Winke-Winke

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Textdaten
Autor: Kurt Tucholsky
unter dem Pseudonym
Theobald Tiger
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Titel: Winke-Winke
Untertitel:
aus: Die Weltbühne. Jahrgang 22, Nummer 51, Seite 963
Herausgeber: Siegfried Jacobsohn
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 21. Dezember 1926
Verlag: Verlag der Weltbühne
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Die Weltbühne. Vollständiger Nachdruck der Jahrgänge 1918–1933. Athenäum Verlag, Königstein/Ts. 1978. Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
Hans Paasche
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Winke-Winke von Theobald Tiger

 Dem Andenken des ermordeten Hans Paasche

Nun schwimm man ab.
 Wir haben lang genug gehört:
„Ich weiß von nichts. Ich bin es nicht gewesen.“
Und immer, wenn wer deine Leutnants stört,

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dann konnten wir ein klein Dementi lesen.

     Das wertete dann Jeder nach Gebühr.
     Denn du kannst nichts dafür.

Wie stark ist denn dein werter Schießverein?
„Die Finger weg! Das Heer ist stets geheiligt!“

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Auf allen Fußballplätzen übt sich wer was ein,

und niemals ist die Reichswehr dran beteiligt.
     Die Wehrverbände? Fememordgeschwür?
     Nie kannst du was dafür.

Du übernahmst das Heer der Republik.

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Was tatest du? Du wahrst die Traditionen.

Und die die Wahrheit sagten in der Politik,
die dürfen heut – dank dir – im Zuchthaus wohnen.
     Scharf schnappt ins Schloß die kleine Zellentür.
     Und du kannst nichts dafür.

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Nun schwimm man ab, du süßes Ornament.

     Sieh, deine kleine Schwarze ist erwachsen heute …
     Du wirst wahrscheinlich Oberpräsident;
     denn so belohnt man hierzuland die großen Leute.
 Wir können uns bei dir bedanken. Rühr

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 dich endlich, Otto.

 Du kannst nichts dafür.