Zu „Treu bis in den Tod“

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Textdaten
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Titel: Zu „Treu bis in den Tod“
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 4, S. 64
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1867
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung: Nachtrag zu Treu bis in den Tod
Blätter und Blüthen
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Bild
Die Gartenlaube (1866) b 813.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
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[64] Zu „Treu bis in den Tod“ (Gartenlaube 1866, Nr. 52), den Begleitworten für jene Illustration, welche einen gefallenen, von seinem Hündchen bewachten sächsischen Officier darstellt, ist uns eine nähere, aber leider nicht, wie wir dort wünschten, erfreuliche Kunde geworden. Der Officier gehört zu den Todten. Der junge Held ist höchst wahrscheinlich der Lieutenant Benno Herrmann vom königlich sächsischen zweiten Infanteriebataillon, der trotz seiner Jugend in Folge seiner Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit zum Fahnenofficier ernannt worden war. Nachforschungen der Mutter und der Schwestern, der einzigen ihm nachtrauernden nächsten Familienglieder, haben die lange vergeblich ersehnte Spur zu seinem Grabe entdecken lassen. Nach den Erzählungen der Cameraden des tapferen Jünglings beglückte gerade bei den letzten Märschen ihn und durch ihn seine Umgebung ein herrlicher Humor und nicht wenig zu seiner Heiterkeit trug ein Hündchen bei, nach der Beschreibung ein kleiner Affenpinscher, den er kurz zuvor gekauft hatte und der ihm sehr anhing. Später erfuhr man, daß Lieutenant Herrmann mit dem Hauptmann Fickelscherer in ein Grab gelegt worden sei, und der Familie des Hauptmanns schrieb ein hoher Officier, daß er ihr das Grab angeben könne, denn bei einem der sächsischen Gräber weiche ein Hündchen nicht von der Stelle. So hat der treue Hund wenigstens das bewirkt, daß zwei Familien ihre geliebten Todten wieder gefunden haben und ihnen in der Heimath ihre letzte Ruhestätte bereiten können.