Vor dem Frühling

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Textdaten
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Autor: tn.
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Titel: Vor dem Frühling
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aus: Wünschelruthe - Ein Zeitblatt. Nr. 22, S. 88
Herausgeber: Heinrich Straube und Johann Peter von Hornthal
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1818
Verlag: Vandenhoeck und Ruprecht
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Erscheinungsort: Göttingen
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Quelle: Scans auf Commons
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[87]
Vor dem Frühling.




     Die Knospe in den Windeln lieget,
In einem Bett von Strahlengold,
Ein lauer Wind sie stille wieget,
Bis sie aufschlägt das Auge hold.

5
     Die Zweige träumen schon die Lieder,

Die ihnen bald der Frühling singt,
Sie dehnen ihre starren Glieder,
Weil Sonnenblut sie frisch durchdringt.

     Der Baum, er ahndet seine Blätter,

10
Die ihn durchschatten in dem May’n,

Und liest die Schrift, die ihm den Retter
Verkündet, in der Sterne Reih’n.

     Des Eises Fessel löst die Erde,
Die Thräne die zurückgedrängt,

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15
Die Sehnsucht die da eingezwängt

Vom Frost, muß ausgeströmet werden
          Im Bächlein, daß die Lieb erblüht
          Und rings in Feldern grünend glüht.

     Und auf der Sterne Blumengründen

20
Steigt zum Geliebten auf die Erd,

Der frei auf seinem Strahlenheerd
nun schmiedet goldne Netzgewinde
          Darunter dann geheimnißreich
          Geboren wird des Lebens Reich.

tn.