William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CI

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
<<< Sonett CI >>>
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte
Seite: 53
von: [[{{{AUTOR}}}]]
Zusammenfassung: {{{ZUSAMMENFASSUNG}}}
Anmerkung: {{{ANMERKUNG}}}
Bild
[[Bild:{{{BILD}}}|250px]]
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
[[Index:{{{INDEX}}}|Wikisource-Indexseite]]
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe

[53]

O arge Muse, wie willst du’s entschuld’gen,
Daß Wahrheit du durch Schönheit nicht geschmückt?
Wahrheit und Schönheit meiner Liebe huld’gen;
Auch du dienst ihr, dadurch zumeist beglückt.

5
Gieb Antwort, Muse! Wirst du sagen nicht:

„Der Wahrheit fehlt nicht Zierde, die ihr eigen,
„Nicht zieht der Pinsel Schönheit an das Licht,
„Am besten wird das Best’ allein sich zeigen?“
Weil’s nicht des Schmucks bedarf, willst stumm du sein?

10
Dein Schweigen tadl’ ich doch, denn deine Macht

Giebt längres Leben als der Denkmalsstein,
Und überwindet des Vergessens Nacht.
    An’s Werk denn, Mus’! ich lehre dich bewahren
    Sein Bild, wie jetzt es ist, den fernsten Jahren.