William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CLI

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CLI.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 78
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bohn
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Lieb’ ist zu jung, zu kennen das Gewissen,
Doch wer weiß nicht, daß es es entsteht aus ihr?
Drum, Holde, laß mich deinen Vorwurf missen,
Sonst bist du, Liebchen, selber Schuld an mir.

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Denn wenn du mich verführst, verführ’ auch ich

Den edlern Theil von mir zum Selbstverrath;
Die Seele sagt’s dem Körper, daß sie sich
Sehnt nach Triumph, das Fleisch eilt rasch zur That;
Dein Name reizt es, seine Siegesbeute

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In dir zu schau’n; von sicherm Stolz geschwellt

Ergiebt es sich zum Knecht dir, der zur Seite
Dir dienstbeflissen wechselnd steht und fällt.
     Gewissen mangelt nicht, wenn über Alle
     Ich lieben muß, für die ich steh’ und falle.

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