[I]
Die Edda
die ältere und jüngere
nebst den
mythischen Erzählungen der Skalda
übersetzt und mit Erläuterungen begleitet
von
Karl Simrock.
Sechste verbeßerte Auflage.
Stuttgart.
Verlag der J. G. Cotta’schen Buchhandlung.
1876.
[II]
Buchdruckerei der J. G. Cotta’schen Buchhandlung in Stuttgart.
[III]
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Nachruf
an
Jacob Grimm.
Ich wagte niemals Dir ein Buch zu weihn,
Zu hocherhaben standst Du ob uns allen;
Doch durfte meine Edda Dir gefallen:
Die frohe Kunde kam mir an den Rhein.
Ach, eine trübe scholl uns hinterdrein;
Du gingst hinüber zu der Väter Hallen
An Wilhelms Hand in Glasirs Gold zu wallen;
Uns hegt ein seidner Faden noch den Hain.
Doch welche Wunder hast Du uns erschloßen!
Die deutsche Sprache sperrten sieben Siegel
Und sieben Siegel Recht und Poesie.
Nun haben wir Odhrärirs Trank genoßen,
Sahn uns in Urdas weißer Flut im Spiegel;
Dein Bild, o Meister, doch entsinkt uns nie.
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[V]
Inhalt.
[VI]
[VII]
[VIII] Die Absicht, unsere Landsleute in das Heiligtum der Edda, dieser Eltermutter deutscher Sage und Dichtung einzuführen, möchten wir verfehlen, wenn sie sich gleich an der Schwelle, wie leicht geschehen könnte, durch die dunkel tönenden und schwer anszudeutenden Worte der Seherin abschrecken ließen. Wollen sie unserem Rathe folgen, so lesen die zuerst die übrigen zur Göttersage gehörigen Lieder der ältern Edda, und die Wöluspa nicht eher als bis sie sich durch jene und die ersten Abschnitte der jüngern Edda mit den Göttern Walhalls und ihren Schicksalen vertrauter gemacht haben. Es wird gut sein, jedes Lied erst für sich und dann noch einmal mit Zuziehung unserer Anmerkungen zu lesen. Mit der jüngern Edda überhaupt den Anfang zu machen, rathen wir nicht, da sie doch eigentlich nur die Götterlieder, freilich nicht bloß die uns erhaltenen, erläutern will. Am Besten wird sie wohl nebst den drei ersten Erzählungen der Skalda unmittelbar nach den Götterliedern, mit Ausnahme der Wöluspa gelesen.
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