William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CL

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CL.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 77
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bon
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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[77]

Von welcher Macht empfingst du die Gewalt,
Daß du mein Herz beherrschest, selbst so schwach?
Daß oft mein treues Aug’ ich Lügner schalt,
Und schwur, nicht schmücke Lichtes Glanz den Tag?

5
Woher ward deiner Schlechtigkeit die Gunst,

Daß selbst in deiner schlimmsten That sich zeigt
So viele Kraft und Zierlichkeit der Kunst,
Daß mir dein Schlechtestes dem Besten gleicht?
Wie machtest du mich wieder neu erglüh’n,

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Wenn Grund zum Haß ich hör’ und sehe neu?

O lieb’ ich auch, was alle Andern flieh’n,
So flieh’ du mich wie jene nicht voll Scheu.
    Wenn drum dein Unwerth Liebe weckt’ in mir,
    Bin mehr ich werth, geliebt zu sein von dir.

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