ADB:Albert I. (Graf von Görz und Tirol)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Albert II., Graf von Görz und Tirol“ von Alfons Huber in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 181–182, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Albert_I._(Graf_von_G%C3%B6rz_und_Tirol)&oldid=- (Version vom 13. August 2020, 18:13 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Albert von Sachsen
Band 1 (1875), S. 181–182 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Albert I. (Görz) in der Wikipedia
GND-Nummer 136912168
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|1|181|182|Albert II., Graf von Görz und Tirol|Alfons Huber|ADB:Albert I. (Graf von Görz und Tirol)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=136912168}}    

Albert II., Graf von Görz und Tirol, geb. um 1240, † 1304 (vor 7. Sept.), zweiter Sohn Meinhards I. von Görz-Tirol († 1258) und der Adelheid, Tochter Alberts III., des letzten Grafen von Tirol. Beim Tode seines Vaters befand er sich in der Haft des Erzbischofs von Salzburg, dem er mit seinem ältern Bruder Meinhard zu Anfang 1253 als Geisel übergeben worden war zur Verbürgung für die Erfüllung der Friedensbedingungen, welche sein mütterlicher [182] Großvater, als er in die Gefangenschaft des genannten Erzbischofs gerathen war, hatte eingehen müssen. Erst 1262 gab ihn der salzburgische Ministerial Gebhard von Velwen gegen 800 Mark Silber eigenmächtig frei. Er theilte sich nun mit seinem Bruder so in die Verwaltung ihrer Gebiete, daß er die görzischen Lande, sein Bruder Meinhard aber die in Tirol neuerworbenen Besitzungen übernahm. Im J. 1271 fand dann auf dieser Grundlage eine förmliche Ländertheilung statt, nach welcher A. die Besitzungen seines Hauses im Görzischen, in Friaul, Istrien, Krain und Kärnthen und Pusterthal östlich von der Haslacher (Mühlbacher) Clause erhielt. Wie sein Bruder nach Vergrößerung seiner Gebiete strebend, gerieth er namentlich mit dem Patriarchen von Aquileja in Streit, ohne aber wesentliche Erfolge zu erzielen, besonders weil der mächtige Ottokar von Böhmen des Patriarchen sich annahm. In späteren Jahren stand er indessen wiederholt auf Seite des Patriarchen im Kampfe gegen das immer weiter um sich greifende Venedig. Beim Ausbruche des Krieges zwischen Ottokar von Böhmen und Rudolf von Habsburg schloß er sich, wie sein Bruder, dem letzteren an und machte zur Unterstützung desselben einen Angriff auf Krain und die windische Mark. Er war zweimal verheirathet; das erste Mal (um 1266) mit Euphemia, Tochter des Herzogs Konrad von Glogau, das zweite Mal (um 1275) mit Euphemia, Tochter des Grafen Hermann von Ortenburg; erstere gebar ihm einen Sohn Heinrich II., letztere einen Sohn Albert III. und eine Tochter Clara.

Coronini, Tentamen genealogico-chronolog. comitum et rerum Goritiae.