Vermächtniß (Uhland)

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Textdaten
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Autor: Ludwig Uhland
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Titel: Vermächtniß
Untertitel:
aus: Gedichte von Ludwig Uhland, Seite 97
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1815
Verlag: J. G. Cotta’sche Buchhandlung
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Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
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Originalherkunft:
Quelle: MDZ München = Commons.
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Vermächtniß.


Ein Sänger in den frommen Rittertagen,
Ein kühner Streiter in dem heil’gen Lande,
Durchbohrt von Pfeilen, lag er auf dem Sande,
Doch konnt’ er dies noch seinem Diener sagen:

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„Verschleuß mein Herz, wann es nun ausgeschlagen,

In jener Urne, die vom Heimathstrande
Ich hergebracht mit manchem Liebespfande!
Drin sollt du es zu meiner Herrin tragen!“ –

So ich, Geliebte! der nur dich gefeiert,

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Verblute, fern von dir, in Liebesschmerzen,

Schon decket meine Wangen Todesblässe.

Wann deinen Sänger Grabesnacht umschleiert,
Empfange du das treuste aller Herzen
In des Sonettes goldenem Gefässe!