ADB:Spangenberg, Cyriacus

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Artikel „Spangenberg, Cyriacus“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 35 (1893), ab Seite 37, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Spangenberg,_Cyriacus&oldid=563856 (Version vom 25. Dezember 2009, 21:00 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Spangenberg, August Gottlieb
Band 35 (1893), ab Seite 37. (Quelle)
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Splmgeul1erg: Cyriacuö S., Dichter, theologischer und historischer Schrjjts1e11cr dez 16. Jahrhunderts. Er war ein Sohn, wah1scheinlich der jüngste Sohn des JohanneZ S. (s. u.) und wurde am 7. Juni 1528 in Notd- hausen geboren. Vom Vater vorbereitet, besuchte er die von diesem gegründete und damals von Basiltu-Z Faber geleitete Lateinschule und bezog im Frühjahr 1542 bereits:- die Universität Wittenberg, unter den glücklichsten Auspicien: Johannes SpaNgenberg stellte den Sohn den ihm befreundeten Reformatoren pe«tsönlich vor, und daS Jnteresse Luther’Z und Melanchthon’8 hat ihn durch feine Studienzeit begleitet. Er seinerseitS wurde ein begeisterter Schüler und liebe- voller Bewunderer Luther’8, dessen Bild er zeitlebenZ in der Seele trug, und hat sich auch w1ederholtdankbar zu den Anregungen bekannt, welche Melanchthon seinen wissenschaftlichen Jnteressen gegeben hatte. Diese umspannten von vorn herein einen wetten Kreis-3: neben Theologie und Philosophie hat S. schon in jüngeren Jahren historische und litterargeschichtliche Studien mit Vorliebe getrieben und besonderS regen Eifer in der Aufsuchung ungedruckter Quellen entfaltet. Den Grund zu dem relcyen urkundlichen Wissen, durch daS unS die geschichtlichen Werke seiner späteren BebenSjahre Respect abnöthigen, hat er schon in der Universitätkzeit gelegt. Ju Luther’8 Tode9jahr erhielt der noch nicht 19jährige Magister eine Stelle an dem jungen EiSleber Gymnasium und fand hier, wo auch der Vater seit kurzer Zeit als Man?-feldischer Superintendent wirkte, reichlich Gelegenheit und Unterstützung für seine historischen und antiquarischen Liebhabereien. Den erkrankten Vater vertrat er vielfach auf der Kanzel, und mit dem Tode desselben (1ZZs)) fiel ihm iU schwerer Zeit der Pestilenz die Versehung deS PredigtstUhlZ gänzl1ch zu; der Uebertritt inS geistliche Amt war damit entschieden. Trotz 1ockeuder Berufungen nach au;-wärtS blieb er den ManZfelder Grafen treu und nahm I558 die Stelle eines Diakonuz zu Man?-feld an. Kurz vorher hatte ihn deas-3 Au1treten Georg Major’S, der als Nachfolger feines Vaters 1552 ju Eie3leben emg»eöogeU War Und hier die Lehre von der Nothwendigkeit der guten Werke zur SMPOeltgte1t vertreten hatte, zum ersten Male auf den theologischen Kampfplatz geführt, kJyne dgß er hier vorläufig eine litterarische Rolle gespielt hätte. Der majoti- stlsche Streik führte rasch genug zur Entfernung seine? UthebetZ, UUd llUf dell Synoden zu Eis;3leben (1554) und zu Eisenach (1556), an denen auch S. theil- Uahm, trat die Einigkeit der ManZfeldischen Geistlichen gegenüber den vereinzelten Anhängern des:- Major beruhigend zu Tage. Nach dem Tode deZ HofpredigerS Michael Cöliu8 wurde S. (in den letzten Tagen de8 JahreS 1559) dessen Nach- folger und trat damit auch äußerlich in eine Stellung ein, welche dem gesteigerten Ansehen und Einfluß seiner Person entsprach. [38] Datz Jahrzehnt, daß nun folgt, ist in jeder Beziehung die glücklichste und ftuchtbringendste Zeit feines Leben?-: in Haus und Amt, in Wissenschaft und Litteratur. Ju den 60er Jahren ist S. nicht nur im Mansfelder Land der Mittelpunkt des geistigen Lebens, sondern weit darüber hinaus eine kirchlich und litterarisch hochangesehene Persönlichkeit. Unter den Grafen von Mansfeld MPO waren einige (Volrad, Karl, Hans Ernst) seine besonderen Gönner, die Geistlich- keit der Grafschaft, an ihrer Spitze der Superintendent Hieronymus Menzel, er- blickte in ihm ihren geistigen Führer, und so oft em man?-feldscher Pastor schriftftel1erisch auftrat, mußte S. ein Vorwort oder sonstige Beisteuer liefern. Er selbst war in diesen Jahren ungemein productiv, und in seiner Schriftstellerei kamen die inneren Streitigkeiten der Protestanten zunächst wenig zur Geltung. Dagegen griff er alt-H streitbarer Kämpe zu den Waffen, als die Wiedereinberufung des Trienter ConcilS den vereinzelten Erscheinungen der Gegenreformation eryöhte Bedeutung zu verleihen schien. »Wider die Bösen Sieben ins Teuffel;«z Karnöffel- spiel« (Eii3leben 1562) nannte er eine Heptade der kräftigsten litterarischen Ju- vecttven ,,gegen des Satans Rottgesindlein«: von Papst Pius l7. und dem Bischof StaniZlauZ HosiuZ flankirt, läßt er den Dominikaner Limpriciu8, die lutherischen Apoftaten Frid. StaphyluZ und Steph. Agricola und den Kölner Buch- drucker Jaspar Gennep Revue passiren, und auch die vornehme Gestalt des längst im Grabe ruhenden CardinalS Contarini bleibt nicht verschont von den Knüttel- schlägen des eifernden LutheranerS, der nur ihm gegenüber nicht sofort die litte- rarische Polemik in persönliche Schimpferei umwandelt. Datz meiste Jnteresse hat für unS der Streit mit Gennep: er ging auZ von der allerdings unglaublich kecken Mache, mit der der betriebsame Drucker den KatechiSmuZ deS Vaters Johanne-5 S. zu einem katholischen Product umgekrempelt hatte, zog aber weiterhin die Vertheidigung des von Gennep als unzuverlässsg angegriffenen Sleidan in die Dj?-eufsion (s. Varrentrapp, Hermann v. Wird, Beilagen S. 50 ff.) –– Wett erlreulicheralS diesc grobschlächtige Polemikwtrken zunächst Spangenberg’6 Predigten, aus deren reicher Fülle ich nur die 70 BrautPredigten des »Ehespiegelck-« (»Eis- leben 1561) und die L-utherpredigten hervorheben will, in denen er theilS die geistlichen Lieder zu Grunde legte (»0itl1ur-z l.ut11e1–j«, Erfurt 1569,««70, 4 Theile), theils:- Person und Werk dez GotteSmanneß direct behandelte. Die der letzteren Art hat,er seit 1562 an Luther’6 Geburts- und Sterbetagen gehalten: eine von Fliembe (’EiSleben1887) neu herausSgegebene Predigt »Martin Luther als Trecke- 1unge« gibt ein trefflichee3 Beispiel von der frischen und anschaulichen Bildlichteit, der kermgen und treuherzigen AuSdruckZweise dieser wahrhaften VolkSpredigten. ––– Da sind ferner populärtheologische Tractate wie daß ,,HFormularbüchlein der alten Adam-Ssprache« (älteste erhaltene AuSgabe von 1562; Erneuerung von Rembe, Dre?-den 1887), in welchem die Einreden und AuSreden der Lauen und Lässigen im Christenthum eindringlich widerlegt werden; weiter moralisirende Streitfchriften, wie der »Jagteuffel« von 1560, der bi:- zum ’1’be8l;rum (1j8.b0– 10ru111 (1569) 10 Auflagen erlebte und in der That durch gesundeX5 Uttheil und maßvolle Polemik auS der zahlreichen Teufel-Slitteratur, d1e besonders:- die thürin- gisch-sächsischen Lande überschwemmte (jGoedeke112 479 ff.), hervorragt. –– Auch geistliche Lieder hat S. schon damals gedichtet (thGoedeke 119 194): einige in engem, absichtlich engem Anschluß an Luther, -andere alZ wortgetreue Psalmen- paraphrasen auf bekannte Melodien; einige nahm er schon in sein ,,Chrjstlichtz Gesangbüchlein« (EiSleben 1568) auf, die Psalmenlieder hat er nachher zu dem ,..Ganzen Psalter DavidZ« (F1antfurt und Straßburg 1582) erweitert. Seine histo- rtschen Sammlungen machten gute Fortschritte, doch außer zwei frühen Schriften jjbey den Kampf am Welfe8holze (1555«56) gelangte vorläufig nur die ,,Man-8- leldtsche Chronica« (EiSleben 1572) zum Druck; freilich wol die tüchtigste seiner [39] Leistungen. Ungedruckt blieben damalS auch die kleinen neutestamentlichen Dramen. die er in jener Zeit durch seine eigenen und die Nachbar8kinder auf- führen ließ (Goedeke112 364): ,,vom canaanäischen Weiblein«– (Math. 15), ,,von der Heilung de?- Besessenen (Luc. 11), »von der Ehebrechetin« (Joh. 8), sund ,,von der Speifung der 5O0O« (Joh. 6); anfpruchSlose »Hau8spiele«, wie er fie selbst nennt, von behaglicher Lehrhaftigkeit und naiver dramatischer Gestaltung, die er später (Schmalkalden 1589K90) mit Widmungbn au bürgerliche Freunde in Aug?-burg, Straßburg, Eisleben drucken ließ. Schade, daß un8 der bereits 1564 zum Druck gelangte »Hecaftu8« (Grässe, ’l’1·eSSor 111, 228) verloren scheint: wahrscheinlich hat da-S Drama deZ MacropediuZ unserem Theologen doch alZ Gefäß der Polemik gegen MajOristen und Synergisten dienen müssen. Denn die dogmatischen Streitereien hatten in Thüringen und fpeciell im Man53felder Land sonst keineswegs geruht. Kaum war der persönliche Einfluß Major’8 beseitigt, so traten die synergistischen Lehren der Jenenser Professoren, besonders deS Victorin Strigel, in den Vordergrund: da8 Weimarer Colloquium zwischen Strigel und FlaciuS wirft seine Schatten biz in Spangenberg’S Predigten und Schauspiele (,,Vom Besessenen« !) hinein. Aber die ManSfelder Geistlicl)keit trat 1564 noch geschlossen der Theologie der Professoren entgegen, und auch als sich an dieseeJ5 Stadium des Kampfe?- der flacianische Streit über die Substantialität der Erbsünde unmittelbar anschloß, wußte sich S. Jahre hindurch einig mit seinen gräflichen Herren wie mit seinen geistlichen AtntZbrüdern, die alle die Lehre deZ Matthias FlaciueZ Jllyricu8 für keine andere aliS die echte und zwar schrift- gemäße Lehre Luther’S ansahen. Die persönliche Bekanntschaft des JllyrerS machte S. im Spätjahr 1566 zu Antwerpen, wohin sie beide berufen waren, um an der Reduction der Confessio und Agenda mitzuwirken; und von dieser Zeit an hat er mit gesteigerter Entschiedenhett für dessen Person und Lehre Partei ergriffen. Seit dem Jahre 1570 verschärfte sich der Gegensatz zwischen »Accidenzern« und ,,Substantianern« immer mehr. Die gefährliche Zuspitzung deZ Au8druckS auf Seiten de?- Flaciu8, die bequeme und dabei effectvolle Art, wie ihm seine Gegner, besonders die Jenenser Professoren Heßhusiu8 und Wigand, ketzerische Consequenzen .zuschoben, machten manchen irre, der bi-3her an der »verderbten Natur« de-Z Menschen keinen Anstoß genommen hatte: die Eie3leber Geistlichen, nach einigem Schwanken auch Hier. Menzel, traten auf die Seite der Gegenpartei, immer mehr brökelte ab und immer kleiner wurde daß »wohlgeplagte Häuflein«, daß sich um de-n unentwegten Vorkämpfer S. und um seinen gräflichen Beschützer Volrad schaarte. S. entfaltete in dieser Zeit eine ungemeine Rührigkeit: in DiS- putationen und Colloquien, die resultatloS verliefen, in Predigten und Ansprachen, schließlich in lehrhaften Darstellungen und Streitschriften, für die ihm Graf Volrad auf Schloß ManSJfeld eine besondere Druckerei einrichten ließ. An 20 größere und kleinere Schriften hat er über diese Frage verfaßt, voran die »Deutliche und nützlich Erklärung der Lehre von der Crbsünde« (1571) und die »W-0hkhaftige und beständige . . . Lehre von der Erbsünde« (1572); für die Cmsältigen und wieder für die Kinder hat er seine Lehre besonderS erläutert, die übertreibenden Anschuldigungen der Gegner alS »fchreckliche, öffentliche Landlügen« zu;ückgt-wiesen und immer wieder betont, daß er »ein alter und unbeweglicher D1eScipel Luther8«, daß nicht er, sondern die Ei8leber abgefallen seien. Die von Wigand erhobene Beschuldigung dez ManichäiSmuS führte ihn zu eingehenden Studien über die alte Secte, au?: denen später die ,,klj8t0rjz 1Vl8.11j(:b80ru1n« Z1xse.lt 1578H) erwuch6, grundgelehrt aber unkritisch wie alle seine historischen r e1 en. Die hitzigen Kämpfe der Theologen wurden schließlich zu einer öffentlichen –Calamität, die die Bevölkerung und daß GrafenhauS in zwei Parteien spaltete [40] und nach wiederholten Androhungen zu einem Einschreiten der Lehnozhetren führte. Manöfeld, durch S. der Hauptsitz der Flacianer, wurde von Truppen de8 Administrators von Magdeburg, Joachim Friedrich, besetzt und S., den.man schon einmal auZ der Stadt verwiesen hatte, jetzt endgiltig vertrieben. Er nahm seinen Aufenthalt zunächst im Amt Sangerhausen, wo ihn Graf Volrad treulich unterstützte. Ja dieser folgte ihm, alZ fich S., wie etz scheint durch seinen Wider- stand gegen die Concordienformel deZ Jac. Andreä (1577), auch in Sangerhausen unmöglich gemacht hatte, ins Exil nach Straßburg, in dessen Nähe er bald darauf gestorben ist. ap S. blieb in Straßburg,.ohne Amt, aber darum nicht ohne Anfeindung, biz ihm 1581 eine Pfarrstelle in dem oberhessischen Städtchen Schlitz zugänglichH wurde. Fast 10 Jahre hat er hier gewirkt, daS Trostbuch seines ExilS, den »Psalter gesangSweisc« (Ftankfurt 1582) erscheinen sehen, die ,,ManSseldische– Chronica« zu einer »Sächsischen Chronica« (Frankfurt 1583) erweitert, seine 4 biblischen Schauspiele (Schmalkalden 1589, 1590) drucken lassen und ein großes genealogische8 Werk, den »AdelSspiegel« (Schmalkalden 1591) dem Abschluß nahe gebracht. 1590 wurde ihm auch hier der Stab vor die Füße gesetzt, und wieder stellenloS li«eß er sich unter dem Schutze dee3 Landgrafen Wilhelm 1V. von Hessen- Cassel in Vacha a. d. Werra nieder. Seine Feder ermüdete auch jetzt noch nicht: in Münz- und Kalenderfragen hat er öffentlich daß Wort ergriffen und eonfessionel1e Vorurtheile gegen den Gregorianischen Kalender nachdrücklich bekämpft. 1595 oder 1596 ist er abermal8 nach Straßburg übergesiedelt, wo er in dem jugend- lichen Grafen Ernst v. ManeSfeld, der hier Kanoniku8 war, einen Gönner und in seinem jüngsten Sohne Wolfhart (s. u.) eine Stütze hatte. Er trat auch in freundliche Beziehungen zu der Straßburger Meisterfingerschule, als diese sich 1.597 nach langem Schlummer neu conftituirte, und widmete ihr handschriftlich sein unordent1icheS und ktitiklose-S, aber gelehrteS und liebenZwürdigcS Buch ,,Von der edlen und hochberüembten Kunst der Musica unnd deren Ankunsst, Lob, Nutz unnd Wirckung, auch wie die Meistersinger auffkhommen, vollkhommener bericht« (herauZg. v. Keller, Stuttgart. Litt. Ver. 1861). Von seinen historischen Werken brachte er noch die »Hennebergische Chronica« (Straßb. 1599) und eine Monographie über »Bonifaciu8« (Schmalt. 1603,) zur Veröffentlichung, während er manches andere, wie eine »Chronica der Grafen zu Holstein, Schaumburg 2c.« (gedruckt Stadthagen 1614) und eine solche der Bischöfe zu Verden (gcdruckt Hamburg 1720?) handschriftlich hinterließ. Gestorben ist er zu Straßburg am 10. Februar 16()4. Ueber Spangenberg’S Rolle in den dogmatschen Streitigkeiten seiner Zeit steht mir ein zusammenfassendeS Urtheil nicht zu. Wahrheitt8liebe und Gottvertrauen und dabei daß unerschütterliche Bewußtsein einer heiligen Treupflicht gegen den Wittenberger GotteSheld und sein schriftgemäßeS Christenthum sichern ihm unsere menschliche Sympathie. Scheiben wir aus seiner Production, die gegen 100 selbständige Schriften umfaßt, die theologische Polemik und ferner die historischen Werke aus, in denen Forschung und Darstellung über die reichen Ergebnisse de-ö gelehrten SammeleiferS niemalß Herr geworden sind, so bleibt in den geistlichen Liedern, den Schauspielcn und besondereS in den leh1haften Prosaschriften (»Christliche HauStafel,« »Jagteufel,« »Formularbüchlein der AdamHsprache,« »Predigten« u. s. w.) die litterarische Phyfiognomie eines Schriftstellers von kräftigem Naturell und mäßiger Formbegabung, dem Luther’S Schriften und sein per- sönliche?- Vorbild in Fleisch und Blut übergegangen find. Der Litterarhiftoriker aber schätzt in S. überdieZ einen Mann; dessen Auge früh mit Jnteresse auf den alten Hand- schriften geweilt hat und der, wenn er auch den Wust meistersingerischer Tradition [41] nicht hinwegzuräumen wußte, sich doch keineZwegZ auf ihn beschränkte und z. B. über die Rolle der Poesie bei den alten Deutschen überraschend richtig urtheilt. J. G. Leuckfeld, l1j8torjo. 8p811ge11berge118j8 oder historische Nachricht von dem Leben, Lehre und Schriften Cyr. Spangenbetg8. Quedlinburg und Ascher;?- leben 1712. ––– Eine eingehende Biographie ist zu erwarten von Lic. H. Rembe, vgl. vorläufig dessen Erneuerung von Cyr. SpangenbergS Formularbüchlein der alten Adamösprache. Mit Lebenöbefchteibung SpangenbergZ und einem Ver- zeichniß seiner Werke (reichhaltig, aber doch nicht vollständig). DreZden 1887. ––– Briefwechsel deS C. S. HrSg. von H. Rembe 1 1550––1584. DreZden 1888. ––– Preger, MatthiaZ Flaciu8 JllyricuS. –– Goedeke2 1l, 174, 194, 363 f., 480. –– Varrentrapp, Hermann v. Wied, Beil., S. 50 ff. ––– Weitere Littetatur bei Herzog-Plitt 11W?, 473.

Edward Schröder.
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