ADB:Albrecht (Herzog von Sachsen-Eisenach)

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Artikel „Albrecht, Herzog von Sachsen-Eisenach“ von August Beck in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), S. 319, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Albrecht_(Herzog_von_Sachsen-Eisenach)&oldid=- (Version vom 26. Mai 2019, 23:51 Uhr UTC)
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Albrecht, Herzog von Sachsen-Eisenach 1640–44, war der Sohn Herzog Johanns von Sachsen-Weimar und der Herzogin Dorothea Maria, einer geborenen Fürstin von Anhalt. Er war geb. 27. Juli 1599, bereiste 1619 bis 1621 Frankreich und übernahm nach seiner Zurückkunft für seine älteren abwesenden Brüder die gemeinschaftliche Regierung des weimarischen Landes, die er vermöge eines Vergleichs vom 20. Sept. 1626 an seinen älteren Bruder Wilhelm abtrat. Im darauf folgenden Jahre (1627) wurde er Administrator der Balley Thüringen, welcher er bis zu seinem Tode rühmlich vorstand. Am 24. Juni 1633 vermählte er sich mit der Prinzessin Dorothea, einer Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg. In der Landestheilung vom J. 1640 erhielt er das Fürstenthum Eisenach, das aber, als er am 20. Dec. 1644 plötzlich starb, ohne Leibeserben zu hinterlassen, an seine Brüder fiel und von ihnen im J. 1645 getheilt wurde. A. galt als ein edler und weiser Fürst, der zwar das Verbrechen streng bestrafte, aber immer mit Gerechtigkeit und kluger Sorgfalt sein Land regierte. Schmeichler und Verleumder haßte er. Mit seinen Brüdern lebte er in fortdauernd freundlichen Verhältnissen. Die Drangsale, welche seine armen Unterthanen in Folge des dreißigjährigen Krieges auszustehen hatten, verbitterten die letzten Jahre seines Lebens. Seine hinterlassene Wittwe starb am 10. April 1675 zu Altenburg.

G. A. de Wette, Lebensgeschichte der Herzöge zu Sachsen. Weimar 1770, S. 203.