Petrarca - Sonett 113

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: Francesco Petrarca
Titel: Sonett 113
Untertitel:
aus: Gedichte,
S. 144
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1804
Verlag: J. V. Degen
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Wien
Übersetzer: Carl Streckfuß
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und scans auf commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bild
[[Bild:|250px]]
Bild
{{{EXTERNESBILD}}}
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Link zur Indexseite]]


[144]

Son. 113.


Wär’ ich, wo Phöbus Blum’ und Gras verzehret,
     Wär’ ich, wo vor ihm Eis und Schnee zerfließen,
     Da, wo sich seine Strahlen mild ergiessen,
     Da, wo er herkommt, dort, wohin er kehret;

5
Wär’ ich vom Glück begünstiget, beschweret,

     Mag mir der Himmel lachen, sich verschließen.
     Mag Tag, mag Nacht, mag Dämm’rung mich umfließen,
     Sey’s Winter, sey mir Lenzes Lust gewähret;

Wär’ ich im Himmel, in den tiefsten Grotten,

10
     Auf Bergeshöhn, von Sumpf und Schlucht umgeben,

     Wär frey mein Geist — den Gliedern angeschlossen;

Mag mich der Ruf erheben, meiner spotten,
     Wie ich gelebt, so werd’ ich immer leben,
     In Thränen, die drey Lustra sich ergossen.

Persönliche Werkzeuge