Zweiter Advent

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Textdaten
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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Zweiter Advent
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen,
S. 217–218
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Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max und Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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Quelle: Commons, Google
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[217]
Zweiter Advent.

 (Luk. 21, 25–36.)

Wie bang’ auf Erden ist den Leuten,
Verschmachten will vor Furcht die Welt;
Wahngläubig sie die Zeichen deuten,
Wenn Sonn’ und Stern sich seltsam stellt;

5
Wenn Meer und Wasserwogen brausen,

Der Himmel seine Kräfte regt;
Da zagt, da denkt der Mensch mit Grausen,
Daß bald die letzte Stunde schlägt.

Wenn Solches anfängt zu geschehen,

10
Dann hebet eure Häupter auf;

Im Glück nicht, doch in Lebenswehen
Blickt ihr zu eurem Gott hinauf.
Ja, heilsam ist dir, Mensch, dies Zagen;
Dann ist von dir der Herr nicht weit;

15
Durch Flamm’ und Fluthen dich zu tragen,

Kommt er in seiner Herrlichkeit.

[218]
Du sahst ihn nicht, wenn alle Bäume

Die Frühlingshoffnung blühen sah;
Da hattest du nur Ernteträume,

20
Du fühltest nur den Sommer nah.

Der Ähren dachtest du, der Trauben,
Nicht sein, der dir das Alles giebt,
Daß du an ihn sollst kindlich glauben,
Aufmerken, wie der Herr dich liebt.

25
Er läßt dich nimmer untergehen,

Ob Erd’ und Himmel auch vergeh’.
Mit seinem Wort’ wirst du bestehen,
Drum horche drauf in Wohl und Weh.
Denn wie ein Fallstrick wird sie kommen,

30
Die ernste, deine letzte Zeit.

Du aber hast sein Wort vernommen;
Du lebst in ihm in Ewigkeit.