William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CXXVII

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
<<< Sonett CXXVII >>>
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte
Seite: 66
von: [[{{{AUTOR}}}]]
Zusammenfassung: {{{ZUSAMMENFASSUNG}}}
Anmerkung: {{{ANMERKUNG}}}
Bild
[[Bild:{{{BILD}}}|250px]]
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
[[Index:{{{INDEX}}}|Wikisource-Indexseite]]
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe

[66]

Vor alter Zeit ward Schwarz nicht schön erachtet,
War’s, trug es doch der Schönheit Namen nicht;
Doch nun wird Schwarz als Schönheitserb’ betrachtet,
Und Bastardschmach entstellt ihr Angesicht.

5
Seit jede Stümperhand Natur sich glaubt,

Das Häßliche verschönt mit falschem Schein,
Ist Anmuth ihres Namens Weih’ beraubt,
Muß hingegeben schnödem Hohne sein.
Drum rabenschwarz sind meines Mädchens Augen,

10
Als hätten Trauerkleid sie angethan,

Um die, die unschön, keine Schönheit brauchen,
Die Schöpfung lästern mit der Falschheit Wahn;
    Doch so verkläret sie der Trauer Pracht,
    Daß Jeder ruft: das ist der Schönheit Macht!