William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett XCV

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
<<< Sonett XCV >>>
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte
Seite: 50
von: [[{{{AUTOR}}}]]
Zusammenfassung: {{{ZUSAMMENFASSUNG}}}
Anmerkung: {{{ANMERKUNG}}}
Bild
[[Bild:{{{BILD}}}|250px]]
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
[[Index:{{{INDEX}}}|Wikisource-Indexseite]]
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe

[50]

Wie anmuthig machst du die Schande nicht,
Die gleich dem Wurm in duftbeseelter Rose
Die Schönheitsknospe deines Namens bricht!
Und birgst die Sünd’ in lieblichem Gekose!

5
Die Zunge, die von deinem Thun erzählt

Und üpp’ge Deutung deinen Scherzen leihet,
Hat sich zum Tadel nur dein Lob erwählt,
Da schon dein Name jede Schande weihet.
O welche Wohnung haben sich erseh’n

10
Die Fehler, die in dir sich so vereinen!

Dem Aug’ erscheinet Alles doch als schön,
Weil durch der Schönheit Flor die Flecken scheinen.
    Doch trotze, Liebster, nicht auf solches Recht,
    Das schärfste Messer wird durch Mißbrauch schlecht.