BLKÖ:Zusätze und Berichtigungen (Band 7)
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[Bearbeiten] Zusätze und Berichtigungen
Zu den Biographien des Hauses Habsburg und Habsburg-Lothringen,
im VI. und im gegenwärtigen, dem VII. Bande.
Band VI, Seite 147, Spalte 2, vor 16. Amalie Wilhelmine von Braunschweig-Lüneburg ist einzuschalten:
15a. Alexandra Pawlowna, Erzherzogin, Großfürstin von Rußland (geb. 9. August 1783, gest. zu Ofen 16. März 1801). Aelteste Tochter des Kaisers Paul I. (geb. 1. October 1754, gest. 24. März 1801) aus dessen zweiter Ehe mit Maria Feodorowna (zuvor Sophie Dorothea Auguste), kön. Prinzessin von Württemberg (geb. 25. October 1759, gest. 5. November 1828). Die Großfürstin wurde am 20. Februar (3. März) 1799 mit dem Erzherzoge Joseph, Palatin von Ungarn [s. d. Nr. 125], nachdem derselbe am 19. Februar d. J. unter dem Incognito eines Grafen von Burgau in St. Petersburg angekommen war, feierlich verlobt und die Trauung am 30. October d. J. auf dem unfern von St. Petersburg gelegenen Lustschlosse Gatschina zuerst in der kaiserlichen Capelle nach griechischem, dann im Rittersaale bei dem dazu aufgestellten und geweihten Altare durch den Bischof von Lemberg nach dem katholischen Ritus vollzogen. Nach kaum anderthalbjähriger Ehe zerriß der Tod dieses Band. Die Erzherzogin erlag den Folgen einer schweren Niederkunft am 16. März 1801, nachdem die neugeborne Prinzessin Paulina auch etliche Stunden nach der Geburt starb. Der Tod dieser Fürstin, welche mit den Reizen des Körpers die Vorzüge eines edlen Herzens und einer ausgezeichneten Erziehung verband, wurde tief betrauert. Am 21. d. M. wurde der Leichnam in dem zu dessen Ruhestätte bestimmten, im Palatinalwäldchen bei Ofen gelegenen Gebäude feierlichst beigesetzt.
- Wiener Zeitung vom 20. März, 23. November, 11. December 1799. ─ Dieselbe vom 18., 21. und 28. März 1801. ─ Ortenburg (Heinrich), Üröm und die Grabkapelle daselbst, die letzte Ruhestätte Ihrer k. H. der verewigten Erzh. Großfürstin Alexandra Pawlowna, Gemalin Sr. k. k. H. des Erzherzogs Joseph, Palatin von Ungarn (Pest 1860, G. Geibel, kl. 4°., mit Porträt u. 4 lithogr. Oelfarbenbildern); erschien auch in magyarischer Sprache.
Band VI, Seite 154, Spalte 2, zur Biographie von Anna Maria (Nr. 33) zu Ende beizusetzen: gest. 10. Februar 1859. Aus dieser Ehe entstammt eine Tochter, Maria Antoinette, geb. 10. Jänner 1858.
Band VI, Seite 156, Sp. 2, zu den Quellen der Biographie von Blanca von Frankreich (Nr. 40) ist beizusetzen:
- Schmidl, Oesterreichische Blätter für Literatur und Kunst 1845, Nr. 92 und 94: „Die Herzoginen-Gräber bei den Minoriten in Wien”, von Feil.
Bd. VI, S.157, Sp. 1, Zeile 2 von oben, in der Biographie von Blanca Maria von Mailand (Nr. 41) soll nach Maximilian I. folgen: „welche Ehe kinderlos blieb”. Alles übrige bleibt weg; die angeführten Kinder Maximilian´s sind aus dessen erster Ehe mit Maria von Burgund.
[412] Bd. VI, S.159, Sp. 1, zu den Quellen der Biographie von Claudia von Oesterreich (Nr. 46) ist beizusetzen:
- Austria.[1] Oesterreichischer Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) IV. Jahrgang (1843), S. 175: „Wie die Hochzeit des Erzherzogs Leopold von Oesterreich mit der Prinzessin Claudia von Florenz im April 1626 zu Innsbruck gehalten worden“.
Bd. VI, S. 159, Sp. 1 zu den Quellen der Biographie der Kaiserin Claudia Felicitas (Nr. 47) ist beizusetzen:
- Austria. Oesterreichischer Universal-Kalender VI. Jahrg. (1845), S. 30: „Tausend Gulden für 10 Verse“ [die Verse sind an Claudia Felicitas gerichtet, als sie gesegneten Leibes war]; ─ XI. Jahrg. (1850), S. 28: „Kaiserliches Beilager zu Gratz im Jahre 1673“.
Bd. VI, S.161, Sp. 2, in der Biographie der Königin Eleonore von Oesterreich (Nr. 52) ist den Quellen beizufügen:
- Austria. Oesterreichischer Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) VI. Jahrg. (1845), S. 32: „Wie Karl V. hinter Eleonora´s Liebe kam“; ─ S. 35: „K. Eleonore von Frankreich bei ihrem Bruder Karl V.“
Bd. VI, S. 161, Sp. 2, in der Biographie der Erzherzogin Eleonore von Oesterreich (Nr. 53) ist den Quellen beizufügen:
- Gazetta di Mantova 1861, Nr. 40 [wird amtlich gemeldet die Uebertragung der irdischen Ueberreste der Erzherzogin aus der heiligen Dreifaltigkeitskirche in die Kathedrale, welche am 14. Mai 1856 stattfand.]
Bd. VI, S. 169, Sp. 2, in der Biographie von Elisabeth von Oesterreich (Nr. 71), Zeile 6 und 7, soll statt 26. December 1576 stehen: 26. November 1570.
Bd. VI, S.184, Sp. 1, in der Biographie des Kaisers Ferdinand I. (Nr. 81) ist den Quellen beizufügen:
- Austria. Oesterreichischer Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) IX. Jahrg. (1848), S. 29: „Kriegsartikel K. Ferdinand´s I. vom Jahre 1527“ [aus einer gleichzeitigen Handschrift]; XX. Jahrg. (1859), S. 1: „Kaiser Ferdinand´s I. Heirathsordnung (1550)“.
Bd. VI, S.184, Sp.2, Biographie von Ferdinand II. (Nr. 82), Zeile 7 und 8, zu Ende hat nach den Worten „Herzogs von Mantua [s. d. Nr. 55]“ die Zahl mit den Klammern wegzubleiben.
Bd. VI, S. 187, Sp. 1, Zeile 5 von unten, in der Biographie Kaisers Ferdinand´s II. (Nr. 82): Hurter (Friedrich von), Kaiser Ferdinand´s II. u.s.w., u.s.w., ist der ganze Absatz bis Khevenhüller zu ersetzen durch:
- Hurter (Friedrich von), Friedensbestrebungen Kaiser Ferdinand´s II. nebst des apostolischen Nuntius Karl Carafa Bericht über Ferdinand´s Lebensweise, Familie, Hof, Räthe und Politik (Wien 1860, Braumüller, 8°.) [eine auszugsweise Anzeige davon in der Wiener Zeitung 1860, Nr. 130, S.2283, und Nr. 131, S.2304].
Bd. VI, S.188, Sp. 1, Zeile 2 von oben, in der Biographie des Kaisers Ferdinand II. ist den Quellen beizufügen:
- Katholische Blätter. Herausg. vom katholischen Centralverein in Linz, XII. Jahrg. (1860), Nr. 69: „Einführung des Karmeliter-Ordens in Oesterreich und Ursprung ihres ersten Klosters in Wien“ [Kaiser Ferdinand II. war es, der diesen Orden in Oesterreich eingeführt]. ─ Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang). VIII. Jahrg. (1847), S. 4: „Die Krönung K. Ferdinand´s II. zu Prag im Jahre 1617“ (gleichzeitige Relation)
[413] Bd. VI, S. 190, Sp. 1, Zeile 3 von oben, in der Biographie des Kaisers Ferdinand III. (Nr. 83) ist den Quellen beizufügen:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) VI. Jahrg. (1845), S. 76: „Auf den Tod Kaiser Ferdinand´s III. (Wien 1657)“ [Gedicht]; S. 91: „König Ferdinand III.“; ─ IX. Jahrg. (1848), S. 82: „Hochzeitlicher Einzug Ferdinand´s III. mit Maria Infantin von Spanien. 1631“.
Bd. VI, S. 205, Sp. 1, in der Biographie von Franz I. Stephan (Nr. 94), letzte Zeile von unten, ist nach dem Worte Töchter: zu setzen: Maria Anna (gest. 1789).
Bd. VI, S. 223, Sp. 1, Zeile 3 von unten, ist den Quellen und Beschreibungen des Monumentes des Kaisers Franz I. auf dem innern Burgplatze beizusetzen:
- Austria. Oesterreichischer Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) VIII. Jahrg. (1847), S. LXXXIX: „Monument weiland Sr. Majestät Kaisers Franz I. in Wien“.
Bd. VI, S. 261, Sp. 1, in der Biographie Friedrich´s I. des Schönen (Nr. 100) ist Zeile 13 von unten vor den Porträten einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) XI. Jahrg. (1850), S. 51: „Herzog Friedrich und Leopold von Oesterreich“ (Sage).
Bd. VI, S. 271, Sp. 2, in der Mitte derselben ist in der Biographie Friedrich´s V., als Kaiser III., nach Anderen IV. (Nr. 104), vor Faust, Kalender für 1856 einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) VI. Jahrg. (1845), S. 33: „Friedrich IV. und Karl von Burgund zu Trier“.
Bd. VI, S. 296, Sp. 1, in der Biographie des Kaisers Joseph I. (Nr. 123) ist zu Ende der b) in Sammelwerken zerstreuten Quellen beizufügen:
- Austria. Oesterreichischer Universal-Kalender. XX. Jahrg. (1859), S. 10: „Beilager Joseph´s I. 1697“.
Bd. VI, S. 351, Sp. 1, in den Quellen zur Biographie des Kaisers Karl V. (Nr. 130) ist Zeile 2 von unten vor Bayle (Pierre), Dictionnaire etc. einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) VI. Jahrg. (1845), S. 32: „Wie Kaiser Karl V. hinter die Liebe seiner Schwester (Eleonore) kam“; S. 35: „Eleonore von Frankreich bei ihrem Bruder Karl V.“; ─ X. Jahrg. (1849), S. 66: „Wie Kaiser Karl V. im Jahre 1530 zu Augsburg die Frohnleichnamsprocession gehalten“; ─ XIII. Jahrg. (1852), S. 1: „Pasquille und Schmähschriften unter Karl V.“; ─ XIV. Jahrg. (1853), S. 34: „Wie Karl V. zum römischen Kaiser proclamirt worden ist“; S. 42: „Karl V. und König Heinrich von England“.
Bd. VI, S. 358, Sp. 2, in der Biographie Karl´s II. von Steiermark (Nr. 132) soll Zeile 3 stehen statt 10. Juli: 1. Juli. und Zeile 8 zu Anfang statt 26. August: 20. August.
Bd. VI, S. 369, Sp. 2, ist in den Quellen zu Kaiser Karl VI. nach dem Werke: „Gespräch im Reiche der Todten u.s.w.“ einzuschalten:
- Hansiz (Marcus), Quinquenium Primum Imperii Romano Germanici Caroli VI. (Graecii 1717, Fol. c. Fig.). ─ Derselbe, Quinquenium secundum (Viennae 1717, Fol. c. Fig.). ─ Derselbe, Decas Augusta seu lustrum geminum Imperii Augusti Caroli VI. cum accurata belli turcici relatione (Viennae 1724, 8°.)
Bd. VI, S. 370, Sp. 2, in der Biographie des Kaisers Karl VI. (Nr. 136) ist Zeile 3 von oben vor Bergmann (Joseph), Medaillen u.s.w. einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) X. Jahrg. (1849), S. 43; [414] “Eigentliche Relation alles dessen, was sich beim Abschiede Ihrer kön. Majestät in Spanien Caroli III., an dem hiesigen kaiserlichen Hofe zugetragen (Wien 1703)“.
Bd. VI, S. 285,[2] Sp. 1, in den Quellen zur Biographie der Königin Katharina (Nr. 159) ist beizufügen:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) VIII. Jahrg. (1847), S. 84: „Treffende Antwort“ [der Königin Katharina von Polen, Erzherzogin von Oesterreich, an Frau Judith von Pohlheim].
Bd. VI, S. 417, Sp. 2, Zeile 5 von unten, in den Quellen zu Leopold V. (Nr. 169) ist einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) IV. Jahrg. (1843), S.175: „Wie die Hochzeit des Erzherzogs Leopold (V.) von Oesterreich im April 1626 zu Innsbruck gehalten worden“.
Bd. VI, S. 421, auf beiden Spalten ist der Columnen-Titel: Habsburg – Karl umzuändern in: Habsburg – Leopold.
Bd. VI, S. 429, Sp. 1, in den Quellen zur Biographie des Kaisers Leopold I. (Nr. 170) ist vor Hansiz noch einzuschalten:
- Hansiz (Paulus), Anathemata verae historiae, Templo Gloriae M. Leopoldi consecrata, symbolis et emblematis aeri incisis exornata (Viennae 1696, Voigt, Fol.). ─ Derselbe, Vita et Gesta Leopoldi (Viennae, 12°.).
Bd. VI, S. 311, Sp. 2, [3] zu den Quellen über Kaiser Leopold I. (Nr. 170), Zeile 13 von unten, vor Bergmann (Joseph), ist einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) VI. Jahrg. (1845), S. 37: „Kaiser Leopold I. und die Kirchen- und Ordensfeste in Wien“; S. 63: „Einzug Kaiser Leopold´s I. am 1. October 1658“; ─ XII. Jahrg. (1851), S. 1: „Zur Finanzgeschichte Oesterreichs unter Kaiser Leopold I.“
Bd. VI, S. 444, Sp. 2, Biographie von Leopold Wilhelm (Nr. 175), Zeile 4, soll nach „November 1662“ folgen: Sohn des Kaisers Ferdinand II. aus dessen erster Ehe mit Maria Anna von Bayern.
Bd. VI, S.461, Sp. 2, ist unter den an das Haus Savoyen vermälten Fürstinen aus dem Hause Habsburg einzuschalten:
- Adelheid, Erzherzogin von Oesterreich (1)
[Victor Emanuel]
Seite 13 dieses Bandes, Sp. 2, in der Biographie von Margaretha (Nr. 192), Zeile 3, soll statt gest. 30. October, stehen: 3. October.
S. 14 d. Bds., Sp. 1, zu Ende der Quellen über Margaretha, Königin von Spanien (Nr. 192), ist vor den „Porträten“ einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) X. Jahrg. (1849), S. 43: „Memorial wegen der Königin“ [Margaretha, Tochter Karl´s von Steiermark und Gemalin Philipp´s III. von Spanien].
S. 19 d. Bds., Sp. 1, Zeile 3 von unten ist den Quellen über Maria, Königin von Ungarn (Nr. 197), beizusetzen:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) VI. Jahrg. (1845), S. 36: „Das Fest der Königin Maria von Ungarn zu Bins“.
S. 22 d. Bds., Sp. 1, in der Biographie der Erzherzogin Maria (Nr. 201), Zeile 3, soll statt 1846 stehen: 1844.
S. 24 d. Bds., Sp. 1, zu den Quellen über Maria Anna, Königin von Spanien (Nr. 206), ist vor den „Porträten“ einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) IX. Jahrg. (1848), S. 82: „Hochzeitlicher Einzug Ferdinand´s III. mit Maria Anna, Infantin von Spanien“
[415] S. 27 d. Bds., Sp. 2, in den Quellen zur Erzherzogin Maria Anna (Nr. 212) ist vor den „Porträten“ einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) IV. Jahrg. (1843), S. 212: „Die Erzherzogin Maria Anna“; ─ IX: Jahrg. (1848), S. 92: „Die Erzherzoginen Maria Anna und Charlotte“.
S. 88 d. Bds., Spalte 1, ist zu den Quellen über Kaiser Mathias (Nr. 258) unter I. b) in Zeitschriften und anderen Werken Zerstreutes nach dem Allgemeinen historischen Lexikon einzuschalten:
Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) XII. Jahrg. (1851), S. 24: „Kaiser Mathias in Prag“.
S. 90 d. Bds., Sp. 1 in der Biographie von Maximilian I. (Nr. 262), Zeile 10, zu Ende soll statt 20. März 1477 stehen: 20. August 1477.
S.99 d. Bds., Sp. 2, in den Quellen über Kaiser Maximilian I. (Nr. 262) unter I. b) „in Sammelschriften und anderen Werken Zerstreutes“ vor Bayle (P.) einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, Lex. 8°.) VI. Jahrg. (1845), S.5: „Kaiser Maximilian und der Franzose Claude de Batre“; ─ Ebenda, S. 34: „Maximilian I. in Constanz“; ─ XI. Jahrg. (1850), S. 53: „Kaiser Max und Maria von Burgund“ (Sage); ─ XII. Jahrg. (1851), S. 81: „Der Wiener Congreß vom Jahre 1515 [Zusammenkunft der Könige Wladislaus von Ungarn, Sigismund von Polen mit Kaiser Max I.]
S. 141 d. Bds., Sp. 1, in der Biographie von Rudolph II. (Nr. 279), Zeile 2, soll statt 20. Jänner stehen: 10. Jänner.
S. 144 d. Bds., Sp. 1, Zeile 9 von unten, ist zu den Quellen über Kaiser Rudolph II. (Nr. 279) vor Bergmann (J.) einzuschalten:
- Austria. Oesterr. Universal-Kalender (Wien, Klang, gr. 8°.) VIII. Jahrg. (1847), S. 30: „Rudolph von Habsburg. 1274“ [Gedicht von Meister Friedrich von Sonnenburg, gedichtet um 1275]
S.156 d. Bds., Sp. 1, Zeile 10 von unten, ist nachzutragen:
289. Wilhelm der Höfliche, Herzog von Oesterreich (geb. 1370, gest. zu Wien 11., n. A. 15. Juli 1406). Aeltester Sohn des Herzogs Leopold III. des Gerechten [s. d. Nr. 167] aus dessen Ehe mit Viridis, Tochter Barnabo´s, Herzogs von Mailand. Gemalin: Johanna von Durazzo, Tochter Karl´s, Königs in Ungarn, mit Wilhelm vermält 1389, n. A. erst 1403. Diese Ehe ist kinderlos geblieben. Wahlspruch. Um einen an einem Grabmal trauernden Löwen die Devise: „Ars vincit naturam“. Hervorragende Lebensmomente. Wilhelm wurde am Hofe Ludwig´s, Königs von Ungarn, erzogen, denn einem Familienvertrag zufolge sollte Ludwig´s Tochter Hedwig, die Gemalin Wilhelm´s werden und Polen zur Mitgift erhalten. Als Hedwig (1385) Königin von Polen wurde, widersetzten sich die Landstände ihrer Heirath mit Wilhelm und drangen auf ihre Ehe mit Jagiello von Lithauen, der mit großer Macht nach Krakau rückte, so daß Wilhelm, der sein gutes Recht geltend machen wollte, die Stadt heimlich verlassen mußte. Nach seines Vaters Tode (1386) übernahm er die Regierung, nach jenem seines Oheims, Albrecht´s IV., die Vormundschaft über seinen Vetter Albrecht V. Als räuberische Einfälle der ungarischen Horden in österreichisches Gebiet den Herzog Wilhelm zwangen, zu den Waffen zu greifen (1405), wäre er bald mit König Sigmund von Ungarn in einen Krieg verwickelt worden, aber die männliche Sprache Reinprecht´s, Herrn von Wallsee, welcher sich bei der an [416] Sigmund aus Anlaß dieser Streitigkeiten abgeschickten Gesandtschaft befand, beseitigte die Gefahr. Wilhelm starb schon im folgenden Jahre. Seine Gemalin begab sich nach dessen Tode nach Apulien, wo sie 1434 starb. Der in der Dichtung öfter verherrlichte Löwe Wilhelm´s, den dieser gezähmt, soll nach seines Gebieters Tode jede Nahrung verschmäht und sich zu Tode gehungert haben.
- Fugger (Joh. Jac.), Spiegel der Ehren des allerdurchl. Erzhauses Oesterreich (Nürnberg 1668, kl. Fol.) S. 351, 363, 364, 403, 404, 405. ─ Mittheilungen des österreichischen Alterthums-Vereins 1856, 1. Abthlg.: „Bildnisse österreichischer Herzoge und Herzoginen“, von Birk. ─ Graff (S. E. G.), Diutisca (1827), II, 58: „Ein altdeutsches Lied von Herzog Wilhelm von Oesterreich“. ─ Von einer verschollenen Königstadt. Ein romantisches Gedicht. Vom Verfasser der „Parallelen“ (Wien 1850, Pfautsch und Voß, 16°.) S. 96-101 [besingt den Vorfall zwischen Hedwig, Wilhelm und den Magnaten].
- ↑ Kalender-Aufsätze pflegt man in der Regel nicht als quellenmäßige Arbeiten zu citiren; jedoch bei den Mittheilungen der Austria, welche aus der Feder des k. k. Haus-, Hof- und Staatsarchivars J. P. Kaltenbäck (gest. 22. Juni 1861) flossen, glaubte ich eine Ausnahme machen zu dürfen.
Der Verfasser. - ↑ S. 402
- ↑ korrekt S. 429, Sp. 2
[Bearbeiten] Anmerkungen:
Die Ergänzungen zu Kaiser Matthias und Maximilian I. können erst nach Anlegen der entsprechenden Artikel dorthin übertragen werden.