William Shakspeare's sämmtliche Gedichte/Sonett CLII

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Autor: William Shakespeare
Titel: Sonett CLII.
Untertitel:
aus: William Shakspeare's sämmtliche Gedichte. Im Versmaße des Originals übersetzt von Emil Wagner. S. 78
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1840
Verlag: J. H. Bohn
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Erscheinungsort: Königsberg
Übersetzer: Emil Wagner, Pseudonym für: Ludwig Reinhold Walesrode
Originaltitel:
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
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Du weißt, daß meine Lieb’ ich dir gebrochen,
Doch ist zwiefacher Meineid deine Schuld,
Da deine That der Treue Hohn gesprochen,
Und neuen Haß du trugst nach neuer Huld.

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Was schadt’s, daß zweimal du mich hast betrogen,

Da zwanzigmal ich’s that? Falsch war mein Schwur,
Mit allen Eiden hab’ ich dich belogen,
Bei dir blieb nicht die kleinste Treue nur.
Bei deiner Liebe schwur ich tausend Eide,

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Bei deiner Treue standhaft, fest und schön;

Blindheit ich gar dir zu Gefallen leide,
Da oft ich schwur, was niemals ich geseh’n.
     Denn du wärst schön, schwur ich; o falscher Schwur,
     Gesprochen gegen aller Wahrheit Spur!

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