stärken wieder hinausgezogen, die Stadt vor ihnen geschlossen und sich zur Gegenwehr gesetzt, bis auf Fürbitten des neuen Churfürsten Moritz der Stadt von dem Kaiser Karl V. ist Sicherheit gewährt worden.