Zedler:Jlfeld oder Jlefeld, Ylfeld, Jlveld, Eilfeld

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste
teilkorrigiert
<<<Vorheriger

Ilfarcombe

Nächster>>>

Ilfordcombe

Band: 14 (1739), Spalte: 532–534. (Scan)

Ilfeld in Wikisource
Kloster Ilfeld in der Wikipedia
Dieser Text wurde teilweise Korrektur gelesen und spiegelt somit keinen endgültigen Bearbeitungsstand wider.
Details zum aktuellen Bearbeitungsstand finden sich möglicherweise auf der Diskussionsseite.
Linkvorlage für WP  
Literatur
* {{Zedler Online|14|Jlfeld oder Jlefeld, Ylfeld, Jlveld, Eilfeld|532|534}}
Weblinks
{{Wikisource|Zedler:Jlfeld oder Jlefeld, Ylfeld, Jlveld, Eilfeld|Jlfeld oder Jlefeld, Ylfeld, Jlveld, Eilfeld|Artikel in [[Johann Heinrich Zedler|Zedlers’]] [[Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste|Universal-Lexicon]] (1739)}}
mit dem Scan von MDZ vergleichen  


Jlfeld oder Jlefeld, Ylfeld, Jlveld, Eilfeld, ein Closter Praemonstratenser-Ordens, in der Grafschafft Hohenstein am Hartz nahe bey Jlburg, in einer lustigen Gegend gelegen. Es wurde an.1190. von Graf Eligero von Hohenstein nebst seiner Gemahlin Lurradis erbaut, und durch Henrich des Löwen Hülffe an.1190 zu Stande gebracht, Chronicon Ridagsbusense ap. Meibemium Script Rer. Germ. T. III. p. 458. auch von Kayser Heinrich den VI. bestätiget. Dieses Grafens Vater hatte an der Stelle einen Pfeiler mit einer brennenden Lampe gestifftet, welches in damahliqen Zeiten von dem Volcke häuffig besuchet, und wegen vieler Wunder so daselbst geschehen seyn sollen, beschencket wurde, welches dem Graf Eligero dem jüngern Gelegenheit zu des Closters Stifftung gegeben, welches mit Prawmonstratensern besetzet, diese aber an.1193. vm Ertz-Bischoff zu Maintz bestätiget wur­den. Sie erhielten auch an.1223. von Ertz-Bischoff Siegfrieden vermittelst einer Bulle die Freyheit, daß sie alle in der Nähe sterbende zu Jlfeld begraben möchten, dadurch das Closter einen starcken Zuwachs bekommen. Derqleichen auch geschehen ist durch die an.1366. zu Franckfurt von Kayser Carl IV. und anno 1420 zu Prag von Kayser Sigismundo ertheilten Priuilegis. Sonderlich erhielt Jlfeld nach und nach das lus Patronarus, über die Kirchen zu Schilffe, Marckgrüssen, Berge, Berge, Engel, Uftrungen, Schwende, Jlfeld, Hafferungen, Holtz-Engel, Feld-Engel, Borcke, Belestdt, Hesterode, Sachswerffen, Bockenrode, Sunddausen, Gierbuchsrode, Hasselfelde und Hermanns-Acker. Die Aebte dieses Closters findet man vom Anfange nicht bis auf das Jahr 1223. da

1 Vramuläii, lebte,der soll nach /.«c« Grafen-Saal, p.278 der erste gewesen stvn, es ist aber noch da Mahls Ilfeld eine Probstey gewcfen


2 ttel,md«rlU^0der ^Ie!derru»,ledtenoch är' 1227» z XV^cKeruz^n. 12ZI. von dem an alle Vvrste,


Kin Laub jackigt ist. Zu der Artzmey w r^en seine , her Aebte genennet worden L?^«,«, (2,rov. Wal- Eicheln und sein Laub g brauchet Beo^ e führen vi« ckeor. p. t c> s. L.euckfeld ^nüg. W»l«K«or. Th. ^. Sel, gar wenig Saltz, d«s nochgax schr in Erde «in, ! «.19. §. rs.?. 392.


4 lsao.

fZZ


Ilfeld


lI5oräcomKs Iliberls


sZ4


4 I>>1NN«,UN. 1279.


6 ^IKerrus, an. 1 :89«


7 1'Kiäericus, QllS Dem Geschlecht« V0N WilkV


de. SN. lZOf.


8 Albertus, sn. l Z15.


9 öernsräus, sn. i Z2l. ZO ^,lberrus, sn. izzz.


i r Xlexznoer, an. 1354. 12 Uermsnn, sn. iz6s.


I z rri^rie,i8,em Graf von Wernigerode. «N.iz8s.


14 rri6ericu8, aus dem Geschlecht von Rüste, bcrg. zn. 1409. »


^5 tt.nncus, FreyherrvondemWalde.sn.r4zz. Hier ereugnct sich ein .Raum der Zeit von 70 Jah­ ren, darinnen die Aebte wegen Mangel der Urkunden Unbekant. Nach diesen war


z6 Kernnsräu«, sn. 1488.


17 losnnes, sn. 1x15.


18 ö«nnsr6u5, von Mützschefell, er wurde von de, nen Bauern sn.ls2f. auSdemClostergeschleptund starb, sn. 1544.


19 ^noms» Stange, dieses war der letzte und 2 z.


Abt zu Ilfeld, Lpiltol. ^uni.uosr. in llsre-


eKi5m. ßri>ec>. p.8s. daraus abzunehmen daß wahren« den 70. fahrigen Raums 4. Aebre gewcs.n seyn müs, sen. Dieser l'noma« Stange war vonQucrfurt und sn 49s. oeboren, wurde »n. 1544, Abt und starben. 15x9. nach dem er samt dem Clost.r die Ev^n«eli, sck'e Lehre angenommen halte. Nächst dies n war mit Vorbewust de>-er Grafen von StoUberg eine Schule in dem Closter aufgerichict worden , darin, «en man rzO. umsonst unterrichtet.', auch unterschie­ dene in allen frey hielt. Diese wollten gedachte Gra» fen wieder aufheben, und das CloZ^er mit einem Abte bcs hen ; allein sie wurden durch etliche deshalb ein, gelauffene Bitt-SchMen undaufGmbcftndende, rer Herzoge von Braunschweig, als Oberlehens Her­ ren, dahin vermocht, daß die Schule stehen blib.


I?pitr.sci(.'«mir.8coIK.p.286.Arnold


Kircdcn^Historie Tb- II. B. XVI. ^. 6. S. 9. p. ,8. Solcher Gestallt wurde der Schuck Äor d^'e^äer zum Ciostlr-^ämmiik^wr ernenmt, welche Stelle «lle folgende Schul , Kslturcz versehen haben. Rnaurh Anmerck. zu Schneiders Beschr.desal- trn Sachs"!. P.T28. Als d'rvorizze Abt noch lebte, verbunden sich Hohenstein undSchwartzburgmit-'in- ander,daß^eydenach dem Tode des Abts nnd aller ClBtt'Personen ein icder dasjenige von den Closter, Gütern zu sich nehmen wollte,was in sein er Herrschafft geleqen, derohalben nahm ietzo der Graf von Son- dershauftn das Gut Kirch-Engel hinweg, gab es aber nach vielen bitten endlich wieder zurück. Eben dieser äämmittrsror legte auch das Vorwerck Birckemohr an. Im zo. jährigen Kriege musi> Ilfeld von denen Kayserlichen vi l ausstehen, in dm?, fache Conti i. buriones von denen Gütern erpresset wurden, da an­ dere nur das vupium entrichteten, dazu wurde es de, nen prsemonttrscenserli wieder übergeben, und zum Abt, einer Namens Julius, so vorher Kettor Wr Schuld gewesen, aberCatholisch N'vrde, gestlzet. Als nun die Schweden sn. i6z r. die Leipzig? Schlacht erhieltrn,zogen die t?rsemnnstrs«nskr au ^ wieder weg u.die ^äminilirsrion ward wieder eingcsükret.u.ware der ^'.'7«?. lebender äclmimlrr-är>,r JustChristoph Reiche Braunschw-ig'küneburgiiche« HofraH und


geheimer Cammer-Secrctzrius. D r Chur Fürst von Braunfchn eiq ist Herr darüber; doch habe» die Gr«, fen von StoUberg cinigö Frey-Stellett zu vergeben. Aeuckfeld .^nriquikat.Il5:Iäönl«,O.uedlinburg 709. 4. ZeMerReichs,Geoar.X p.,466. Von der Hin, richtung der dasigen Schule hat e,o. Z>ricgö Nordhausen 1 7 1 6. in 4. elwas herausgegeben.


liioräeombe, siehe tl^rcomb«.