ADB:Lakemacher, Johann Gottfried

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Artikel „Lakemacher, Johann Gottfried“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), ab Seite 528, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lakemacher,_Johann_Gottfried&oldid=557990 (Version vom 24. Dezember 2009, 15:24 Uhr UTC)
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Lakemuchet: Johann Gottfried L., geb. in Ofterwick 1695, Professor der griechischen, später auch der morgenländischen Sprachen zu Helmstedt. † am 16. März 17ts (Winer, Handb. der theol. Litt. II. 631). Et hatte eine für seine Zeit ausgebreitete Gelehrsamkeit und Belesenheit besonders auch in den klassischen Schriftstellern, auf deren Nutzen für die Erklärung des Alten Testaments er auch einmal in einer akademischen Rede hinwies im vierten Theile S. 300 ff. der „0b9rsszti0nes p11i1o10gic:1e quibus Varia pr:19cipue S. (:0äjc:js 10Oz Oe Antiquitatjbus j11118t1–zntur Helmstedt 1725–33, 10 Thle. Dieses Sammelwerk, welch-SS überhaupt den Ertrag seiner Studien enthält, zeigt aber neben den eben gerühmten Vorzügen auch einen großen Mangel an Kritik und Methode, durch welchen jene Gelehrsamkeit sehr oft zu einer unfruchtbaren wird und jenen Ballast vergrößert, mit welchem noch heutzutage die Commentare bei der Darlegung der verschiedenen Auslegungsversuche vollgeftopft zu werden pflegen. – So z. V. [529] die Meinung, daß der Fluß Phison im Paradiese der Jordan gewesen sei (a. a. O. 1s, 196 ss.), daß der Ausdruck für die blöden Augen der Lea vielmehr ein mageres Gesicht bedeute (ll, 1 ss.), was übrigens v. Bohlen in seiner Genesis 1835 S. 29O reproducirt hat, daß die Juden die Sitte der Hauptverhüllung beim Beten von den Römern angenommen hätten, III, 209 ss., vor welcher Ans sicht schon 1. Kön. 19, 13 hütte schützen sollen, daß die siebeuhüglige Stadt in Apokalypse 17, 9 Jerusalem sei (ll1, 285 ss.), daß God == Hecate sei, was so zugeht, daß letzteres zunächst Kopf und Schwanz verliert und dann Kat zu Gab erweicht wird (lD’, 18 ff.) u. dgl. m. Den einzigen brauchbaren Gedanken, den wir haben entdecken können, bildet der Vorschlag Crethi und Plethi als Creter und Philister zu erklären (ll, 11 ff.). So auch Movers, Bertheau, Ewald, Hitzig. – Uebrigens zeigt die Studie in 7111, 97 ff. über das Gebiet des Pharifäers und Zöllners rabbinisches Wissen.

C. Siegfried.
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