Zedler:Thüringen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste
unkorrigiert
<<<Vorheriger

Thüring (Johann)

Nächster>>>

Thüringer

Band: 43 (1745), Spalte: 1861–1892. (Scan)

Thüringen in Wikisource
Thüringen in der Wikipedia
Dieser Text wurde noch nicht Korrektur gelesen. Allgemeine Hinweise dazu findest du bei den Erklärungen über Bearbeitungsstände.
Linkvorlage für WP  
Literatur
* {{Zedler Online|43|Thüringen|1861|1892}}
Weblinks
{{Wikisource|Zedler:Thüringen|Thüringen|Artikel in [[Johann Heinrich Zedler|Zedlers’]] [[Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste|Universal-Lexicon]] (1745)}}
mit dem Scan von MDZ vergleichen  


Thüringen, Turingia, sonsten auch Toringia, genannt, eine Landschafft in Ober-Sächsischen Creis, welche gegen Osten an Meissen, gegen Norden an das Fürstenthum Anhalt, gegen Westen an Hessen und das Braunschweigische, gegen Süden aber an Francken grentzet. Sie hat vielerley Herrschafften, jedoch besitzen die Herzoge zu Sachsen von der Ernestinischen Linie das meiste, ingleichen hat der Chursürst zu Mayntz das Eisfeld und die Stadt Erfurt darinne. Es war Thüringen anfangs ein sehr grosses Land zwischen den Francken und Sachsen, welches vor Alters, wenn wir aus die

Eintheilung des Landes

sehen, wie viele andere Länder, nach den 4 Haupt-Winden eingetheilet worden in Ost-Thüringen, West-Thüringen, Süd-Thüringen und Nord-Thüringen, wovon das letzte das berühmteste ist, und sich durch viele Jahrhunderte durch bey seinem alten Nahmen Nord-Thüringowe erhalten hat, auch zu der Zeit, da es nicht mehr zu Thüringen, sondern zu Sachsen gerechnet wurde. Sagittarius verstehet durch Ost-Thüringen (THURINGIAM ORIENTALEM) Osterland und Meissen, durch West-Thüringen (THURINGIAM OCCIDENTALEM) Hessenland, durch Süd-Thüringen das jetzige Thüringer-Land samt einem guten Theile Francken-Landes, durch Nord-Thüringen was von der lincken Seite der Unstrut nach der Elbe bis an den Hartz-Wald sich erstrecket. Aber die Alten machen diese Grösse noch ansehnlicher, denn der ungenannte Erd-Beschreiber von Ravenna rechnet zu dem südlichen Theile auch die Flüsse Nab und Regen, welche in die Donau fallen, und Siffrid Presbyter erweitert den Nordlichen Theil über Hartz bis an die Nord-See, Diesen ist gewiß, daß die ersten Thüringer hinter den Alemannern und Francken in einem sehr grossen Landenstrich gewohnet haben. Wenn man genau wissen will, was sich mit Thüringen in Ansehung der Grentzen zugetragen habe, so muß man vor allen Dingen, die älteste Zeit von der mittlern, und die mittlere von der neuen unterscheiden. Will man also auf die älteste Zeit zurück gehen, so wird sich wohl schwerlich etwas Gründliches ausfündig machen lassen. Denn was die meisten vorgeben, beruhet auf blossen Muthmassungen, Und man kan, was diesen Zeitstrich anbetrifft, nichts gewisses vorbringen, als daß sich damahls Thüringen bis an die Donau gegen Mittag erstrecket; gegen Mitternacht aber, nach der unglücklichen Schlacht, die im Jahr 524 zwischen dem Fränckisch- und Thüringischen Könige vorfiel, durch die Unstrut von dem ehemahligen Nördlichen Thüringen, welches nach dieser Zeit eine Sächsische Provintz wurde, abgesondert worden. Jene Grentzen sind nachgehends in den mittlern Zeiten und den folgenden immer enger, und zwar bis an den Thüringer-Wald eingeschlossen worden; diese aber sind bis jetzo geblieben. Was aber dir Thürringer Grentzen gegen Osten und Westen anbetrifft, davon wird kein Schrifftsteller etwas zuverlaßiges in den ältesten Zeiten bestimmen können, man müste denn die Lage der Hermundurer, aus welchen Volcke die Tbüringer entprossen, abmessen. Ein gleiches muß man auch von der Landes-Eintheilung in den allerältesten Zeiten sagen, doch glauben einige nicht ohne Grund, daß Thüringen zur Zeit des Königs Odoacer und Theodoricus, Könige von Italien, in drey grosse Pagos, nehmlich in Anglegewe, Thuringewe, und Werningewe einthheilet worden, dahero auch das alte Gesetz kömmt, welches den Titel führet: Lex Anglicorum, & Werinorum, h. e. Thuringorum. Der Pagus Anglegewew lincker Hand, an der Unstrut, gegen die Witter zu gelegen, wo einige Dörffer in dasiger Gegend, als Kirchengel, Feldengel, Holtzengel, Westengel das Andencken hievon noch erhalten, Die Einwohner sind deswegen Angli qenennet worden, weil sie zwischen der Unstrut, Wipper und dem Hartz-Gebürge, gleichsam als in angulo in einem Winckel wohneten, daher sie nicht mit den Anglis zu vermischen, welche mit den Sachsen in Britannien übergegangen sind. Die Werini sind nicht die in Wragien und allda herum wohnendn Värini oder Warni gewesen, sondern sie führen diesen Nahmen von dem Flusse Wera, Weren, welcher aud einer Wiese, die des Spietals zu Schweinfurth Lehen ist, entspringt. Von diesem Flusse Weren hat der Thüringische Pagus den Nahmen bekommen, und ist Weringewe genennet worden, Thüringewe an sich selbst ward in das Mitternächtliche Thüringen, dessen in den Traditionibus verschiedene Meldung gethan wird, und in das Mittägliche eingetheilt. Die gewöhnliche Eintheilung der meisten Geschicht-Schreiber ist in dem alten und noch un ertheilten Thüringen, wie wir oben überhaupt schon angememerckt haben, nach den vier Haupt-Welttheilen eingerichtet. Was Nord-Thüringen damahls in seinem Umfange anbetraf, so schreibt Juncker davon in der Einleitung zur Geographie der mittlern Zeiten, also: So viel ist zur Gnüge erwiesen, daß Norb-Thüringen, seine Grentzen gehabt habe an dem Flusse Unstrut von dessen Ufer, es lincker Hand sich Nord ober Mitternachtswerts fortgezogen bis an die und über den Hartz-Wald, ferner rechter Hand an die Flüsse Saale, Elbe, wo das Magdeburgische ist, und Havel, lincker Hand aber an die Flüsse Bode, Aller, und Ocker im Hertzogthum Braunschweig. Weil aber dieser Theil nach der im Jahr 524 zwischen den Sachsen und dem Thüringischen König Hermannfried erfolgten fatalen Schlacht, von Thüringen abgesondert, und nach der Zeit nicht wieder darzu gekommen, so haben wir nicht nöthig allhier eine weitläufftigere Beschreibung davon zu geben. Ost-Thüringen Lat. Osterlandio, Ostlandia, Libonothria, wird von D. Adam Rechenbergen in seiner Dissertation de veteri Osterlandia also beschrieben, daß selbigen sich bey dem Ursprung der Elster anfange, nachgehends sich herabwärts, an der Saale und Mulde fortziehe und bis an die Städte Merseburg und Halle lincker Hand, rechter Hand aber bin an die Städte Rochlitz, Colditz und Leißig gehe, Dahero hat das alte Osterland die heutige Burg-Graf- und Herrschafften Plauen, Weida, Gera, Zwickau, Graitz, Weißensels, Eisenherg, Groitzsch, das Pleisner-Land, Altenburg, Wettin, Brene, Landsberg, Eulenbura, Wintzen, Rochhlitz, Colditz, Leißnitz und Penig in sich begriffen. Die Pagi, worein dieser Theil von Thüringen zur mittlern Zeit vertheilt, gewesen, sind folgende: 1) Redelice, 2) Tuchuruno, 3) Geraha, welches in der Gegend, wo das jetzige Gera liegt, gestanden haben soll. 4) Bebu, hat nach des Ditmarus von Merseburg Zeugnisse zu dem Stifft Merseburg gehöret. 5) Plisni, und 6) Orla, worunter alles dasjenige verstanden wird, was an dem Flusse gleiches Nahmens gegen seinen Eingang in die Saale gelegen. Süd-Thüringen, Lat Thuringia Australis wird vor das heutige Thüringen gehalten, welches seinen Anfang von der Werra nehmen, und sich bis an den Mayn erstrecken soll. Sagittarias in Antiquit. regni Thringici p. 292. Wenn dieses von den ältesten Zeiten zu verstehen ist, da die, unter dem Nahmen der Hermundurer verborgen gelegene Thüringer noch nicht die von den Haruden und Sedusiern verlassene Wohnsitze und Länder eingenommen, so möchte dieses noch in den damahligen Zeiten angegangen seyn. Da aber bekannt ist, wie nach der unglücklichen Niederlage des Königs Ariovistus unter dessen Armee sich auch die, zwischen der Donau und dem Mayn wohnenden Haruden und Sedusier befanden, welche nebst dem Marcomannen ihre besessene Wohn-Plätze aus Furcht vor der Römer ankommenden Macht verliessen, hingegen die Hecrmundurer ihr Land bis an die Donau erweiterten, so breitete sich der Hermundurer, nachgehends der Thüringer Land, als sich jener Nahme verlohr, bis an die Donau aus, in welcher Beschaffenheit es auch bis in das achte Jahrhundert, auch wohl noch langer verblieb. Die hierzu gehörigen Pagi sind folgende gewesen: 1) Ilmin, es soll bei, der Stadt Ilm gelegen haben. 2) Langenwize, wo jetzo Langenwiese liegt, 3) Albogau, 4) Hoerselgau, und 5) Vatergowe. Zwischen den Städten Mühlhausen und Tennstädt. 6) Vinne, 7) Westergau, zwischen der Stadt Mühlhausen, und dem Schlosse Gleichenstein, 8) Aligebe. Von West-Thüringen findet man bey den alten Geschicht-Schreibern nichts ausführliches. Sagitrarius Pfefferkorn, Juncker, Weiße, und vielleicht noch andere mehr führen diesen Nahmen an, und behaupten, das Land Hessen werde dadurch verstanden, worinne sie nicht unrecht haben. Nur kommt es auf die Frage an, ob gantz Hessen West-Thüringen ausmache, oder nur ein Theil davon? Brower rechnet Buchonia, oder die heutige gefürstete Abtey Fulda darzu in Antiquit. Fuldens. p. 6. und beziehet sich ans den Marianus Scotus, und Siaebertus Gemblacensis, welche ihm in seiner Meynung, die er behauptet voran gegangen sind. Ob aber nicht noch ein grösserer Theil von dem heutigen Lande Hessen zu West-Thüringen zu zählen seyn möchte, solches ist gar wohl zu vermuthen. Dieser Westliche Theil von Thüringen wurde ehedem in folgende Pagos eingetheilt, als 1) Grabfeld, welches in das gegen Morgen und gegen Abend getheilet wird, 2) Tulliseld, 3) Baringe, 4) Salagewe, 5) Sinnagewe, 6) Asefeld, und 7) Weringewe. In dieser Verfassung und in einem solchen Umfange befand sich Thüringen in denen ältesten und mittlern Zeiten. Nachdem aber die Sachsen Nord-Thüringen, die Sorben Ost-Thüringen, die Francken und Bayern Süd-Thüringen, bis an den Thüringer-Wald nach und nach an sich gezogen; und West-Thüringen auch davon auf mancherley Art ist abgerissen worden; so hat dieses Land heutiges Tages gantz andere Grentzen, immassen dasselbe gegen Morgen die Saale, gegen Mittag den Thüringer-Wald, gegen Abend die Werra und gegen Norden die Unstrut zu Grentzen hat. Wir wissen zwar wohl, daß einige die Gräntzen von Thüringen bis an den Hartz ausdehnen, weil aber nach der 524 geschehenen Niederlage der König Thedoricus, einwilllgen muste, daß die Unstrut zu einem Grentzflusse zwischen dem Südlichen Thüringen und Sachsen gemache würde, so kan man nicht sehen, wie andere behaupen wollen, Thüringen erstrecke sich heutiges Tages gegen Mitternacht über die Unstrut. Eckhardt Corporis historici medii aevi T. I. p. 885.

Wo der

Einwohner Nahme

herkomme, und daß sie Thüringer, Lat. Thuringi oder Toringi genennet worden seyn, darüber ist man zur Zeit noch nicht einig. Es fehlt zwar nicht an Muthmassungen; sie sind aber so gezwungen und unwahrscheinüch, daß man sie lieber mit Stillschweigen übergehet. Sagittarus, der die Thüringer ein Gothisches Volck zu seyn erachtet, leitet ihren Nahmen von den Mitternächtischen Abgott Thor her, und soll derselbe so viel bedeuten als Kinder GOttes, oder Kinder und Nachkommen des Thors, doch getrauet er nicht zu beweisen, daß die Thüringer jemahls diesen Abgott verehret. Was den

Ursprung des Volcks

betrifft, so ist derselbe eben so dunckel als sein Nahme, und fast noch mehr Schwierigkeiten unterworffen. Cluverius hält die Thüringer für ein altes Deutsches Volck, und zwar für eben diejenigen, so Tacitus Reudingos nennet deren Nahme, nach seinem Urtheil, durch die Abschreiber verfälschet worden. Allein daß die Reudinger ein wahrhafftes, und keinesweges durch Versetzung der Buchstaben entstandenes Volck gewesen, solches ist aus dem, was oben bey dem Artickel Reudigni', im XXXI Bande, p. 878 angemercket worden, zu ersehen. Barth hält die Thüringer für ein Gothisches Volck, und zwar für dieselben Gothen, so von dem Marcellinus, Eurropius und andern Thervingi genennet worden. Und diese Meynung würde sich wegen Gleichheit der Nahmen vor allen andern recommendiren, wenn die Wanderung dieses Volcks damit überein käme. Nun aber findet sich, daß die Thervinqer zwar aus Sarmatien in Mösien, und von dannen in Italien, Gallien und Spanien, aber nicht nach Deutschland gezogen seyn. Sagirtarius, holet sie nicht aus Sarmatien, wie Barth, sondern unmittelbar aus den mitternächtigen Ländern, und sagt, daß sie aus Scandinavien nach dem Cimbrischen Chersones gekommen, und nachdem sie eine Zeitlang daselbst gewohnet, durch die Sachsen über die Elbe vertrieben worden. Hierauf sollen sie eine Zeitlang in dem Lande Hadeln, Lat. Hadeloa gewöhnet haben, nachmahls aber wiederum durch die Sachsen bis an den Hartz, und endlich zum dritten mahl durch die Sachsen über den Hartz zu weichen, und sich in die Oberländer zwischen der Saale u. Werra zu begeben, gezwungen worden seyn, allwo sie heut zu Tage gefunden werden. Seine vornehmste Autores sind Witicbind und Adam Bremenssis von den ältern, und Rolevinck und Broruff von den jüngern. Ob nun gleich diese Erzehlunq nicht übel zusammen hänget, so werden doch so viele Zweiffel von ihm selbst dagegen erwecket, daß es scheinet, der gelehrte Verfasser sey seiner Meynung selbst nicht gewiß gewesen, bevorab weil er die Zeit, wcnii solches geschehen, nicht anzeiqen kan. Her.!

riuo hat voii der Ankunfft der Tltnringer eine an- - 

dereMeynung, die mit der Grosse dieses VvlrtS und ihre» Lindes besser überein kömmt, als die vorhergehende. Er halt ff- für viele umer einem Bund und Bunds-Nahmen zusammen vcrciniatc l Denische Voliker, iiach dem Beyffuel der Ile- . mannm, Franckeit und Sachsen. Es wäre zu


Gothisches Volck, welche deswegen von dem Caßiodorus Heruli Gothorum genennet werden. Man erkennet solches aus einem Briefe des Ost- Gothischen Königs Theodoricus, den er wegenn der zunehmenden Macht des Chlodoväus an die Könige der Heruler, Weriner und Thüringer zugleich geschrieben, welches sich sin Nachbarn und Bundesgenossen am besten schicket. In dem Artickel Heruh, im I. Bande, p. 851 u. ff. ist angezeiget, daß sie hinter den Alemannen gewohnet, und es scheinet, deß sie mit der Zeit sich bis an Gotha erstreckt, und selbiger Stadt den Nahmen gegeben haben. Es ist auch kein Zweiffel, daß andere Völcker mehr, ungeachtet sie nicht können nahmhafft gemacht werden, in dem Thüringischen Bunde begriffen gewesen. Saoirtarius selbst ist nicht ungeneigt, die Chatten gäntzlich, und die Cheruscer zum Theil, für Thüringer zu erkennen. Der Thüringische Nahme aber ist in dem fünften Jahrhundert in der Historie zuerst bekannt worden, theils durch die Thüringische Pferde, theils durch die Waffen Chlodions, theils auch durch den Feldzuqtcs Attila, des Hunnen Königes. Denn vor dem 5ten Jahrhundundert findet sich keine beständige Nachricht von diesem Nahmen, ungeachtet derselbe wohl eine Zeitlang vorher mag aufgekommen seyn, ehe er in Schriften verfasset worden. Vegetius erwehnet zuerst der Thüringer, oder vielmehr ihrer Bserdo. in stmcr ,vi-lumr,llc>i!i>, da er den Hun mgist.,«, unk Burgundischen Pst» den wege» der Dauerb ffl aleit vor vielkii giidcrn dcn Preiß gilbt. Eben diele« ffiidck man auch bey auknii, doch «was jnnqcrn Scr>ben:e», insondcr- heil bc» c,»l Laffivc or»s in ciiicni Briese, welcbm er in, Nahinct, seines Herrn und Königs z Thrsdor,er,, i„ Italien, an dem König der Tht'i. eurschen Boden kein auslündische lich angekommcncs, sondern alre« ingebolnues gedacht ui dcrFranckischcn Geschichte iii dem fe-Volchseyn, zudencii ffchvicle andere nlicVölcker bc» Lhlodionr. Man sich-, au« einer Stelle geschlagen,welche,obsi.'woklihreciqeneNnhmiii i deö Lrraoriu« von gour«. wenn selbe nm des und Könige Ignien, dennoch >un des geineii.tn/.limoniiioWorkcnvcrglichcnwird.d.ißLhlodio Bniidcs willen sür Thüringer g-halicn w»rdc». Lilien Einsall in Thüringen geikan, die Festung Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Angler und.Dnffarg in re,»>li,u'ichviluguriii« cingciioiiiiiien, Varincr von dieser Ganung gewesen styn. Denii iind seinen Konigl. Kl» dahin geleget habe. Mail die oben schon anaesnhrle Uebcrschrifft ihres Ge-i f.ndet auch ben Trirbwinrn die llrsachcn dieses setze? giebi solches zu erkennen, welche also InuietilKnegeS indem die Thüringer, so bisher inten l.rx.VaglivlumLivVkrmlliu,», live clk I b'irliigo-l FrgiickischenBund gestanden, (welches vornehm-rum.d.l das Gesetz der Angler und Weriner, das l üch von den Hessen zu verstehen ist), von den ist der Tbürmaer. Woraus erhell«, daß die l Francs«! aharstnr. Wo aber die Dispargischc Angler und Wrrlnrr z» den T>»» i»g«n >>> elneni z Burg sen gelegen gewesen. darüber sind die Ge-weitlänffnqcn Verstände gerechnet worden. Dali - lehrren nicht einig E« scheinet, daß es im Patcr-nber aiich die Thüringer, bcy denen derThüririgi-. bornischeii niisdeni alten und zerfallenen Verasche Bund und Nähme aufgekonimen, kaffelbeiS.l'-loiseDcstnberginnssegesuchtwcrdcn. Deii» Gestiz aebabthahcn,eralcbi sich ans dein Anfänge ^ daffciNige dasselbe nach Brabant ansd.c EueiUxii desselben, da die Woriestcken: Incipir lex ä-xli».! von Tongern sei-«,, wollen, ist e>uc vergelbs e Be, rriin.seVVeiii.orum,t«'chliUiiii»i>run> Hiersüiia! mühniig, Iveil nlleScribeiiten darinncii überein sich an dasGesek der Angler, und Weriner, Uiid komme», daß Tblodw vrn DnH'rg ans, stiii« Tkin inger. Da nun kiele Vö'.eier ein Gesetz nat Kiiiidschassier über deii Nbciii »«wicht, unk auch «»ander acmci» hatte», so ist kcm Zwelssel, daß stl> selbst vo» dannen nach erlangt«' Kundschassr iibrr biqc auch Feld-Nachbarn und Bmidovcrwandi:-i kcn Nhciii gezogen sey. Eiidlich inuß aucl> uiurr linter eiiiaiiker gewesen seyn. Au dus«» Bunde di: ersten Bcwegiingcn der Thüringer gezablet können auch geccchnct werden die Heruler, ein! werden, diejenige, so bry dcr Hunneii Einbruch in > Vbb bbb z Ealli«,

ii«7 Thüringen ThäringeN l,«« Gallien vom Sidonius Apollinaris oes-1 ikhkk. Was die Thüringer bewogen habe wir den, .hunnischen Heer »bei den Rhein zu zicbcn, ob cs aus Begierde zur Bütte, oder aus Haß aegen die Fraiickcn, oder au« Zwang geschehen sey, läffet man dahin gestellek seyn DaßAmla mit seiner Armee die Thüringer berühren können, daran ist wohl kelnZweiffeh wenn man die alren Grentzen ansieh«!. Daß «r aber zu Eisenach einen hos- und kand-Tag, auch Beylagcr undRitter-Lpiele ge-halien, and daß man für seiner cinbrechcnden Macht die Stadt Ersnrk wir Mauren umzogen, und wiisdergleichcn mehr, so von den Ekroincken-Schreibern mit allerhand Umständen ausgeschmü-cker wird solche« wird von demS--gttwtms billig in Ziveiffel gezogen, weil die alteGrschichle-Büchrr nichts davon erwchnen. pollrische Leschaffenheir dce Thüringer-Lande«. Die Landschaffr Thüringen war vom Anfänge! andere sey schlechterdings kein einige« Ezempel von selbigen Zeiten, bei) einer Nation m Deutschland zu ftnrcii , die «inen wollig gehabt hätte, daher« es ein Wunder wäre, daß die Thüringer hierinnc allein einen Vorzug vor ankern deutschen Völckern haben solt n. Dritten« würde allez dasjenige, was vom Savirrarius weiiläuffiig angeführt werke, von ihm selbst, al-ungcwß, vielfältig widerlegt, oder in Ziveiffel gezogen, Werten«, schreibt er, würden gleichsam krey Zeilstriche der Thüringischen Könige gemacht, nehmlich der gar Alten, au« den Znngesissr. nen, derer, die von dem Fränckffchen Kdm-ge Lhlodiu» im fünften Jahrhundert abgr-stammet, und bi« in die Mitte de« sechsten al« Könige in Thüringen regier« hätten, und endlich derjenigen- die zu den Zeiten der- alten Austrasischen Könige von der Mine de« Sechsten , bi« in die Mille de« Siebenden Jahr, hundert«, als Könige in Thüringen gehcrr-sch« hätten; hernach aber nur Herhog« gencn-nei worden wären, von denen Rudolph der ein Königreich, erstreckte sich aber nicht soweit al«> erste gewesen, der von dielen Fränckffchen Kö. der Thüringische Nähme Denn durch den Thü- nigen abgesasten. Alle dich 1>-Uiilon« könn» rinaischen Bund bekain Thüringen zwar cinewcit-! len ohnmögllch aus eine zuverläßige Art bewie-liNistligereBedeuinng, soserne alle mit ihn, »er-' sen werden. Allein, was den ersten Linwnrff «inlgie Volcker und Königreiche für Thüringer, anbelangt, al« ob vor dem , oien und , > Jahr-gerechnet wurden, aber keine breitere Gräntzen; hundert kein Geschlcht - Schreiber der Thünngi-sondern gleichwie ein jeder König sein eigene« und > sehen Könige und de« Königreich« einige Erweb, abaetheilte« Land und Königreich halte und be- ^ nung ihue, so ist diese« ein ungegründete« Vor-hielt; also hatte auch der König der Thüringer geben. Gregor, ein Ertz-Bischoffzu Tours, sei» g-meffenesLond: jedoch ist kein Zweiffel, daß insgemein TuremeuH genannt, lebte im sechsten er der grostc und mächtigste unter ihnen gewesen Jahrhundert, Da er nun in seiner ttllkvüx sen, weil die übrige seinen Bund und Nahmen an- d»,>cn-un> Ub, III. c. 4, derDänen Einsall und genommen haben. Was cs aber zu den ersten Niederlage erwehnt, so setzet er bald daraus Zcni» mit diesem Königreiche für eine Bewandmß daß damahl« bey den Thüringern drey Brüder gehabt,wennundwieesausgenomnicn, wie weil! das Königreich gehabt hätten, Ladericus, stch reffen Grentzen erstreckt, ob eSeinErb-odcr! Herminefreduo, und Lerrhariu«, blb. II. Wahl-Königreich gewesen, und was dergleichen ^ c-p. 1» Feiner berichtet er: daß Theodor,-mehr, davon Kal man keine Gewißheit, Jedoch cus mit dem Hermieiefred, König« in Tb> > iü die Sache an sich selbst aus dkn Geschichten der > ringen, wider seinen Bruder Lader,cus Krieg Fränckffchen Könige, au« den Briefen de« Las- geführck hätte. ^ ' ' siodorn,., und ans der Zerstörung und Zergliederung de« Thüringische» Ko»>gr>ichs, so klar und so gewiß, daß nian daran zu zwciffeln Nicht die geringste Ursache har. Es haben sich zwar einige gesunde», weich« alles, was ankere Geschichr-Schreibcr von den Thüringischen Königen und Königreiche melden, in Ziveiffel gezogen haben: ihreEmwürffe und Zweiffel smdaber lange nichr so starck, daß sie jemaiike» überzeugen sollen, cs wäre kein Königreich inThürmgen jemalilSgewe-sen, Christian Junckerst-tzt in seinerAnleiiiiiiq zur Geographie der Mittlern Zeiten, p-x.; -,, da« Thüringische Königreich und alle Könige, die karinnc rcaierci baben sollen, unter die Fabeln, wenigsten« unter d,e ganh nngewiffenDinae, Die Ursachen, welche ihn bewogen, einen solchen Ausspruch zu thun, sind folgende: E>1>-lich, spricht er, wird diese« Königreich bereit« im gien und ;ien Jahrhundert vor ausgrrichiel ge-halten. aber die Nachrichren und die Zeugniffe, dadurch man diese« bestätigen will, werden au«, ....................... Im dritten Buche aber beschreibt er die Verheerung des Thüringisch!» Königreich«. E« gekenckt auch Jornandes in stinem Tractai rrkur Loiklcl, de« Thüringischen König« Hcrmensrieds, D,t zwcvte Einwurff, dä Juncker vorgiebt, e« wäre kein kinhige« Erempel vorhanden von einer deutsche:, Naüvn , die damahl« ihren König gehab, hätte, ist ebenfalls von keiner Erheblichkeit, Ta-ciruo redet überhaupt von der deutschen Ration, wenn er schreibt: ttegc, cx „vlulluw, vuce. ex virruk- liimunr, und ist denn Nicht em Celti-scher König Ambigar bekannt, um» weicher Nation die Deutsche mit begriffen war? hal war ein König der Scnvnen oder Sew.io-nen, einer Tciilschcn Nation, und Sw«, Galgens, zwcy Könige tcrBojer, Siiovistuo, kNa-roboduus nnd Vocio waren lauter Teuischö König«, deren man noch gar viel ansührcii tönte, wenn e« liöihig wäre, Der dritte Emwlii ff ist gantz ohne Grund, Denn erstlich verbale c« lanier neuern Schrifftsteliern, die iNi loten Und sich nicht also, daß Sagikranus dasjenige sollt« men Jahrhundert gelebt, hcrgenommen- Vor«: geschrieben haben, was Jancker vorgiebt; und s»

,8«<> Tchl'-r-ngen so fern auch dics. : wahr wäre, so kan des Sa-gitrariuo wieder Las Zeugiiiß so al- ler unv >ii!v:.:o-,st--cher Ä-schichr - Schreiber nichi« anor-chi.n. FonLem vicidlenC Nivurff werden wir hin >u>ö wieder iu der Abhandlung selb,! Gelegeuhe-- nehmen z» reden. Allein da dieser >a der Lache zu wenig geihau har, so vergehen sich einige aus der ändern Leite und lhu» der Lache ju viel. Lazius schreibt in zeinen, zerstöhrer worden, »nv die Asiatisch und Europäischen Wirker, die mit bey dieser Belagerung gewesen, hi» und wieder zerstreuet worden waren, so waren auch unter diesen die Thüringer über der Lee in Cimbricn zuerst angclandek, lind alSkcnn i» Teutschland gekoiiimeii. Johann Rorb meldet im Xd. Capiiel seiner Tcuischeii Eisenachischen Chronick, daß nach geendeten Trojanischen Kriege, zur Zeit de» Fs-racliiisch-ii Kanigs Sauls, der Senns, An-leiiorv Lohn, aus Begierde sreinde Länder zu besehen, zu Schisse an das Balrhastsche gekvin-nicn, wo sich nochmahls die Lachsen niederge. lasscii, dainahl« aber die Thüringer gewohnt hätten, von denen dieser Scnno zum Könige er-weklee worden wäre. Dicsn» sey Marcsme-r„o in der Königlichen Regierung gesolgek, der so wol'l ubcr die Thüringer als Lachsen, von den äußersten Grcntzen Wcstphalen« bis an Böhmen geherrscht!, daß sich auch sei» Königlicher Stamm biß auf den Julius Cäsar erstickt habe. Johann Linnhardc führet in seiner Neuen vollkommenen Thüringischen Lkro-nick P. z. an: Das Anno 40. nach Christi Geburt König Weibel in diesen, Lande geherr-schet halx, weicher sich durch weise Policey-und Kriegs-Verordnungen beo den Thüringern einen grosseu Nahmen gemacht und sich in Ansehen gefegt hätte Fin Fahr z,p soll, nach Linnbaidro H>orgebe», ei» König Hogerle über Thüringen regieret haben, 447. König Merrrag,; ,g. hätten die Tkuringer drey Brüder den Baldericus, Hrrnianfried, und Lcrrbanuo zu Königen gehabt, ;«4 soll S>-gebrrr, S17. Locbarius, nnd üz-. Vago-bcrc regieret babcn, welcher letztere König das Peters-Kloster in Crffuri gesichtet haben so!!. Wir wollen uns aber bey dirser und vieler ändern Geschicht-Lchreibcr Mti-mmgen nicht aus-haltcu, sondern nur diejenigen Könige iii Thüringen btyfügen, welche der berühnile Johann Hübner im v Theil seiner Historischen Fragen an-sührei: Diese sind folgende: Tiriuo, der gleich zur Zeit der Geburt »nserS Heylandes regieret haben soll. Heemanfricd, IoI. ohiigcskhr. Zriedericus, 220. Hcroldus, um das Fahr zos. widelphus, 4zo. Meroveu», 44;. Lasinus, 4;;. Herrmansried, der letzte König inThürinze», biß;»4- Thüringen 1870 Was L»ct Ini Fürsten-Saale p.; 0;, der Un iin I Cap. Johann Lange in seiner Thüringischen Chronick, der ungenandre Verfasser von den merkwürdige» und anSerlcsenen Geschichten von der Landgrasschaffl Thüringen, Marti» Christoph Laurentius in seinen Ongm>l»ub>v-riagic,! p 2. und Caspar Abel j» der Sammlung eilicher alten Chronickcn, in den, erste» Chronico von den Geschichten der Heiidnischen Lachsen und Thüringer p. zz. u. ff. ansubren, ivvllcn wir nicht wcitläufftig hcrsetzm, weil de» wenigsten wohl damit gedient scim dürffic, was andere vor Thüringische Könige erdichtet haben. Wir wollen uns vielmehr bemühen, in diesem Ltücke zu einer Gewißheit zu kommen, und die wahren Könige der Thüringer z» untersuchen. Gagireariliv scheinet wohl in stinen ->»- Wahrheit ani nächsten gekommen zu seyn, welcher folgende Könige angiebt: 1) Chlodio, welcher zur Zeit des Römischen Käufers Honoriu» um das Fahr Christi 42 z. bekannt worden. 2) Meroveu». z) Lasinus. 4) Ladcricuo, Lereharius, undHerman-frird drcy Brüder, welche Thüringen unter sich gcthcil«. Daß der erster« unter Viesen lblsdis ein König der Franeke» gewesen ist an sich ein« richtige Lache, daß ec aber ein Thüringischer König zu nennen sey, solches kommt uns voi ilehmlich zu beweisen zu. Cr wird insgemein vor einen Lolin de» glcichfals Fränckischcii Königs pbLramnn. d»o gehalten, und sei» Nähme wird verschiedentlich bey denGcschicht-Lchreibcm angegeben. Der Anfang seiner Regierung triff, in das Fahr 4-8, wie solches Laroniue, Valesius und pagius erweisen, imd seineKöniglichcResidenu ist Dispargun, in Thüringen geivezeu. Dieses bezeuget Gregor ron Tour» Ub. II Q x. „„d Aimoinus 1.,1,.1.1-IiiIok!»: kr,oconim schreibt mir ausdrücklichen Worten, daß ein Thüringisches Schloß verwüstet worden wäre, aus welchen der König Lhlodio stinen Sitz gehabt hätte. Der erster« von diesen bezeuget zwar nur,daßDispar-quui an den Thüringischen Grentzen gelegen ha-lx z es har aber der Herr von Lckhardr'komv I. Ilci om kraocic. P. 2». erwiesen, daß das Wort 7er,»,,«,/> welches Gregor braucht, nicht durch Giengen zu übersetze» sey, sondern durch Negis, «ine Landschaffl oder Prvvinh, wovon der Arrickel 7er,,,,,,,,/ ini.Xdll Bande, p.iozg. nachzuschlagen ist. Aber diese» ist noch nichi zulänglich, man fragt noch weircr wo denn dieses Dispargun, gelegen habe. Die Mcoiiuugtu sind hier, wiegewöhnlich, verschieden und in grösserer Menge zugegen, so daß cs einige jenseits, andere disseüs des Rhein» setzen. Diejenigen welche vor Thüringen Tongern an« nehmen, behaupten, Dispargum sey das heurige Die,»

Thüringen Thüringen Diestheini in Brabant; Lhiflciius hält cs vor Dysborg in Brabant. Dieienigen, kicDisparqum vor cincm Thüringischen diffeils des Rheins achgcnen Ort Hallen,, glauben, cs sei, das heutige Di«eöburg inBuchc-nie», in, Fuldischen; andere geben Densenbura, ein festes Schloß ni Wcstplsaien, an; SelUus verstehe dadurch Heinsberg imIübchifchcn; Die meisten aber, darunter auch Jagicr,»,»« mit he griffen ist, sagen es seyDuisburg oder Duißborg ani Rhen,; Laspar Abel hingegen behauptet, man muffe Isenburg, kgS uralte Stamm,Haus auf den, Wester-Walde, darunter verstehen, und Seriive schreibt,Dispargum seyDilsberq, das au den« Neckar oberhalb H.'ydelberg gelegene Berg Schloß, gewesen. Don allen diesen unterscheid t sich der Herr von Lckbarr, welcher dieses Dispar gum in die gefürstete Grafschaft Henneberg sehen die ehedem auch niii zu Tküriiigen gei cchnei wor dcn, woselbst ein hoher Berg, welchen die Anwob ner die Dießburg nennen. Oben ausdcssen Gips-fel soll eine groffe Ebene styn, woraus ivcnia Bäu me stehen, die Seile» aber Kerum sollen mit eme> stg'cken Waldung umgeben styn. Diestr Berg ist zwar noch i» keiner Charte verzeichnet worden, wer aber die DörffcrHelniersbausen, Wolnine Hausen, Eberhamea.ölschenhausen, >ind Oberkaza, welche zioischcn Meinungen,und Kalten,Noroh« Ni gelegen, i» der Chane suchet, der hat die Liegend, woDiesburg gestanden. Wir tragen keinBe, dencken dieser Mcunung de- HerrnEckharro ber zutrcien, weil gar nickt zu vermuiken ist, sonst au f, in keiiiem bewährte» Schriftsteller zu finden, daß Priam»s,A. , ——--------------------------- Gcnobald Marcsincres Z58- g8p. Iv-o.

 -----------------

Phar>umi»d,Kou-q aig. Cleinis. Cblodio, .»oiug ' Chlodebuld >l. Welcher ur kanm ist. In dem Leben Lhilderiäw aedcnckl Grego, von Tour» des Thüringischen Königes Lafin«, oder Sasinue, ben welcheii Lbüderieb, nachdem er von den Franckeit, seines lasterhaften Lebens halber verer eben worden, eine Zeiilang versteckt gelegen. WaS den Lasinuo bewogen, diesen flüchtigen König in Schuh mnehme», ob sie einander niir Bims-Freundschaft oder Schwäger schafft zuqelkan gewesen, ivicd von den Beschicht-schreibem nicht genieldet, aber wohl die Untreue, so dieser Lhlldrrich an dem Lastnuo begangen, beschrieben. SleheLasin', >m N>Bande, p «eg. Sonsten schein« es, daß die Thüringer, seit den, LHIodio über den Rhein gezogen, aufs neue von den Francken abgesehi habe», unk daß solches die Thüringen damahls zu den Zeilen des Königes LHIodio dahinunter au Sen Rheinstron>,wo das ichiqe Duisburg liegt, sich gezogm habe. Was übrigen« des Lblodiono Timten undwaserZ-ii seiner Königlichen Regierung guhan und vollbracht, solches gehör« hieher nicht, sonder» nmß unter dci» bcsoiidernArtickel naftgesucht werden, in, vi Bande,,,.4g; u.ff. Rach dem Tode des Lblodio, ward rNceoveiiv König in Francken, und wie ans gewisse» Umständen zu schlieffen, auch König in Thüringen. Weil er entweder ein Slics-Sohn oder naherAnverwandter dcü Köniz-L'lobiono war,so sahne er anfänglich bieDor-mundschafft über d,e nachgelassene unmündige Prinben des Königs. Es fielen aber solche schlimme Zeiten ein, da die Pr nhen ibren eigenen Lander» noch nicht verstehen konnten, bahero erwehl-;e ilm das Fränckische Dolck zu ibren Könige. W 's die Gesch-ebt-Schreiber in Thüringische» Sache» von ihn, inelden, ist, taff er zu Ecssuri» auf demBerqe,wo ichodas Peter-Kloster stehet, ein Schlaff, inglelchen rhnwer Erffurkk einander- inil Nahmen Merwiasbm'a soll erbalict ba-ben. IfZenn >;ker der König tNerovev« gestorben, solches crwehnek kein Schriftsteller mit deutliche» Worten; so oicl sich aber nmih maffcn lastet, mag dcffrnTod ausges.einereft» Don stiiicr Gemabiin ist nichts bekannt, aulstr nur, daff er einen Sohn Nahmen« Lhilbe, ic»o nachqclasse», welcher ihin in dem Fränckische» Königreiche naeb-qcsolgct. Uebrigms hat der Herr von Lckh-» i kvm. I. ltee. br-ncic. P.; 10. folgende Genealogische Tabelle ennvorftii; Seniio z8s- St. Banal»,» des Meo- Mceoveus, und vcus nachmabls des der Ael- KönigS LHIodio lere. t ec- ^---------, Mcrvoeus Ko nig f uni das Jahr.zri. Ursache getvescn, warum Lhlodove», g,,. die Tkürmger mit Krieg überzogen, weil er «neu so mächtigen Feind, der ihm an seinen Kriegs-Der-richnmgen in Eiallien hinderlich senn konnte, nicht aus dem Rücke» hake» wolle. Don diesem Kriege berichten Gregor,,», Turooe, ffs, und andere, doch „ur niii wenig Worten, daß Lblodoveun sich die Tküringer umcrwürsffq gemacht habe: welche-Sartiiraeiiio mcht von dem völligen Re-gimentc, sondern nur von der in der Zinsreichuna bcstehcnkcii Dienstbarkeit auslcqek. Wer zu der Zeit König in Thüringen gewest», ist unbekannt. Lhlsdoreiio hatte inzwischen die Thüringer so gckcmüthiget, daß er mchkS widriges von ihnen zn befahren Halle; und nachdem er auch

,87» Thüringen Thüringen >874 vie Alemannen überwunden, und Vie Burgunder unier sich gebracht, wandte er 107 seine Wissen wider den Gordischen König Alaclch zu Toulouse. Throdoricuo, Köniz der Gothen in Italien, welcher beyben Königen mit Schwä-gerschafft verwandt war, wolke anfänglich «inen SchiedSmann abgeben; nachdem man aber aus des Lhlodoveus Seilen seimRachschläg« verachtet, und denselben kein Gehör geben wollen, so schrieb er an die vereinigr« Könige der Thüringer, und stelle ihnen mit beweglichen Gründen vor, wie viel ihnen daran gelegen wäre, baß bi« überhand nehmende Macht de« Fränetischen König« Ludrwig» gehemmet und gebrochen würde. Der Brief finder sich bey dem Laßiodsrus mit dieser Auffchriffl: ttemlorum Itegi, Lu>momm Kegi, 1°t>ormx->nim ltvßi, "diiroü. Nex. In dem Briefe selbst weiden sie Ihr« Er-ellentz ge-nennet, welches «ine zur selben ZeiiunierKönigen gebräuchliche Titulatur war. Wie der König der Thüringer dnmahl« geheissen habe, ist au« der ll-b«rschriffr nicht zu erkennen, aber wohl, daß die Könige der Thüringer wahrhafftige Kd-nige gewesen, und von ander» Königen dafür erkannt worben. Nach dem Tode Lhlodoveuo, welcher rn sich zugetragen, bekam sein ällester Sohn Theodoricus in der Erbtheilung Australien. Zu der Zeit regierten z König!. Brüder in Thüringen, Laldench, Lerear und Herman-f„d. Dieser letzt« war vermählt mit de« vbge-dachten Gothischen König« Theodoricus in Welschiand Schwester Tochter Ämelbergen. Man finde, von dieser Vermählung noch eine Urkunde unter den Briefen diese« König« bey dm, Lasiiodoruo, welchen Sagieeariu« in« Teulsche übersetzt, und seiner Thüringischen Historie als »in sonderlich Monument «inverleibet. Wie e« denn wohl werih ist, daß e« von denen, so daß Thüringische Königreich in Zweiffel stehen, mi, Bedacht gelesen werke, «regorius vor» Tours crzehlei von dieser Anulb-rga, welche er al« ein hochmürbige« und regierfichlige« Weib beschreibet, daß sie ihrem Herrn stet« in den Ohren gelegen, daß er seine Brüder verstvs-sen, ltnd ihr Erbtheil an sich bringen soll«; auch daß Herma,ifrid sich verleiten lassen, seinen Bruder Lerear uuijubringen, und den ändern mit Krieg zu überstehen. Diese Zwietracht zwischen den Königs. Brüdern hak nun zuletzt bas ganhe Königreich Thüringen umgekehrel. Denn weil Hermanfried für sich allein nicht starck genug war, seinen Bruder Laldench zu überwältigen, so nahm er km Australischen König The, odoricuo zu Hüiffe, mit Versprechen, seine« Bruder« Erbtheil mit ihm zu iheiien. Balde rieh, der so vielen Feinden nicht gewachsen war, verlohr darüber sein Land und Leben, und Herma,ifiid blieb allein König in Thüringen. E« schien, als ob diese schändliche Thal sein Königreich befestigen würde; aber sie warf e« plöh, lich übes den Haussen. Denn weil er stinem Versprechen nicht Nachkommen, noch die Helffie de« brüderlichen Erbtheil« dem Fränkischen Kö-nige einräumen wolle, so warb er selbst von dem Theodsncas mit Krieg überzogen, und durch den Beystand de« Sächsischen Fürsten Hadu-«Üonxr/I />»,n Xü///TH«1l, siast» aller seiner Länder beraubet; welch« die Ueberrvinder also unter sich cheiiten, baß die Unstrut da« Fränckische und Sächsische Thüringen von einander schadete, und die Franaen den Südlichen, die Sachsen aber dm Nördlichen Theii >» ewigen Zeiten behielten. Solchergestalt ist da« Königreich Thüringen um da« Jahr Christi;z > (nach keSvaiefiu» Rechnung) gäntziich aufgehoben, rin» von seinen Feinden zergliedert worden. Siehe Hermannftied im xil Bande, p. 170? u. s. Die Thrvnick-Schreiber melden, baß von dieser LanveS-Theilung aus Sächsischer Seile» der Ort Scheibingen und Sachsenburg die Nahmen bekommen haben. Gregorius von Tour» und andere Fränckische Smbemen, beschreiben diesen Krieg mit Vorbeygehung dt« Sächsischen Rahmens; jedoch kan diese« Stillschweigen die Sache selbst nicht zweifelhafftig machen, sonderlich Sn Adam Bremens,« dasjenige au« dem Lginbard erseht, was jene au« Nachiäßtgkeie oder Pariheyfichkeü ausgelassen haben. Ausser dem finden sich noch viele Anzeigen in der Histo-rie, daß die Sachsen schon sei, dem « Jahrhundert Meister von Nord - Thüringen gewesen. Nachdem Untergänge de» Königreich-Thüringen ist der Thüringisch! Rahme, der vor diesem so grossen Umfang hatte, zwischen der Saala und Werra «ingeschränckt geblieben, und da« Fränkische Theil zu Australien, da« Nördliche aber zu Sachsen gerechnet worden. Will man nun die miniere Thüringische Historie von dieser Zeit an bis auf Heinrichen den Lrlanchren Marggra-sen z» Meissen recht deutlichundvrdentlichwiffm, so. muß man diese weüiäuslige Geschichte in i drey Haupt-Absätze kheilen, und in Betrachtung ziehen, was ,) uneer de» Merovingischen Rönigen 2) unrrr den Larolingischen Ränigen z) unter den Teukschen Raysern, vorge-fallen sey. Diese« macht eine Zeit von ohn-gtfehr 72« Jahr au«, und es würde viel zu weltläuffiig seyn, umständlich von allen zu handeln, zumahl da man gantz« Bücher davon hat. Als Thüringen nun also um«r d«n Fränckischen Kdnigm gestand«», unter welchen Theodor,cuo, König in Australien dem Thüringischen Königreiche «in End« gemach,, und diese« Land seinem Scepterunterworffen: So sind voce, aufgekom-,»en, welche die Könige bey ihrer Abwesenheit, und unier st« die comu« gesetzet, die vornehmlich zu der Cawlinger Zeiten bekannt gewesen. Man findet bey glaubwürdigen Smbemen derer aber nur 8 ausgeschrieben, al«: 1. Radulphen am- Jahr «»8. Theobalden. Hedene». 4. Trachulfen 84? s. Raeulfen 874. L. Popo g?,. 7. Lonr«den. 8. Burcharden, starb?o?. Cce ccc L«

sss iS7t Thüringen ______ Es wurden aber diese Uacc; nicht nur Duc« ll-ariogir, sondern auch vuc« limieis 8or-b>-> unv ihr vuc-l», die Sorbische Marck genennet, deswegen, weil sie die Sorben - Wenden, so in Thüringen cingesallin, abhalten solren; welche« die Gelegenheit war, daß die folgende Regenten in Thüringen!tt-rct>>on« tituliret worden. Denn obgleich Heinrich I, als er nur blosser Hertzog zu Sachsen war, mochte in den Händeln mit dem Könige Lonraden Thüringen weggenommen haben, so bekamen doch, als Heinrich selbst Kö-nig wurde, und unter seinen Nachkommen, die Thüringer ihre besonder« Regenten. Nun wollen zwar einige vorgeben, Kayser ivrrs l habe Thüringen seinem Sohn« Wilhelmen, Ertzbi-schoffe znMayntz, geschenckee; solches istaber noch niemahlS erwiesen worden. Vielmehr finden wir die Marggrafen zu Thüringen folgendergestalt: r. Gunthariiio, starb,g». ,. Eccard, Marggraf zu Meissen und Thüringen, starb ><x>r. z. Wilhelm i, starb eozg. 4. Wilhelm II, starb 1062. s. Drec, starb 10S7. «. Egbcrr I, starb ioSg. 7. Lgberr ll, starb iogv. vero, der sünffte Marggraf, hat dem Erhbischoff pi Mayntz wegen de« Zebenden, so er in Thüringen verlanget, zuviel nachgegeben, woraus hernach unter Ka»ser Heinrichen IV viel Unglück entstanden. Eckbrcetic war der letzte Marg-graf in Thüringen, er haue viel« Händel mir Kaiser Heinrirven IV, und machte sich gar Getan-cken aus da« Kayserihum; er wurde aber von de« KayserS Hemricho Partlzey in einer Mühle, Eisenbüirel genannt, bey Braunschweig erschlagen. Nach ihm findet man keine Marggrafen in Thüringen inehr,wozu auch noch diese« mag Ursache gegeben haben, weil vor den Wenden nun keine Gefahr mehr vbhanden,da die beyden Marg-grasen in Laufitz und Meissen ihnen gnugsain gewachsen waren. Hingegen trifft man nun die solches keine ändern als die Landgrafen, welche noch jetzo darinnen vorhanden, unv wie folget, «inander gesolget haben: r. Hermann I, Gras Wmhenburg. 2. Hermann il, abges. n zo, Gras Wintzenburg, starb,i;r. z. Ludewig I, starb i igo. 4. Lud.wig II, der Eiserne,starb 1172. s. Ludewig III, starb -i-i. 6. Hermann IU, starb nij. Lom. k-d Lex 7. Ludewig IV, starb 12-7. ? Hermann IV, starb 1241. A. Heinrich Rasps, starb ohne Kinder 1247. ,0. Heinrich, Marggraf zu Meissen. Die bchvtn ersten Hermanne waren ans dem __________________Thüringen___________________,,-x Gräflichen Geschlecht« derer von Wintzcnbuia, so im Bißthnm HildeSheim liegt. Der cizi.-Hermann war schon 1100 bey dieser Würde. Der ander«, so sein Sohn war, brachte Lurck-harden vonLuckrm, einen Kayftrl. Bediente», um, wurde aber reswegen in die Acht gethan, und seiner Würde in Thüringen «nisetzl, solche auch von dem Kavser Lothar,11» >ezoa»Gras Ludewigen gegeben. Hermann ist hernach >i;r mit ftiner Gemahlin zu Wintzenburg in, Bei« eestochen worden, von einem seiner Riner, dessen Weib er mit Gewalt geschändet hatte Der neue Landgraf Ludewig war «in Enckel Ludc-wigs deS Läreigren, den Kayser Lonrad II, mit dem er verschwägm, 10z, mit vielen Gütern in Thüringen begabt. Sein Sohn Lude, wig wurde der Springer beygenahtnet, weeen eines Sprunges, den er von Gibichenstein bey Halle in die Saal« soll gethan haben, welcher aber al« ein« Fabel, die in glaubwürdigen Scribeneen nicht gegründet, billig verworssen wird. Erstarb 112z, nachdem er Ludewigen II! gezeugei, der von feinem Schwieger-Vater, Kayser Loche» rius, die Lanvgrasschaffl Thüringen erblich bekam. Daß ihm aber eben zwölss Grafen untergeben worden, wird von etlichen neuen Geschichtschreibern zwar angeführec, «ber nicht bewiesen. Ihm folgte sein Sohn Ludewig, der Eiserne benahnier, weil er gemeiniglich einen Pantzer an-gehabt. Denn ob er wohl ansänglich gar'gelui-de, und gegen seinen Adel nnd Bediente we.ch war, so machten fie eS ihn, doch so grob, daß er ander« Saiten aufziehen must«; wie er den,,,inmahl etliche Gefangene »onAdcl in den Pflug gespannte, und einen gantzen Acker bey Naumburg ülwr Freyburg umgepflügei haben soll. Diese« Bruder firüdricb stissietc die Ziegenheimische Linie, die nur Grasen hiessen, und 14,0 mir 7,0. Hann dem Srarckkn auSgestorben find, d,e Gras, schafft aber ist an Hessen gekommen. Der andere Bruder Hermann, von dem an seinem Or-te ein Arnckel stehet, bekam von dem Kavser ficic-drich I,, ,g, die Psaltz-Sachsen, und folgte hernach seinem ältesten Bruder in der Landgrasschasst, als derselbe ohne Erben in Syrien starb. Nach ihm kam sein Sohn Ludewig, der Hnli, ge zugenahnit, der sich m, mit des König« r»» dreas in Ungarn Tochter Elisabeth vermählte, aber nicht lange darnach ira? zu Hydrunr aus der Orientalischen Reis- starb. Endlich kam Heinrich Raffo, der letzte Land-und Psaltzgras «u« dieser Faniilie. Er war in solchen, Ansehen bey Kayser isriedrieden II und dem Reiche, daß ihn jener bey seinem Abwesen zu einem Statthalter und Verweser des Reichs in Deutschland erklärte. Als Znnocentz IV Kayser zjriebri' chcn II in Bann ihar, und des Reichs unwürdig erklären wolle, auch der Landgraf den Kayser berüchtigte, als wenn er zu Franck-surr aus dem Reichs-Tage die gotteslästerliche Rede von den erit-ur impailoeibni gethan hätte; schlug ihn der Pabst zum Katzser vor, er wurde auch 1246 zu Würtzburg von verschiedenen geistlichenFürsten, deswegen man ihn speit-weise den Pfaffen > König genannt, erwehier. ES geben etliche von den neuern Seribemen zwar

SLS ,8'7 Tbüringen zwrr vor, Laß er in »er letziern Belagerung vor llln, durch einen Pfeil verwundet, und daran qe-stsrben sey; aber bey gläubwürdlgern Geschlchi-schreibern findet man, Laß er zurück nach Thüringen gegangen, und zu Wartburg durch den Durchlauf - rg7 aufgerieben worden. Er har verschieden« Gemahlinnen gehabt, deren die legiere Leaerir geheißen, so Hertzog Heinrich« in Lothringen Tochrer gewesen, unv nachmahl« Graf Wilhelmen von Flandern gehchrarhek lzm. : Weil nun Mil ihm der alte Stamm auSgegan- -gen, funv«n sich » Lompeienten zur Landgraf, schafft, Heinrich der Erlauchte, Marggtas zu Meißen, der nicht allein de« letztem Landgrafen Schwester-Sohn, sondern auch vön dem Kayftr Friedrichen >1 ,»«ä Mit der Anwartschass« aus Thüringen und die Pfalh Sachsen begabet war. Nichi« destowrniger kam Sophia, Heinrich» von Brabant Gemahlin und Ludewig« de« de, ligen Tochter,und machte Anspruch auf Thüringen vor ihken Sohn Heinricd, der zum Unterscheid de« ändern, m der Historie da» Rind von Lradanr gemnntt wild. Nun war zwar die Sophie in gleichem Grad mit Heinrichen dein Erlauchteren, aber damit kam e« wieder aus der Sophien ihren vorigen Streit mir Heinrich Rasvo an, vor dem sie verlangte, «in näher Recht an Thüringen zu haben, er hingegen sie u» rer dem Vorwand, daß auch in Ku,Nr promiicuie da« männliche Geschlecht« dem weiblichen, wenn e« auch im nähern Grad wäre, vorzuzlehen sey, sie würcklich ausschloß, auch vor einen Landgrafen von dem Kam« Hiiedri-I, II und ändern im Reich gehalten und erkannt wurde, wie sonderlich au« der Wahl zum Römischen Könige zu ersehen. Diese« war eigemlich die stceiiigt Sach«, und nicht wie einig« neuer« Scribenicn ivollen, di« die - Frage, so de« Heinrichs Rasps Bruder« Toch-' nr oder dessen Schwester Sohn nach dem iure repririeiirarionl! folgen sollen; denn solche« Recht Nicht ander« statt hak, als wo Brüder mir den BrüderS-Kindem concurriren- welche« hier nicht gischah«. Dieser Erbfolg« < Srrelr gcrieih zum bluiigen Kriege, der bi« ,a«; gewähret. Hcr-hog Albreche von Braiinschwerg war aus der Brabanrischen Seire, weil H-inrich das Rind snn« Tochter heyrarhere, er Wurde äber ii6j gefangen, kam auch nicht wieder loß, bi« chm sein SohnDreo, (der hernach de« Marggra-se» Tochter Elisabeth heyrarhete) Mit »ooc, Marck Silbers und 8 Schlössern an der Werra gelegen, besreoere; und hiermit bekam der Krieg ein Loch, und die Pariheyen vertrugen sich, sonder Zweiffel auch deswegen, weil die Erbsolgo-Rechl« selbiger Zeilen nicht so klar waren, als sie hem z» Tag« sind. Heinrich von Brabani Uber-kam Hessen mit 8 Schlössern Eschwege, Beilstcin,' Allendorff, Fürst,nstp», Wlzenhausen, Argen-berq, Wansried und Sonwa- nebst 7000 Marck Silber«, und kommen von ihm all« Landgrafen von Hessen her. Dagegen behielt Heinrich, Marggraf von Meissen, Thüringen und die Psuitz Sachsen. Ob aber dl« Erb - Vereinigung zwo schm beyden Hälisern Meissen und Helfen da-mahl« (wie einige wollen» mich!« worden, kan -«mner/ä/Le-ea/ Xd.///Thei>. Thüringen i87ll vielleicht, hingegen au« denen Archiven gewis behaupt« werden, daß fast mehr al« >00 Jahr he» nach >Z7, die erste Erb,Verbrüderung zwischen ihnen allererst ausgerichtet worden ist. Sei, dem nutz inid bis aus unsere Zeilen haben die Marg-grafen von Meissen, und hernach auch Lhur-unv Fürsten z» Sachsen die Landgrafschaff! Thüringen besessen. , Sie besitzen auch daruMen nicht allein da» meiste aN Ländern und kturm, so ihntn völlig umerworffl», wie die Thur-Sächsisch-Wei-marische, E>senach.Go,ha-Salseld>und Weiffen-seisische Landes Anihelle sind, be«weg«n sie auch z Stimmen aus dem Reichstage führen, und wovon sie alle« gemessen z sondern sie haben und beachten auch im übrigen viele Rech», äl« kk kan. dessürstliche Hoheit bey den Grasen, Hechen, Edellemen rc. bi« Schutzgerechilgkcir über da« Sliffr Quedlinburg, die Reichsstädte Mühlhausen »nv Nord Hausen, viel Lehn ulid Vasallen ic. siche hierbeydenAsickel: Säcksischr Vasallen, im XXXIII Bande, p. er« ». ff. Da« übrige besitzet lhes« Thur-Maynh, nehmlich d>e Sradl und Zugehor von Erfurt, und cheil« det König in Preusscn, al« Fürst zu Halberstadt, nehmlich die Herrsch,iffien Lora und Kielienberz: rheil« die Fürsten von Schwartzburg zu SonberShausert und Rudolstadt; die Grasen von Mannsseld, Grasen von SwIIberg, Grasen von Höhenlohe, nehmlich wegen Otdruf, Grasen von Hatzsrid, wegen Blanckenham', Gleichen undRicder Lran-mchfeld, der Burggraf von Kichberg zu Fatnro-dt, die Grasen von Werrher ic. Det Deutsch« O-den, wegen dir Baley Thüringen und Grief-ftädt, di« Reichsstädte Mühlhausen und Nordhau-stU tr. von welchen allen unter ihren Titeln web eer» nachzusehen. Nachdem wir also den Ur> sprung, den Nahmen die Regierung ln Thünn, gen abg«kandelt haben, so wollen wir zu einigen ändern Alrcrchürnern und Untersuchungen schreiten, weicht wir mit Bedacht bi« hiehec versparet haben, damit wir den Zusammenhang der Geschichte nicht trennen Möchten. Die erste Abhandlung, die de« Alierchum« und der Thüringischest Histörie wegen, nölhig ist/wirdvon dem Wappen des Lönigreichs Thüringen handeln Sigmund von Zirpen stellet in seinem Sächsischen Heldensaal gleich voran inKups-fer sechs Lilien im blauen Felde vor, worüber: Rönlgreich Tbüringen, stehet. Per. Beceius schreibt bib. III. Lommcnr. 8et. 6erm,n. P. HZ sib-r dem Thor de« Kloster« Tr. P-rri und Pauli ans dem Petersberye zu Erfurt wären sich« Lilien zu sehen, ivelcheda» alte Wappen sign sollen; er sgai aber nicht wessen- ob e« de« Kloster«, vdtr da« Königliche Fränckische, oder Thüringische bedeuten soll. E« ist aber dlest« billig ln Zweiffel zu ziehen, da weder die Thüringischen noch Frän-ckischcii Könige im sechsten Achthundert und vorher», die Lilien zum Wappen gehabt, ja nach der Frantzös,scheu Geschichtschreiber eigenem Geftänk-niff«, nehmlich de« Tillet ke-u-i> Ue> Itvz-ri -Io prancc, und dt« Ldisslkt -tn-It. cniiäiek. e-p. y. p. »40 sind die Lilien v»r dem zwölffte» Cer ccc r Zahr<

sss >87y Thüringen Jahrhundm nicht zum Wappen de« der Könige von Franckreich angenommen, sondern von dem Könige Philipp 2ug„st,dervon , ige-bw-r-z den Frantzösischen Scepter gesühnt, zuerst ange-wenv-e worden. Diherv wo Lilien vor dieser Ze>t angesührek, oder sonst «ingehauen, oder ge> mahlet, vor der Könige von Franctreich anSge-geben wtrden ; so ist da« Borgeben grund falsch, striederich Lucä schreibt in seinem Fürsten-Saale: „Anfänglich sühxieThüringen imWppen „ein silberweiffes Rad, in «inen, Pnrpurroihin „Felde oder Schilde, und in de« Rade« Miuei-„puncie einen purpursärbigen Pall mit sechs „Spüchen ohne Schienen mit so vielen Psauen-„Federn auSgezimi.» Unser« Meynung gehet kurtz dahin: Daß da« alle Wappen von Thüringen, «he in diesem Lande ein Landgraf regieret, scy ein silberne« Rad im rochen Felde gewesen, welche« der Erhbischoff zu Mayntz Wilhelm, al« er von seinem Barer Thüringen bekommen, zum Zeichen seiner Herrschaffi über diese« Land, zum Wappen angenommen, und von seinen Nachfolgern bi« auf den hemlgen Tag sortgesüh-ree, auch die Sladr Erfurt, al« «in Gnaden-Wappen, damit begnadiget worden. Rach der Zeit aber Hai die kandgrasschaffl Thüringen einen silbernen mit vier rochen Querstreissen bezogenen Löwen im blauen Felde »qzn Kayser Lorharius dem », bekommen. Der silbern« Löwe hat ver-inuchlich eine Absicht auf dm allen Zustand Thüringen« gehabt, indem Thüringen vormahl« ein so große« und mächtige« Königreich gewesen. Bey diesem Wappen aber ist zu mercken, daß Memll aus Metall gesetzt worden, und'daß Ver Löwe wider die Regeln der Wappen-Kunst, nach Leen lincken Oberwinckel zu sieh«. E« irret aber Llbiii in seiner Meißnischen Land > Lhronicke p zi? Wenn er dem alten Königreiche Thüringen sechs gelbe Lilien zusthreibet, und über den Löwen vier weist und eben soviel röche Straffen ziehet, denselben b»nd machet, und ihm ein« ,ü>-dene Leone aussetzer, welche« in ändern Wappen-Büchern nicht gesunden wird. Zschackw.gens Wippen-Kunst, p. 2,6. Wir gehen nunmeh-ro zu der Thüringer Religion und vornehmlich su ihrem Heydcnrhiim fort, wobey viel nöthige Dinge zu benienken Vorkommen, die au« dem Altecthum herzuneh-men sind. Wenn Sagirrariu» von der Thüringer Abgöttern handelt, so setzet er den Wodan voran, und giebl vor, dadurch würde der Römer tNercur verstanden. Er bezieht sich unter ändern auf da« Zeugniß warnefrid» eie xctl,! boagubrnloeum bil>. I. c,p. X. wenn man aber die Eigenschaffien de« Mercur« anstehet, so ist gar sehr zu zweiffeln, ob die Thüringer den Gott Wodan in diese» Absichten und Eigenschaffien angebeiel haben. Wann wir aber diese« Wort in seiner Etymologie oder Abstammung anschen, st giebl un« solche« Gelegenheit zu muth»,affen: Wodan oder auch Woden habe von dem Teut-schen Worte G« und nach alter Mundart Sod einen Ursprung genommen. Es würde daher Thüringer» >zzo eben nicht ungeräuml seyn, wiiin n»>n sagte, durch Woden werde die Sonne, al« der alien Hcydnischen Teuischen Haupt und vornehmster Aon verstanden. Di« Sonne würckei durch ihren Glantz, Schein und Wärme nicht« al« lauier Sure», deswegen nennnen die alten Heydnischen Teuischen die Sonne Gvd. Nun ist bekannt daß die Buchstaben die eine Ber-wandschaffl mit eüiander haben, vielfältig verwechselt werden. Denn man schreiblpmt-etmur, 6,1t, vv-lli ^ Dahero kan man ja auch «bensal« vor God, Gore, Gnove, auch W»d«, Woban, Woden, Boden, Bovan annehmen. Daß aber dieser Wodan oder Woden dir Thüringer, Sachsen, und anderer Teurschen Völcker sehr geehrter und einer der vornehmsten Abgötter! mag gewisen seyn; solche« ist unter ändern auch daraus zu erkennen, weil diejenigen, welche vom Heyden-rhum sich zu den Christen wenden wollen, vornehmlich den Wodan abschwören musten. Die-seAbschwörungS-Formel ist sehr merckwürvig,und wir wollen sie mitcheilen, sie war dies«: bveücklllu Olobvke? Entsagest» dem Teuffel? Anlwon: Ich entsage dem Teussel. knä ellum l)ul>ol-6el<le? Und aller Teuffelischen Gestllschaffl? Antwort: Und ich sage ab allerTeuffelischrnGeststschafft. Und allen Werckrn de« Trüffel«? Antwort: ku« ec iort-cbo sllom viibole» vvercum eil« vuorllum, enöe lpo»i>a, en» 8i>xn 0/e, enUe allem ikem llukolilum, «Ke Kit- xcnowr gut. Und ich sage ab allen Wercken und Worten de« Teussel«, dem Thor, und Wodan, undsder Sachsen tvdin, und allen bös«, Geistnn, die mit ihnen vergesellschafft-e stnd. ssalckensteins Nsrdg. Älterch. und Mcrckw. l Tb viti cap. p. ,00. Nächst diesen Thüringisch«! Abgott setzet Sastierarkue die sjrea oder 8r>N' ga, welches die Römische Venu« scyn soll. Es ist aber ebenfalS sehr zweiffelhafft, daß die Thüringer der Römer Benu« in den Eigenschaffien und Absichten angebeiel haben sollen, wie bey jenen geschehen: Sondern c« ist viel glaublicher, daß gleichwie da« Heydenlhttm durch die Zrea oder 8rigga de« Wodan» Weib verstanden, also hierdurch »ichr« ander« al« der Mond, der andrr« Haupi-Gott der Temschen zu verstehen sty. Nach de« Sanirrarlus Bericht« soll Thor der dritte Haupt-Gott der Thüringer gewesen, und vor den Römischen Zupiier zu halten seyn. Diestr Jupiter ward vor «inen Gon

>88' Thüringen Thüringen >88» über Donner und Blitz gehalten, und man kan mil vieler Wahrscheinlichkeit sagen, daß dir alten .Heydnisihin Deulschen, und mil ihnen die Thüringer durch diesen Thar, oder wie e« in der Alt« Fräncklschm Sprache heißt, Thunar ander« nichl«, al« da« Heuer oder da« Firmament, an welchen Donner und Mtz sich ereignen, vvrgestel-lei haben. Er wurde mir einer Crvne aus dem Haupie gebildet, und die Sonne stelle- «benfall« am Firniamenle ln seinem Minel-PunttedieCro- «Laroluo M. in Oldausen kommen und zwar ju »Svlstedt wagte: wer ihr Gon wäre? gaben „sie zur Antwort: Lrode sep ihr Gott. Hier, »auf Kal Larl geannvorler: Ist Lrode euer »Gon? «S mag ker Crode ein Teuffel sign » Nach d<r Zeit ist der Thüringische Fluch oder da« Erfnrtilche Schelmen entstanden du Lrode, kl, Trüffel«Lrode. Sruffowar auch ein Abgorr der alten Heydnischcn Thüringer, welcher aus einem zwischmHeiligenstadlundEsch- an. -dirniamenle in seinem M,ne -Piincieolea.lv- -vag,«' au, en.rin ,u->,q,ru^,>ugu>iiavl»nv^iq^ m ve Zhn umgab^ iE hevgläntzen- «weg« aus vom Eich« gelegenen Berge, der von de Sterne, und vielleicht hal man damahl« dar.! ihm den Nahmen Hane, verehre- wurde Zn unmaus die «völss himmlische Zeichen durch: diesem Bilde wohme «in böser S-ift, weicher den wssche di S Nnk ährlich geh^ gesch«n. Daß Fragende., Anmor-«rch-ile,.. W° derselbe h,n-aber die Thüringer von diesem Thor den Nah. gekommen und was wnm von ,hm zu merrken, men haben sollen, solche« 'st schwerlich zu glau-sieh« unker Srusso,m XbBande, p. rrsz. ben, da man keine eintzig« Naiion findcl, welch« von demjenigen Goil, welchen sie msonrerhe,- Zsrrüna war «ine Thüringische Güttin, die von demjenigen Gott, weieyen ,,e uiwue».-,» vmbitt ibren Nadmm haben solle. Und war.! bey Hardegsen, vhnwett Gölungen verehre: wur-vcrehl-l, ihren iaymrn Y -»g,,.;».,,... v. -Mir babcn diese Nachricht au« de», Kr. um wurden die Sachsen nichl auch Thüringer ge> neiuiet, da sie den Thor so wohl verehret«» al« diese? Den Abgott Lrodo, welcher auf der Hartzburg in Form eine« allen Manne« aus einen Zsch gestanden, uNd in der rechten Hand «inen Hand-Korb mil Blumen, in der bucken de. Wir haben dich Nachricht au« dem Se« rarius, der sie au« dem Lrhlonus beybringt. E« ist aber die Frag«, wer und wa« durch diese Abgöniu zu verstehen s«>>, und ob «wa die Römische fl-srruna darunter rorgesteill werde. Man »eher nichr, wie die Thüringer zu einer Vereh- tN<NÄLNd-«°rvMii-0iumrii, ». vu abere'nRadqekalien, wollen einige zumAbgott «mg, wie d.el-lbe bey den letzteren geschehen, si>i-der Sachsen und Thüringer machen, welche« !-m gekommen sehn- Vielt von den Alien, lchreibr man wohl eben Nicht ln Zw-lff-i zi-ben k-n; daß Monefaucon l-°m. I. !>»-«. >l. g. z,,. a»-.- l-män aber dadurch den Römischen Saeum -Xmigo.w expl.gue«, hal-en geglaubt,undgäntz-verstanden habe, solche« ist nicht wohl zü glau. sich davor gehalten, die stsio sey eben da« wa« b-n Von der Kleidung und de« Nakmens Ab- j die zorruna insgemein, doch mit diesem Un,-r> NauiMiiiia haben wir schon im vl Bande, P ,sch«id, wie Apulesu» sag!, daß die Isis die se- ' . ^ ... jkn „„I« in kende. k)»S ander- akir d» blinde »II n,n- i«8- gehandelt. Jetzo wollen wir ihn nur in soserne betrachten, als er der Thüringer Abgm ist. Einige stehen noch im Zweiffel ob dieser Lrodö ein Thüringischer Abgott gewesen, dag ihn aber die Sachsen al« einen Gon verehre, haben, solches giebl man durchgängig zu. Sagir rakiu» Mistel, noch, ob er ihn vor „ne Thüringische Gottheit halten soll. Von dem alten Herden-und Thristentkume der Thüringer schre bi er c-g. l. p. 5. folgender Massen: »Weil der »Sachsen Götzen «ML» bekannter, so nwchic »man von denselben, so viel die Thürmakr be-»irissi, etwa« b-stakidiger« Vorbringen können. »Zedoch muß ich gerne gestehen, daß ich noch,m »Zeit «i» mehrer« nicht bemercket, al« wa« sich , an« dem in Tküringeii und sonderlich auch m »Erfurt mit vielen Zusätzen bekanntest Sst-lt-»worie ^röre aus den Sächsischen Abgott L:c-»d» schliePn läss«,.» Kurtz daraus schie.b, er daß e« mit votgedachtest bre» Götzen Lyor, Wodan und 8ria, wie auch den Lrodo, wa« sonderlich die Thüringer berräffe- aits solchen Giünden beruhete, darwieder matt noch wohl etwa« zu erinnern hätte. Sagttcariu, trägt also Bedcncken den Lrod» Venen Abgöttern der hende, die ander« aber die blinde Fortuna zu nennen sty. Doch ist e« wahrscheinlicher durch diese Fortuna werde Ton» und Mond verstanden-weil rer Einfluß und Würckung von denselben denen Thüringern da« gröste Glück zu geben schien. Siel, ein Thüringischer Götze, ward in der Gegend um da« Schloß Katelenburg und da« Klolter Zlefeld auf einen« Berg« , welcher die Biel« Höhle genennet wurde, angebeiee. E« ist »ich, bekannt, n-a« die Alien dadurch habe» an» .eigen wollen. Lvnst. Heinrich weise stehet n den Gckancke», Lelenns oder Tibeliniio sty d>« Sonne, und wir wollen ihm so lange bey» dfiichren, bis c« un« jemand besser sage» wird. Umerbalb Nvrdhausen liege ein Dorff, welche« röila und aus dem Hartze ein Schloß, welche« B clstein genennet ward, die vermuthlichihreRah-Hin von diesem Viel bekommen haben, siebe Biel» lici», j,n »IBanke, p >7Sg. Lahra und?e« eba waren auch dergleichen heydnische Thüringische Abgötter welche der heilige Bomfacius zerstöret habe» soll, wovon 7«cck-> im XI v Bande, i> ,eo, und Lakra, im xvi Banke, p 244 nachzuschlagen. Wa« übrigen« unter diesen Gottheiten zuverstehen, hat niemand mit Grund ange- alien'Thüringer beyzusetzen, wir aber nicht. i M. Rcro,2K-rodd od-räflaerc, ingleichen Denn erstlich war die Harhbuig, aus dessen B-r-! r-r b-rnn-n- puste«,ch oder Puster waren «ben- g7 diese« Bildniß stund, in Nord-Thüringen Dann wurde der Lrods «och von ändern Völ ckern, al« in der alten Marck-Brandenburg, an-gebetet. Drillen« sinder man noch Herrn von «alckensteins Berichte, in einer alten geschi,-be. neu Thüringische» Lhronicke folgende«: »Al« sali« Thüringische Göttinnen; wer aber hiewon genauere Nachricht haben will, der muß entweder ijalckeustrins Nordgauische Ailerthüm. und Merkwürdigkeiten, I Tb ,W Raibe ziehen, oder die besonkern Artickel davon misslichen. Di« Diana ward, gleichwie von vielen Völckem, an Lcccccg die- oigii-ii-i-.uv, s«rö.<I-N avici, <n- o-uir-ii- N<»-->>ung-s-m-i!>-ci,^i

SLS ><8; Tbürinnrn vielen Orken Deutschland«»: Alst auch von den heydnischen Thüringern Göttlich verebrei. Lrk- dem Leben de» heiligen Kilians find« man, wie der Thüringische König Goßbere die Dana in besonder» Ehren gehalten, «md viel Achliing vor sie gehabt Hab«. Von dieser Diana, die unrer ändern anchal« «ine Zagdgöiiin verehr«! worden/ mag da« sogenann« würend« Heer, welche» sie commandiren soll, und die Frau Holla ihre» Ur> sprang haben. Hiervon wissen die Bauern in Thüringen abenbiheuerliche Dinge zu «rzehlen, und der Herr von Erkharr schreibt in cvmmenr. Nee. >'>.,»clc dvm. l.p 276. „Der gemeinePö-«del glaube, daß die Frau Holla vor dem Wey« «nachisscste hausiren gehe, s- -ncllll!, gor p-nl- „oionri, I'iicete " In Franckenlande wird dieser S.hreckgeist Holl.npöpel genennei, und damit pfleg! man den Kindern «in Schrecken einzujagen, welche» mir guien Rechk unierwegen» bleiben konnr« ; c» ist aber diese» mchr» ander« als ein Abbildung der Hulda oder Diana. Au dein Map», inver Gegend, wo nachderZeit Schweinsuri erbauer worden, wurde zur Zeil des Heyden-ihuius ein Götze verehre!, der Lollus, Lull«, vder Lorllli« hieß. Weil sich nun Thüringen ln den dainahligen Zeilen auch bi« dahin erstrecke» ie, so muß dessen allhier auch Erwehnung geschehen. lli» seine Gestalt wollen wir un« hier nicht bekümmern, weil wir davon schon im X Vlli Ban-de, p. za? u. f. unter Lollus gehandelt haben. Dick» müssen wir nur hier noch anmercken, baß gleichwie die meisten Gottheiten der Deutschen und anderer Nationen in ihren Bildnissen und Figuren etwa» besonder», als» auch össier» eine Smenlehre vorstellercn; so ist e» auch mit dem Loellus geschehen. Die alten Thüringer und andere Völcker, welche diesen Abgott anbeieken, wollen dadurch die Ruh« die Sicherheit, und mit einem Wort«, die selbftoigene Zufriedenheit anzel-gen. Denn die Mohnhäupler sind Zeichen der Rahe und Zufriedenheit, weil sie den Schlaf befördern, und dadurch die Sorgen vertreiben. Dieselbe wird auch durch ,»längliche Nahrungsmittel befördert, welches die Trauben und Kornähren "i erkenneii geben, lind da im menschlichen Umgang alle» diese» durch ein behutsame» Stillschweigen vermehret wird, so zeigt diese» da« Götzenbild dadurch an, wenn c« mit dein Daum und Zeigefinger die Zunge hält, zu erkennen zu neben, daß durch eine unbehuksaine Zunge viel Unheil und Ungelegenheit gestifftel werden könne. Da nun dies« Völcker eine grosse Glückseligkeit daraus setzten, so ist kein Zweissel e» haben die alten Francken, und mit ihnen die Einwohner dieser Gegend, da» Götzenbild deSweqen verehret, da mit e» ihnen diese Gunhal ziuvege bringe» in dchle. Nach der Zeit, al» da» Christenihum in diesem Lande ist eingesührt worden, haben die T hüringer «inen lummen und narrischen Kerl eine n grosftn Löll genenne, Weil sich die Thü-r i nger vbgemeldeier Massen auch gegen Mittag b i» an di« Donau erstrecket haben, so könnten a llhier noch diejenigen Abgötter, die in dasiger Thüringen , ggg Lankes-Gegend verehret worden, als zmn Erempel der Gvtzenhayn, zu Eiiicnzhcini die Druiden-Pritster und dergleichen mehr in Betrachtung gezogen werden i Allein wir haben ohnedem noch genug «orzulragen,daß wir ün» damit nicht ivel-lcr «inlassen können. Inzwischen wäre zu wünschen , daß der Traciat von der Thüringer Abgöttern- welcher den Titel führet: l)e vmmbi» geaiilium m 1°l>urii>giii löeaür» opu;, »I>i», cu julvi! iirugin«, wovon Johann Vondcruv, ein Mönch de» Kloster» ReinhardkSbrunn, Verfasser seyn soll, zum Vorschein käme. Sonst ist kein Zweissel, daß nicht die alten heydnischen Thüringer mehr Abgötter, al« die angeführten gehabt haben mögen, welche un« aber unbekannt sind, wie man denn auch nicht zweiffeln Vars, daß sie wie andere deutsche Völcker den Teuffel ange-beiet, welche» Dchlonus in dem Leben de» heiligen Wunibalde bezeuget. Daher auch Larl der Grosse «in besondere» Gesttz, um diesen Teuffeltdienst auSzurallen, gab, welche» in dessen tlrpiiiilrridiu dlum. VIII. mit folgenden Worten enthalten ist: „Wenn jemand «inen Menschen «schlachtet, und ihm dem Teuffel zum Opff-c «darbringl» der soll de» Tode« sterben." Hieher ist auch diese« noch zu ziehen, daß die alten heyd-nischen Thüringer und ander« Nationen mehr, Bäume, Ha-xne, Wälder. Brunnen »uv dergleichen mehr Göttlich verehret haben. Zum Beweise dessen kan un« die bekannte also genannte Dsnnereiche in Hessen dunen, welche bcp Geismar gestanden, und vom Helligen Sonlfa-cius zerstöret worden. Serariüs i'om. l. Lcri-z»or. Itsr. lykogunruc. p. 2y4 ex 0/ö/o», viia 8. livnis-cii Lib. 1. c -7. Was wir bisher von den Göttern der Thüringer gemeldet haben, hält Martin Lhrisssph Laurentius vor lauter Fa-belwerck in Ociglnibu- vormgici! P. 70 hingegen will er behaupten, die Isis und Liz- wären t-r Thüringer rechte Völker gewesen. Er richtet sich nach seinen angenommenen Hauptsatz, daß nehmlich die Thüringer Dberringer, da» ist stich« Leui« wären, die anfänglich am Ober-Rhem gewöhn«, nachgehend« aber in diese Länder gekommen; niülsin hält er sie vor Schwaben Da nun bekannt ist, daß die Schwaben besagt« Isis und Liza al« Land > Göttinnen verehrl, so muß er sreylich auch sagen, der Thüringer Abgötter wären auch dergleichen gewesen. Da aber Laurentius sein Vvrgeben nicht einmal l mit einem wahrscheinlichen Grunde beweiset, sondern nur perkvekum kiibco setzet, so haben de» Orhlonue Zeugnisse, dem wir gefolgt, allerdings mehr Nachdruck und Stärcke. Dir Are und Weist wie die bcsdnischi» Thüringer ihre Abgötter verehret haben, wirb vermuihlich mit der ändern Teusschen Völ-cker ihrer überein gekommen sevn, und in Anrassiing und Opffern bestanden haben. Sie sind a «Heodcn z o weit gegangen, baß sie auch Menschen gecpssect, wie man au» beS Drhlons obangesührken Buche Lid. III. c gr. erstehet, ja einig« von ihnen ha-

,885 Thüringen________________________________________ Thüringen_________________-sss ben als Christen den 'Heyden ihre Leibeigene zui daselbst noeb so sehr blüh«»/ und man durch An« dem grausamen Mt»schm>Opsser verkaufst, Ueber-j beiuuq der schändlichsten Götzenbilder das hbch, diese« haben st«sonst noch viel Heydnischc Ge- stc Wesen verunehrere, und man von seinem bräuche und Aberglauben an sich gehabt, aus! Schöpffer aas solche Weise abfiele. So sähe cs Vogeigeschrey Achtung gegeben, das Satanische zur Zeit der Franckischrn Könige des Llodoräus Wahrsagen geliebet, mit Zauberdingen umgegan- It, und Sigebere des I», kurtz vor des Loni-gen, und folglich viel Zauberer und Hezenmeister faciu» Ankiinffl in Thüringen aus. Der im 7 unter sich gehabt. Dieses ist es also was wir Jahrhunderts lebende Thüringische HertzogtVo^ der Thüringer Heydemhum haben beybringen beriz ivar ebenfals noch «in Hegde. Diesen ha wollen. Wir geken als» so« zu der, unter den ' " " '.............................. Larvlingischen Königen und Kaysern erfolgten den nicht die vorgegebenen Prediger des Pfefferkorns zur Christlichen Religion bekehret, sondern ikilian, ein Gefährde und Vorgänger des Boiiifaciii», welcher ihn durch seine Predigten zur Ablegung des Heydentbums bewogen unv gelaust! hat! Rolcwinck io s-tciculo lcingorum ag »n. «0^. Serarius >0 vi» 8. mii-ol. Damahls war noch kelne Christlich« Kirche in Thüringen, sondern dieses HertzogS Sohn Heran»» har in dem südlichen Theile, der nachgehenks Ostfran, cken genennel worden, die erster« und zwar aus Bekehrung der Thüringer und wollen die Zelt genau untersuchen, wenn dieselbe ihren Anfang eigentlich genommen habe. Sag,rrar,n» und Pfefferkorn stehen in den Gedancken, al« ob nicht nur vor der Ankunst, des Heil. Lonifaclu» in Thüringen ein Kern ei-neSgmen Christemhums indies-mLandeqewes-n, sondern meynen auch, derselbe habe den Saamen dem Berge bey Würtzburg erbauet. Lckareh der Christlichen Lehre ausgeronee und lauter Uu- i'vm. 1. k»ncic. p. s, s. Doch Harro ba- kraur an dessen stait hinein geworffen. Der er-! mahls das Heovemhum die Oberhand, unv die stere von diesen behauptet in /imiquic. c-enriliinii Thüringer verehreren unter ändern Abgöttern in-k cke>ül-,illmi pkuringlci, daß die Christliche sondtrheit die Diana, wovon Wik oben weitläuff-kehl« schon im sechsten Jahrhundert, als der Lhü< tig gehandelt lgiben. Zn der Leben»,Lestchrck« ringische, obwohl damahls noch Heydnisch« König bung de» Heil. Riliano, die in Ludervig» HermenfrirdkaSGoihischeFräuleinAmalfricd Würhburgischen Geschieht > Schreiben! n 08z. geheyrakher habe, ihren Anfang genommen. Den befindlich ist, wird gemeldet, daß, als dieser Thrist-Bewciß davon sehet er auf lauter Muthmassun- liehe Lehrer da« Evangelium Christi in Südihü» gen, desgleichen dieses wenn er spricht, Lonifa. ringen, zu Würtzburg und in das,gen Gegenden ciiio habe allzusebr dem Päbstlichem Stuhle an- geprediget hätte, so hä«« sich das Vvick über die gehangen. Pfefferkorn führt in seinen auSerle- neue Lehre verwundert. Dieses geschah im 7 senen Geschichten von der berühmten Landgraf- Jahrhunderte. CS ist zwar nicht zu läugnen, schafft Thüringen p. «, u. ff. einige Christliche daß nicht vor des Äonifaciu» Zeiten dürffrcn Priester in Thüringen an, von welchen er vor-^ Christen in Thüringen gewesen s-pn; ihr. Zu« giebr, sie hätte» vor und nach des Königs Llo> stand aber war nicht viel besser als der Heyden, daran», und also »och vor den Zeiten d-S Heil., zudem nahmen sie sänimtlich ein Ende, und star-Lonifaciu» in Thüringen, in Ermangelung der! den aus,so daß nach des HertzogsHedenus unv Kirchen in, Felde bey Brunnen oder Bäumen, dessen Sohns Thuringo Tode, welche'bevde im «insältiglich geprediget. Diese habe Lonifacius Jahr ?>« in einem Treffen das Leben einbüsseieri, nach seiner Rückkehr von Rom verfolgt, sie vor fast gar nichts mehr von ihnen zu hören war. Ehebrecher und Ketzer gehalten, eie die Hcytni-^ Ferner fielen die damahl« noch Heydnischen Sach, scheu Gebräuche wieder entführen wollen, und er, sen in dieses Land, und rolleien die Christliche habe nichts als von Obcr.Herrschaffi des Pabsts Religion so aus, daß keine Spuren davon öffentlich gelehnt, ll-be,dieses habe er den chelv-I mehr übrig blieben. Aus diesen, was wir zeit-sin Stand mit aller Macht und Eyscr inThürln-, her angeführt haben, wird man klar und dem, gen verihkidiget und eiuzusühren gesucht, er selbst lich erkennen, daß der Heil. Vonifacins der-ab«r habc d,e Äö-,ber Tecklam, Kundrunden,! i-nige Christliche Lehrer und Apostel gewesen. Walpurgen, Kür-Hilden und ihre Töchter Brigitten, und Ostivyihen gauh lieb gehabt, und wenn er zu Fulde gewesen wäre, hätte niemand als das Weib Lioba zu ihm in seine Kammer gehen dürffcn. Wen» man aber den Zeugnisse» bewährter Gcschichi-Schrciber nachgehetzso wird, man finden, daß die Christliche Religion zur Zeit des Loiiifaciü» sich noch in gar schlechten. Zu, stande befunden habe. Denn erstlich waren die welcher die Christliche Religion in Thüringen verkündiget, und durch Lehren und Predigten auSgcarbeüet Hube. Salten aber wider Vcr» niuthen einige so ungläubig seyn, und cs bey den „»geführten Zeugnissen nicht bewenden lassen, so »erweisen wir sie auf den Drhlonu» inrerTaniiiilungderSeiid-SchreibendeSiBoni-faciu»,von fialckenstein» aufgesuchkc -voii- Christen nochgar rarnni diese Zeit in Thüringen,! quine. dionlg,u. im Hochstiffl Eichsteir. Weil und die noch etwa also hicffe», waren esnnrvem, aber noch vor dem Loiiifacius einige Nachrich-Naknicn, aber nicht der Thal nach. Der Ver ,m von zweo Christlichen Lehrern vorhanden sind, faster ! st L,,,, l «IS dem Heiligen Kilian, und Willibrord, E- /:»/</,> 5 beschreibet! deren Andencken annoch in dem Südlichen Thei» uns den Zustand der Christlichen Religion in le, auch jetzigen Thüringen beybehalien wird, so Thüringen i,n siebenden Jahrhundert ebenfals wollen wir dasjenige, was einen Einfluß in der noch sehr gering undbekiaghdaßdaSHeydenchum Thüringer Religion gehaßt, kurtz berühren. Bili'an

sss -887 Thüringen Rilian verdient umer den Christlichen Lehrern, von welchen wir etwas gewisse« wissen, »den an-gesetze zu werben, da er mil seinen Predigten zuerst die Thüringer Thristo zuzusühren gesucht. Er ist zwar, so viel man Nachricht Hai, in unser heutige« Thüringen nicht gekommen, hat aber -koch in dessen damahligen Südlichen Theile, der nachgehend« Ost-Fcancken genennet worden, die Lehre von JEsu «»«gebreitet, den Thüringischen Herhog zu Christo bekehrt, und ihn gewusst Rilian ist demnach der erster« Christliche Lehrer in dem Südlichen Türingen, von welchen man «lne zuverläßige Nachricht har, doch wollen wir gern un» belehren lassen, wenn un« jeniand mit Grund einen ankern und ältern wird zeigen können. Don seinem Lel-en wollen wir hier nicht« berühren, al« was zur Bekehrung der Heodnischen Thüringer gerechnet werden muß, und davon wir im XV Banke, p. 6,r u. ff. unter dem Artickel Rilian keme Nachricht gegeben haben. Der Anfang zu seinein Entschluß , die Heiden zu bekehren war folgender: Er überlegte einstniahl« bey sich die Worte Christi: Wer mir folgen will verläugne sich selbst, nehme sein Creuh aus sich, unk folge mir nach. Hieraus nakm er einige Gefährden zu sich, nehni-lich den Tolonat»», Gallo, Lrnwald, krcy Priester, Tornanna, einen Diaconu«, und noch sieben andere. Diese ermähnet« er, und sprach ihnen zu, sie möchten mit ihm ihr Vaterland verlassen, und bloß, nackend, und arm, Christo Nachfolgen. Da sich e« nun diese gefallen liessen, begaben sie sich zusammen aus ein Schiff, fuhren über da« Meer, kamen nach Deutschland, und zwar in den Südlichen Thesi von Thüringen zu Würhburg an. Damahl« regierte zu Würhburg der Thüringische Herhog Gozberr, ein Sohn Heran«, de« Ackern. Derselbe ließ den Kilian zu sich kommen, und «merredeie sich mit ihm von der Lehre Christi, und als er durch sein« Beweggründe überzeugt und gerührk ward, ließ er sich «8? al« em Christ muffen. Wie er um« Leben gekommen kan man im angeführten Bande nachsel.cn. Den Willibrord kan man aus gewisse niasse ebenfalls unter die Vorläuffer de« Heiligen Lo nifaeiiio in Ansehung der Bekehrung der alrcn! Heodnischen Thüringer ansehen. Kilian ist in' Süd-Thüringen, nachgehend« Ost-Francken, Willibrord in dem heutigen noch also genann len Thüringen, doch nicht so sehr als lener bekannt gewesen. Der Thüringische Herhog Heran,,» bat seiner Kirche ewige Güter in Thüringen, als Arnstadt, Mühlberg und Machore übergeben, und zuvor hatte er in Frießland die Heyden zur Christlichen Religion bekehret. Sein Leben findet man unter andern in de« Johannes de Le, Endsich Ist auch im sechzehcnden Jahrhunderte die reine und unverfälscht« Lehre de« Evangelii nach D.Lucherovvrgenominenen Reformation in Thüringen in ihrem Glantze erschienen. Die meiste Veränderung ist daselbst ,c»8 und zwar soweit e« kamahls dem Chursürsten zu Sachsen umerwürffig war, durch die geschehene General-

 Thüringen	izxz

Visitation, vorgegangen, wiewohl schon zuvor im Jahr ,,,7 Myconiu» in Weymar zun, Predigt-Amt, berußen ward, und in Thüringen zuerst gelehret Han«. Nach Herhog Georgen» Tode stellen Herh»g Heinrich auch in semem Theile,, z, «ine Visitation durch Jisiu» Me-nius an,worauf icg» noch eine erfolgen. Zn-sonderheir ist zu Erfurt schon um da» Jahr , zu durch einige gelehrte Leute viel geändert worden, »»mahl da auch D Luther auf der Reise nach WormS daselbst geprediget har. Zu Gviha fieng tNsconiu» im Jahr i zrg öffenilich an, die gereinigte Lehre vvrzl,tragen und fuhr tarinne, w,e auch zugleich mit der Aussicht über die umliegenden Kirchen in die zwey und zwanzig Jahr, fort. Zu Weymar ward im Jahr i,rz eine Disxu-tarioü wieder die Messe gehalten, und zu Eisenach fieng eben damahl« D. Jacob Scraxe an zu predigen, nachdem vvrherv im Jahr >ti, zwe? Mönche angefangen Hanen, wieker da« Pal st, rhum öffentlich zu lehren, wie denn auch in eben dleseni Jakre D. Last-ar Gurrel von EiSleben auf den, Marckte zu A,nstadk einige Predigten gehalten haue E« blühet auch bl« j-hv diese Protestantische Religion im ganhen Thüringen, ausser dem Eißselke, wie mich der Stadt Erfurt, da Protestanten und Catholickcn untermengt scyn. von Seckrndorsso kistoria huckor-m. !.>!>. I p. 04, und l-ik. III p-x. 22». 4;7. Ecnlccru» -gaa-l pari. I. P. 19 und 82. Uhsc in der Kir-chen-Historie des >s und 17 ZahrhuukerlS, p. > 24 u.s. Weil wir bisher von den vornehmsten Sachen, die aus den allen Geschichten her zuhc-len waren, und die Benennung so wobl des Landes Thüringen, als auch dessen Ursprung, Regiment und Religion b«raffen, weiiläuffng gehandelt haben, so müssen wir min ferner die Natürlich« Beschaffenheit des Landes vor un« nehmen, wobey wir un« nicht so lang aus-zuhalten haben werden. Das Land Thüringen an sich selbst war in bencn ältesten Zeilen voller Wälder ulid Moräste, wie insgemein gantz Teussch-lanb. Nachdem e« aber nach und nach von den Einwohnern angebaun worden, so ist cs heutiges Tage« ein Kornreiche« und sehr fruchtbare» Land, so daß e« von einigen die Schinaltzgrube von Teuischland genenmt wird. Diesen Nahmen mag Thüringen wohl wegen der acht W besonders verdienen, wegen der Wälder, Wasser, Wein, Wan-tzen, Weyd, Weiden, Wiesen, Wolle, daran c« einen Ueberfiuß hat. perrusZranrk,ö-/--ss----". Hai von Thüringen und Gvtha folgendes Ep>-granliila verfertiget: Waid, Woll,«- Weihen, Terra Tkuii-ig- Weih, Wilck, «- Walther, Lock- b«n Die letzter» Verse gehen aufbrey berühmte Männer welche zu einer Zeit zu Gotha in Kirchen und Schulen gelehrt, und grossen Nutzen gestifftet haben. Zeilers leiucririum Lerm. p. «»7- U s

SLS ,«»» Thüringen________________ Der Ruhm de« Waid« ist zwar nunmehro -iem-lich gefallen, nachdem die Engellänber aa« Thüringen Saamen bekommen, und der Jndig in diese« Land gebracht worden ist. Denn da Vorwahl« ein Schock Ballen vor einen Halden THaler bezahlet worben, so will ««den Thüringern nicht mehr anständig seyn, dasselbe jetzo vvrzwautziq,ja bisweilen nur vor vierzehn Pfennige wegzugeben-Jedoch wa« an diesem Gewächse abgehet, wird hier und da, absonderlich bey Ersfurt uiilAniß, und ändern Dingen wieder «letzet- Ferner trägt Thüringen viel Saffian oder Saflor, und an etlichen vrien Hai etgrosse Wälder- Don diese« Lande« Fruchtbarkeit und Güte fälle«» die Rä-the de« Meißnischen Marg,rasen« Heinricchs des Lrlauchren «in artige« Urtheil- Denn al« Sophia, Hertzogin in Brabant, Landgrafen« Ludsvicu, VI. in Thüringen Tochter, wegen ihre« Sohn« Heinrich Anspruch, Key den, erst gemeldeten Heinrich auf Thüringen mach«, und er sein« Räihe deswegen um Rath fragt«, wie er sich beo dieser Forderung verhalten möchte, so gaben sie ihm zur Antwort : "Da« Land «Thüringen, Gnädigster Herr, ist edel und reich; «Dahero gebt e« weder weg, noch zercheil« e«. «E« ist so gut, daß wenn Ew. Fürstlich« Gnaden «einen Fuß >n> Himmel, und den ändern auf der «Erden, in Thüringen häuen, so sollen sie den «au« den Himmel zum ändern zurück ziehen, und «Thüringen behalten „ ////«na a> /-sv-tz«-«,-, e»p. t.vl. u- ff. Thüringen ist demnach fast durchgehend- sruchtbar, ob gleich hier und da bergig«« Land mit ist. Rocken, Weihen, Gerste, Haber, und allerlev Hüllensrüch« wachsen daselbst reichlich, und werden iheilS von Norkhausen, über den Hartz, von Mühlhausn auf Wannsried, Minden, und Bremen, theil« aber von Arnstadt und Ordruff über den Thüringer-Wald aiisgefükrek. Die Pferde ln Thüringen sind von den ältesten Zeilen her schon sehr be kannl gewesen, und Vcgeeiu», welcher die erste und älteste Nachricht hiervon giebl, und der Thüringer überhaupt zuerst eriveknet, rühmt besonder« an den Thüringischen Pferde», daß sie zur Arbeit sehr tüchtig wären. Der König Hermen, fticd au« Thüringen, übecschickle auch dem König Theodoricuo, al« er seine Enckelin heyralhen wolre, dergleichen Thüringische Pferd«, daraus man auch ihren grossen Werth schließen kan- Al« Tcheodsncu» ,enem in einem Briefe antwortet, so hält er Viesen Pferden «in« lange Lob-Rede. Zalckenlieino Thürlng. Thron. I Th p- >->-Sonst Ist Thüringen nicht allein seiner vielen Resi-denhen und anderer Omer, besonder« der beyden Universitäten zu Jena und Ecffurk, sonderii auch der Menge der Einwohner wegen ein sehr schdne« und nahrhaffies Land- Pftfferkscn schreibt in siinen auserlesenen Thüringischen Geschichten, daß in demselben, über hundert Flecken und Stäb«, die Grentzstäd« mit eingerechnet befindlich wären. Wenn man bi« alten Merckmahle und wüsten Thürme mit nehme, so dürffie sich die Anzahl der Schlösserwohl aushunderl belauffen; der Dörf. ser aber nebst Einrechnuna der Höfe, und Vor-werck« wäre» auf zwey tausend- Unter den Lee, »en sind die berühmtesten der Kifftzäuser, an der ^euver/ Leaeece H///- stheil- Thüringen gyo Find», welch« Find« ein gebürgigter Ort Landeist, um Franckenhausen, Sonkershausen bi« gen Lohr, daran die alten zerbrochenen Schlösser, Sachseiiburg, Kiffhausen, Rotenburg liegen; fast in der Millen ist der Heydelberg, auf welchen man den gantzen Strich bi« an die Hainleuien überfthen kan. Zwischen dem Kiffhäusrr-Berge, und dem Hartzgebürge ist die gülden« Aue, ein besonder« fruchtbare« Geirepdelanb, welche« von Nordhausen, bi« an Sangerhausen gehet. Der andere berühmte Berg ist, der Hörselberg, der bi« an Eisenachreicht, von welchem man viele Fabeln sich «r-zehlen lassen kan. Beo Sangerhausen und um Naalseld giebt «S auch Bergwercke, die Kupffer und auch Silber halten. Zu Franckenhausen, Salbungen, und Sultza wird Saltz gemacht, und vielleicht auch bey Altern. Und ob schon Thüringen ziemlich bergigr, und dies« Höben aiich nicht, wie ander« Gebürge, viel frische Quellen haben; so sind doch in den Gründen hin und wieder viel feine fließende Wasser, welche den Einwohnern sehr wohl zu starten kommen- Der Flüsse, welche alle Fischreich sind, werden folgende gezähler: Di« Unstrut, Hiera, Saale, Ilm, Leine, Schwartza, Wipper, Helbe, Werra. Nessa, Rahna, Helme, Lossa, Giesse!; ferner der große und kleine Meissens», Schwansee, n. d m. Don den Sirren der alren Thüringer schreibet Melchias Nebel von wirstahl In sei, ner ck,on»gr,pk>- llcccnn-i!i p daß sie sehr ungezogen und grob wäreii, und sich sehr Han und unhöflich gegen die Fremden bezeugte». Ueber dem hätten sie eine groß- Begierde nach der Frev-heil, waren ab» sonst arbeitsam, und der Hoffart und Wollust fast gar nicht ergeben. Wegen de« erster», nehmlich der Unhöfflichkeit, will die olien Thüringer niemand verihririgen.unier geringen und gemeinem Volcke mag sie auch noch zicmlich starck sepn; die Siadre aber, u„d Leu«, auch nur von Miitelstanke, haben sich schon von dieser Beschuldigung los gemacht, indem sitandern Ländern an Höflichkeit nicht« nachgeben, wie denn auch die Thüringer, gelehrte Leute aufzuweisen haben, die mit sehr vielen auswärtigen Gelehrten nicht nur in Vergleichung gestellet werden, sondern auch ihnen den Vorzug streitig machen können. Endlich wollen wir noch untersuchen woher es komme, daß man die Thüringer Heringenasengenen-net Hab«, welcher Zunahme bis aus diesen Tag noch nicht von ihnen genommen ist. Man hat sogar den bekannten Ver-auf ihre Eßbegierde nach Heringen, gemacht: Allein der Zunahme kömmt nicht von dem großen Appetit, den Grosse und Kleine nach den Heringen haben, her. wie Feiler in Irm-r-rio 6»ma». behaupten will; sondert, »beruhet aus eine alte Geschichte Denn wie kämen die ehrlichen Thüringer zu der Ehr«, baß sie allein von den Heringen einen Nahmen bekommen selten, da doch ankere Nationen, absonderlich die Leute in und um die Seestädte, die Heringe eben so gerne, als die Thüringer essen, der«» weit mehr bey ihnen verzehr« werde», al« in dem Thüringischem Lande. Wenn nun der Ddd ddd Zunahme

6S6 r89r ThürinAeir_________________ Zunahmevon dem Appetit nach Heringen herrüh-ren solle, so nnisteii gar viel« Rarionen HermgSna-sen heiss-n Ferner so werden inThürinM keineHe-rinqeg-sang«n,sobaßman garnichl den Ursprung diese» Nahmen« «rachen kan. Der Herr von «alckenstein har in seiner Thür, Thron, hiervon folgende Mevnung Der lehrer« Thüringische König Hermanfried soll einen vertrauten Minister, welcher Heringuo oder Hering hieß, gehabt haben. Da nun Tch-idingen an der Unstrurr im Jahr; r g. von den mir den Franckeit in einBünd-niß gegen die Thüringen stehenden Sachsen zur Nachtzeit überstiegen, und eingenommen worben ist, worinn« besagrer Thüringischer König Her manfried; jener aber, nehmlich Hering, bey dem gegen die Thüringer strebenden Franckischen König Tbeodericu» sich befand, hingegen Hormon-fr,ed glücklich au« der überstiegenen Festung, mir. hin seinen Feinden an« den Händen enrronnen; so warvdriser Hering seinem Herr» und Könige un-rreu, und ließ sich von dem Fränckischen Könige da-hin bereden, dem stüchriqen Hermanftied nachzu-reisen, und ihn dahin,» bewegen, daß er mir ihm ,u dem Könige Theodericus sich begeben, und sein« Gnade suchen inöchre, wie er denn chm allen Schutz und Sicherheit versprach. Wie sich nun Her. manfried von Heringen in« Retz locken, nnd «ine Rast andrehen ließ, auch sich mir ihm zu dem The. odericu» begab, und sußsällig um Gnade barh; so war H"ing, der bey den, Thcsdcricu» al« ein Waffenrrägec, mit enibldstem Schwerdre stund«, so leichtfertig, daßer seinem Herrn dem König den Kopffabschiug, Diese« erjehler wicrichind.der zwar einige Dinge mir einmischer, denen von dem Gregor von Teure wiedersprochen worben: so viel aber rst doch gewiß, daß die Thüringer von Hr. ringen hinter« Licht g-führer, und ihnen «lne Rase gedreherworden, daher sie von den Sachsen Hc> ringsnascn genuiner worden sind, von Lckharr in /dnnorerionikus e«t lege, Alices P 6g. von ^ai- ckenstein»ThüringischeLkronicka >TH. p >01. c-ump-nUimn p «i6.u.ff. Abel» Tenrsche Aller-rhüiner. > Th. p. gor-»- ff- Laßiodoc v,r. >, z. »g. g.tzg cp.i.u.r. Gregor. Tur. I. r. c.,. er. »7/! g.c.4.7. GcographusRavcnnac.i.4.8. rr. Siffrid pccvb -p>r. >.» Ad Bremens iuti. cccl.I. I.e.«. Vcger. Rcnar. äe -rro vcl-rin-r,., I.4. c. L. Aimon. ila gcit kwnc. I, a. c.g.Trirhcm. /Vnnai. Nranc. Sidsn. Apollin. c.irm.7.Llu»er. 6erm. anr. I. z. c. 07 Barth. l.. tl.c.a-. Horr. cnmmcnr. ? c.4. §. 1 werlhofnor. imp. §.gS Sagirear. ,nri>>. rex. Iburing. I. r. und2. tzpenernor.Lcrm./tnr.> ;.c.4.§. «.» «.ir nor. c!eim.m«I,c. i,.tz.r.c.«.8 >0. witkichind. -n nal. Aibini chccim. in it. nov- lkuiingor. p,67. pauUini r,n»i>. lsenac. s>. 6. u. ff. Reinhard, »niiguir niirckimizr. L vrigin. Qinilgravirr. diiur. Wecks Beschreib. Dreßden p. ir- u.ff. Lud« rvigs Lern, k-inc. ltam. i>>». P. I ZS» Lünigs Reichs-Archiv, k. Ixec.l>.4i<2. Thüringen, Düringen, Düringhen, eine alle Adeliche Familie im Hertzogrhum Bremen, welche von dein Adelichen Geschlechre von Dörin. gen in Dleisse» ,n unrerscheiden ist, deren Adrlbrles Thürlngerwalde sKrd. des Zsrfiw. ,c) 1 »g» in Lünigs Reich« Archiv zu finden, und von welcher in Rnaurdo I-roUromo Xtikmrzu lesen. Ihr Skammhau« Düringen ist in dem Kirchspiele Lockstedt an der Lune gelegen. Zuerst führ« kNuehard «inen, Nahmen» Dietrichen, an, der im Jahr 1144. fioricer. Im Jahr har Nicolau, «inen Ertz-Bischöflichen Brief al« Zeuge unter-schrieben. Dero von Düringen war >r oz Domherr ,u Bremen. Zm Zahr ,«o° war Arpo Ertzbischöffiicher Land-Drost. dessenSohnMei. chior die Stelle eine« Präsidenten der Bremischen Rirrerschaffr erhalten. Lhriflopb, Schwedischer Land-Rarh, hinrerließ Arpen. Land-Rarh di« Hertzogchuin« Bremen; dieser ab«r Arpen den jüngern, Schwebischm Obrist-Wachimeister, niid Erbrichrerii der Bürgin-inner >u Horneburg. Drco, welcher seine Linie in dem Ketinger Lande sorrgepfiantzchwar ,ac>o Domherr,n Hambnw, dessen Sohn, Dietrich, Schwedischer Obristir, uud Lvmmendanr zu Stade, ist ,«Su mir Tode abgegangen, nnd har zwe» Söhne nachgelassen; von welchen einer vermurhlich derienige Schwedische Odrist-Lienrenanr gewesen, welcher seinen König > 714 au« Orient nach Srralsund begleit«, und gleich nach seiner Ankunffrgestorben seon soll. Johann Lhristoph von Düring ward >7Z 8 Königl. SchwedischerGeueral-Major. Mnsbardv I b-> -It. Xobii. Moment. Gauhen» Adels Lepicon > Th. P4r«-u.f. Thüringer, Volck, siehe Thüringen. Thüringer, (Jodocu«) schrieb >722 ein Blich unter dem Titel: Jsaac und Rebecca, oder Kluge Vorsichtigkeit, welch« be» den Her-rachen,» beobachten,Francksurr. ThüringerWald.Lad ü-ü-s liegt gegen Hess-ii zu,,wischen demHertzogthum W«l>-mar, der Grafschaffr Schwartzbura und Henne-b-rg undisteingrosscrundungeheurerWaib. Er macht «inen Theil von dem Hercymschen Wald« au«. undbieReisenden sollen nicht recht sicher durch denselben ihren Weg forische» können, siehe ,^,»2im xil Bande, p. >6,7. Sreinman» Thüringerwalde. svrdniiiighesZsrstwe-scns auf dem) Diese ist also abgesasser worden: E« sollen unsere Bedienten und insonderheit der Ober-Förster, desgleichen Förster und Jäger förderlichen unsere Grentzen undMarckungen bereuten, besichtigen und begehen,damit uns und den Unfern an uviern habenden Gerechtigkeiten nnd Gerichten nicht« entzogen werde; würden sic aber Unrichtigkeit befinden, daß un« an unfern Gren-tzen, Wildbahnen und Gerechtigkeiten zu Schaden gereichte, soll un« ober unseren Schössern,solche« unsere Oberförster oder unsere Wald-undForst-bedienten mündlich oder in Schriffien berichten, und ferneres Bescheide« erwarten. Desgleichen sollen auch die Förster, «in jeder ausseinem Forst« die Scheibe-und Grenhwege, so durch Windstille verschlagen, fleißig offen haben, undausräumen lassen, damit nicht Irrungen, Zanck und Weil-läuffiigkeiren zwischen den Benachbarten entstehen, noch ander« neue Wlge den Wäldern und