An Daphne
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An Daphne.
Als noch das Flügelkleid dich liebliche Daphne umwallte, 5
Eilte der Zöglinge Schaar mit frohem Flug dir entgegen, Raubte die süssere Kost aus alabasterner Hand, [289]
Alle vergaßen, daß du den Kerker ihnen bereitet, 10
Wenn dein zierlicher Fuß über die Schwelle nun glitt.Und du wähnest sie frey, die gelbgefiederten Kleinen 15
Aber es wandelt’ ein Gott, dem alle Götter gehorchen, Zu Amorinen sie um, ewig zum Dienst dir geweiht. [290]
Andre umspielen die Hand, die Falten des leichten Gewandes 20
Schlingt um die Wette die Schaar dir um die schlanke Gestalt.Flatternd, doch stets dir getreu, um immer bey dir zu verweilen, 25
Dir als heilige Wächter! die glänzenden Fittiche wehren Jedem entweihenden Hauch, der sich dir frevlend genaht; [291]
Dort der Menadischen Lust, sie schwingt berauschet den Tyrsus, 30
Reißet im schwindelnden Kreis, wen sie ergreifet, dahin.Dich nur bewahren sorgsam vor beyden die kleinen Getreuen, F.
Anmerkungen (Wikisource)
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