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Fortsetzung.
Du, o Gott, Wohlthäter, Freund und Helfer aller deiner Kinder, du zählst jede Thräne, die dem Aug’ entquillt, du bist nahe allen denen, die gebeugten, schmerzvollen Herzens sind, und stehest liebe- und erbarmungsvoll an des Kranken Haupt. – Du, Allvater, stehest auch mir und meinem Gatten nahe und zur Seite! Und das Bewußtsein deiner Nähe sei mir ein süßer, heilsamer Trost in meinem Leid; denn nicht allein, nicht verlassen bin ich in meinem Kummer. Du, Allvater, bist Zeuge meiner Thränen, du siehst meinen Schmerz, blickst nieder auf meinen Gram, und du, Urquell alles Erbarmens und aller Gnade, du wirst auch mir dein Erbarmen zuwenden, deine Gnadensonne mir aufgehen lassen, und deine Hilfe mir nicht versagen! Möge ich in meinem Hoffen und Vertrauen nicht zu Schanden werden, möge deine Liebe nimmer von mir weichen, dein Himmelstrost mein Herz erheben, und mögest du gnädig an mir vorüberführen das Ungemach, das mich bedrückt, daß sich mein Leid in Freud verkehre, Gott der du bist meine Stütze und meine Zuversicht. Amen. |
Fanny Neuda: Stunden der Andacht. Wolf Pascheles, Prag 1858, Seite 96. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Neuda-Stunden_der_Andacht-1858.pdf/108&oldid=1959968 (Version vom 24.02.2013)