William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXX

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
<<< Sonett CXX >>>
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte
Seite: 62
von: [[{{{AUTOR}}}]]
Zusammenfassung: {{{ZUSAMMENFASSUNG}}}
Anmerkung: {{{ANMERKUNG}}}
Bild
[[Bild:{{{BILD}}}|250px]]
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
[[Index:{{{INDEX}}}|Wikisource-Indexseite]]
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe

[62]

Wie freut es mich, daß du dereinst warst kalt;
Um jene Sorgen, die mich da gequält,
Beugt mich die Reu’ mit siegender Gewalt,
Wenn, Eisen gleich, der Geist mir nicht gestählt.

5
Denn hat dich so mein kalter Sinn durchdrungen,

Wie deiner mich, du lebtest Höllenzeit;
Und mir Tyrannen ist’s noch nicht gelungen,
Zu wägen, wie ich einst ertrug dein Leid.
O möchte unsrer Jammernacht gedenken

10
Mein tiefster Sinn, wie wahrer Kummer brennt,

Und bald ich dir und bald du mir dann schenken,
Die Salbe, die des Herzens Wunden kennt!
    Damit den Lohn jetzt deine Sünd’ erhält,
    Geb ich für dich, für mich du Lösegeld.