ADB:Albert von Löwen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „St. Albert von Löwen, Bischof von Lüttich“ von Alberdingk Thijm in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 183–184, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Albert_von_L%C3%B6wen&oldid=2485898 (Version vom 15. Dezember 2017, 23:36 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 1 (1875), S. 183–184 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Albrecht I. von Löwen in der Wikipedia
GND-Nummer 137504683
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|1|183|184|St. Albert von Löwen, Bischof von Lüttich|Alberdingk Thijm|ADB:Albert von Löwen}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=137504683}}    

St. Albert von Löwen, Bischof von Lüttich, Sohn Gottfrieds III. von Niederlothringen und Bruder Heinrichs I., Herzogs von Brabant, † 1192. Er ward nach dem Tode des Bischofs Rudolf v. Zähringen von einem Theil des Capitels gewählt, während der andere Theil für Albert Graf v. Rethel entschied, einen Neffen Balduins V. von Hennegau und Flandern. Kaiser Heinrich VI., von beiden um die Investitur angegangen, ernannte anstatt ihrer 1192 auf dem Wormser Reichstag den Bonner Propsten Lothar v. Hostade. Albert v. Rethel verzichtete daraus zu Gunsten Alberts v. Löwen, dieser aber mußte dem Lothar, welcher von Balduin unterstützt das Bisthum in Besitz nahm, weichen. Er begab sich nach Rom und erlangte Cölestins III. Anerkennung; strenge Befehle des Kaisers verboten jedoch, als er von dort nach Brabant zurückkehrte, seinem Bruder Heinrich, ihn aufzunehmen. Er entwich nun nach Rheims und hier, unter geistlichen Uebungen lebend, ward er 24. Nov. 1192 von drei Deutschen, die man zu der That vom Kaiser angestiftet glaubte, ermordet. Jetzt aber erhoben sich sein Geschlecht und seine Anhänger am ganzen Niederrhein; Lothar mußte von Lüttich flüchten und † 1194 in Rom, wohin er sich büßend gewandt hatte. Der Kaiser, um den gefährlichen Sturm zu beschwichtigen, begütigte Alberts Anhänger auf einem Tag zu Koblenz 1193 mit Erklärungen und Geschenken und errichtete dem Ermordeten in der Lambertuskirche [184] zwei Sühnaltäre. Hier hatte das Capitel nach Lothars Vertreibung den Grafen Simon v. Limburg mit des Kaisers Zustimmung gewählt; Albert v. Rethel bewirkte aber wegen dessen Jugend die Verwerfung dieser Wahl in Rom und es ward darauf Albert v. Cuyk zum Bischof gewählt. Ihn begleitete Albert v. Rethel aufs neue zur Einholung der päpstlichen Bestätigung nach Rom, wo er 1195 gestorben ist.

J. David, Geschiedenis van S. Albert van Leuven, 1845.