„O alte Burschenherrlichkeit“

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Titel: „O alte Burschenherrlichkeit“
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 28, S. 472
Herausgeber: Ernst Ziel
Auflage:
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Erscheinungsdatum: 1882
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[472] „O alte Burschenherrlichkeit“ Ueber den 1880 zu Eschwege in der Provinz Hessen verstorbenen Sanitätsrath Dr. Höfling, den Dichter des Liedes: „O alte Burschenherrlichkeit“, wurde Anfangs Juni dieses Jahres in einer namhaften deutschen Zeitung eine Korrespondenz aus Bonn veröffentlicht, welche in einigen Punkten der Berichtigung und Vervollständigung bedarf. Gestützt auf einen Brief, den die in Fulda lebende Wittwe des Dichters, Wilhelmine Höfling, geb. Geiße, am 17. Juni dieses Jahres an ein Mitglied der Straßburger Burschenschaft „Germania“ gerichtet hat, vermögen wir über Höfling folgende authentisch sichere Angaben zu machen:

Höfling wurde am 5. October 1808 zu Fulda geboren. Nachdem er das dortige Gymnasium und Lyceum absolvirt, studirte er in Marburg und Würzburg von 1826 bis zum Schluß des Jahres 1830 Medicin. Sodann besuchte er noch die Universitäten Wien und Prag, um sich darauf in Heidelberg, wo er Assistent bei Professor Nägele ward, als Privatdocent zu habilitiren. Er gab jedoch die akademische Laufbahn nach einigen Jahren wieder auf und zog sich nach seiner hessischen Heimath zurück, um dort als praktischer Arzt zu wirken.

Wann das betreffende Lied entstanden ist, vermag Frau Höfling mit Bestimmtheit nicht anzugeben, doch glaubt sie sich zu erinnern, daß ihr Gatte das Jahr 1826 als das Geburtsjahr desselben bezeichnet habe.

Höfling bewahrte sich bis in sein Alter eine seltene Jugendfrische, und er war als geistvoller Gesellschafter nicht minder beliebt, wie er als wissenschaftlich tüchtiger Arzt hochgeschätzt wurde.

Da Höfling’s köstliches Lied unter jungen wie alten Studenten so volles Bürgerrecht erlangt hat, daß kein Stiftungsfest, geschweige denn ein Commers „alter Herren“ ohne dasselbe denkbar erscheint, so ist es erklärlich, daß die Frage, welche studentische Corporation das Recht habe, Höfling den Ihrigen zu nennen, oft aufgeworfen und ventilirt worden ist. Frau Höfling giebt hierüber Aufschluß; sie schreibt nämlich:

„Mein Mann war ein treuer Anhänger der Deutschen Burschenschaft’, bei der er in seinen Studienjahren activ gewesen.“